Tipps für einen erfolgreichen Start mit Ihrem LinkedIn Unternehmensprofil

11.02.2021

von Johannes Stabel
Foto Adobe Stock

1. Zielsetzung

Das allerwichtigste zuerst: Machen Sie sich zuerst klar, was Sie mit Ihrem Unternehmensprofil erreichen wollen. Denn dies hat Auswirkungen auf alle weiteren Schritte zur Einrichtung und Optimierung von LinkedIn. Solche Ziele könnten zum Beispiel sein:

  • PR/Branding
  • Recruiting
  • Neukundenakquise

Je nachdem, welche dieser Ziele Sie verfolgen wollen, unterscheidet sich die anzuvisierende Zielgruppe. Zum Beispiel werden für Sie andere Nutzerprofile interessant sein, wenn Sie neue Mitarbeiter:innen rekrutieren wollen, als beim Versuch, neue Kunden über LinkedIn zu gewinnen. Es kann also daher erst mit einer klaren Zielsetzung geplant werden, welche Inhalte auf Ihren Kanal gehören. Denn für jede Zielgruppe sind andere Inhalte interessant.

2. Die Kanal Basics: Das darf auf keinem Unternehmensprofil fehlen

Um schnell mit Ihrem Kanal loslegen zu können, hier zunächst ein paar grundlegende Tipps zu den wichtigsten Elementen Ihres Profils (siehe dazu auch Beispiel):

  • Das Profilbild
    Wählen Sie dazu Ihr Unternehmenslogo, am besten ohne Text bzw. Ihren Unternehmensname, da Firmenname ohnehin immer angezeigt wird
  • Ihr Header Bild
    Hier ist schon der erste Punkt der sich auf „1. Zielsetzung“ bezieht. Der Header Banner bietet die Möglichkeit einen Überblick über Ihre Services zu geben. Möchten Sie zum Beispiel über Ihr Profil neue Talente rekrutieren und gleichzeitig Neukundenakquise betreiben, könnten diese beiden Teilbereiche auch grafisch im Header darstellt werden. Damit werden beide Zielgruppen direkt abgeholt.
  • Slogan
    Als Slogan könnte zum Beispiel Ihr Unternehmens-Mission-Statement in Form eines Call-To-Actions dienen (da der Slogan beim Profilaufruf direkt angezeigt wird)
Beispiel für einen Unternehmensheader

Beispiel für einen Unternehmensheader: Als Hauptzielgruppe wurden Neu- und Bestandskunden definiert, also Unternehmen, die sich für Online Marketing interessieren. Der Header wird daher genutzt um Mehrwerte für diese Zielgruppe zu kommunizieren. Das sind kostenlose Angebote, mit denen bewiesen werden soll, dass die Agentur Online Marketing Expertise besitzt. Der Slogan soll kurz und knapp zusammenfassen, dass der Erfolg der Kund:innen im Fokus steht. Emojis können den Text auflockern.

3. Contentplanung

Wenn Sie die Zielsetzung Ihres Kanals bereits definiert haben, müssen Sie sich jetzt die Frage stellen, was interessiert Ihre Zielgruppe und wie können Sie über Ihren Content einen Mehrwert schaffen. Es nutzt wenig, auf LinkedIn Inhalte zu erstellen und zu posten, die nicht für Ihre Zielgruppe relevant sind. Erst Content, der relevant ist, bringt Ihren Kanal nach vorne. Fragestellungen zur Planung der Contents könnten sein:

  • Welche Personen und Zielgruppen ergeben sich aus Ihren Zielen?
  • Für was interessieren sich diese (auf LinkedIn)? Welche Themen lesen diese dort?
  • Wie und welchen Content kann ich erstellen, der für diese Zielgruppen interessant ist?

Bei der Planung sollte man zwar auch auf eine gewisse Frequenz von Content-Veröffentlichung und LinkedIn-Postings achten, es gilt aber auch Qualität vor Quantität. Bevor Sie halbgare Inhalte veröffentlichen, investieren Sie lieber mehr Zeit und Kreativität in Ihre Posts. Wie gesagt, die Inhalte müssen für Ihre Zielgruppe interessant sein und einen echten Mehrwert haben. Verfolgen Sie verschiedene Zielsetzungen mit Ihrem Kanal, müssen Sie auch für jedes Ziel und deren Zielgruppe eine eigene Content Planung machen. Schließlich können Sie auch verschiedene Content-Typen (reiner Text, Text mit Bild, Video etc.) und Themenschwerpunkte testen, um herauszufinden, was für Ihre Zielgruppe am besten funktioniert.

4. Reichweite erhöhen

Verfolgt man konsequent die in den vorherigen Punkten empfohlenen Tipps, wird die Anzahl der Kanal-Follower organisch kontinuierlich wachsen. Ganz einfach, weil Ihre Zielgruppe und auch LinkedIn merken, dass Sie für bestimmte Themen regelmäßig relevante Inhalte liefern. Finden zum Beispiel überdurchschnittlich viele Interaktionen auf Ihre LinkedIn-Postings statt, reagiert LinkedIn darauf, indem es Ihren Content häufiger ausspielt. Die Nutzer:innen wiederum honorieren Ihre hochwertigen Inhalte und abonnieren zum Beispiel Ihren Kanal, um in Zukunft keinen Ihrer Beiträge zu verpassen. Ein guter Mix verschiedener Content-Typen (Fachartikel, Teaser Videos, LinkedIn Events für Webinare etc.) unterstützt diesen Effekt.

Natürlich können Sie aber auch selbst noch weiter aktiv werden, um das Kanalwachstum zu beschleunigen. So stehen jedem Firmenprofil 100 „Gutschriften“ pro Monat zur Verfügung, die Sie z. B. dafür nutzen können, Profile, die mit Ihrem privaten Account befreundet sind, zu Ihrem Firmen-Account oder zu Ihren LinkedIn Events einzuladen.

Abbildung Kontakte

5. Fazit hier noch einmal in Kurzform

Zielsetzung ist das A und O

  • Überlegen Sie sich zuerst, welche Rolle Ihr LinkedIn-Kanal spielen soll

Wer ist Ihre Zielgruppe?

  • Welche Merkmale hat diese?
  • Welche Berufe haben die Personen der Zielgruppe?
  • Bei welchen Unternehmen arbeiten sie?
  • Welche Positionen nehmen sie in Unternehmen ein?

Auf Qualität und Relevanz achten

  • Je nach Ressourcen im Unternehmen: Content erstellen und Frequenz der Veröffentlichungen planen
  • Regelmäßige Content-Veröffentlichungen und diese auch langfristig durchziehen
  • Lieber „kleiner“ starten und das Level aufrechterhalten und hierbei auf die Qualität und Relevanz des Contents achten

Kreativ sein und testen

  • Einfach loslegen und Ideen umsetzen
  • Neue Ideen sind jederzeit willkommen und können/sollten getestet werden
  • Es gewinnt, was die bessere Performance erzielt (z. B. Engagement auf Posts)

Johannes Stabel

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Bild: Johannes Stabel

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