Vorsorgen mit Kohle vom Staat

Als Berufseinsteiger 200 Euro extra erhalten

Jetzt, wo sich Ihr Kontostand stetig bessert, möchten Sie sich einfach mal etwas gönnen und nicht an später denken? Erst recht nicht an die Rente?

Allerdings lohnt sich ein Gedanke an die ferne Zukunft. Schließlich spielt Ihnen die Zeit in die Karten. Wer in jungen Jahren anfängt für später vorzusorgen, kann auch mit kleinen monatlichen Beträgen Großes bewirken. Gibt der Staat jährlich noch etwas dazu, lohnt es sich gleich doppelt. Bei einer Riester-Rente ist das der Fall. Berufseinsteiger unter 25 werden sogar mit 200 Euro zusätzlich belohnt.

Egal, ob Sie sich für die klassische Riester-Rentenversicherung entscheiden, der Rendite durch riestergeförderte Fonds einen größeren Antrieb verschaffen möchten oder lieber mit Riester Ihr Eigenheim finanzieren möchten - mit Riester sind Sie auf der sicheren Seite.

Welche Art von Rentenversicherung für Sie die Richtige ist, finden wir in einem gemeinsamen Gespräch mit Ihnen gerne heraus.

Riester-Förderung im Überblick

Die volle Zulage erhalten Sie, wenn Sie pro Jahr mindestens vier Prozent Ihres beitragspflichten Vorjahres-Bruttoeinkommens (mindestens 60 Euro bis maximal 2.100 Euro inklusive der Zulagen) sparen.

Riester-Zulagen pro Jahr Förderbetrag

Grundzulage

154 Euro
Berufseinsteigerbonus (einmalig)1)
200 Euro
Kinderzulage (vor 2008 geboren) 185 Euro
Kinderzulage (ab 2008 geboren) 300 Euro

Die Aufwendungen für die Riester-Vorsorge (Eigenbeitrag plus Zulagen) können Sie bis 2.100 Euro pro Jahr in Ihrer Einkommensteuererklärung als Sonderausgaben geltend machen.

1) Berufseinsteiger, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben

Wer kann die Riester-Zulage erhalten?

"Riestern" kann jeder, der in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert ist. Außerdem sind auch Beamte und Landwirte Riester-Zulage berechtigt. Auch nichterwerbstätige Eltern in der Phase der Kindererziehung können von der Förderung profitieren.

Darüber hinaus haben folgende Personen Anspruch auf Riester-Zulage:

  • geringfügig Beschäftigte, die in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen,
  • Bezieher von Arbeitslosengeld,
  • Eltern während der dreijährigen gesetzlichen Erziehungszeit,
  • pflichtversicherte Landwirte,
  • nicht erwerbsmäßig tätige Pflegepersonen, die der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung unterliegen und
  • pflichtversicherte Selbstständige.

Wichtige Ausnahmen sind:

  • Arbeitnehmer und Selbstständige, die nicht gesetzlich rentenversichert und/oder Mitglied einer berufsständischen Versorgungseinrichtung sind (zum Beispiel Architekten, Ärzte und Rechtsanwälte).
  • Geringfügig Beschäftigte, die keine Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung abführen.

Bei Verheirateten genügt es, wenn ein Partner die Voraussetzungen erfüllt und einen Riester-Vertrag abgeschlossen hat. Der andere Partner erhält für seinen eigenen Riester-Vertrag Zulagen, sofern er mindestens 60 Euro im Jahr als Beitrag leistet.

Wie beantrage ich die Riester-Zulage?

Um die staatliche Förderung zu erhalten, müssen Sie den ausgefüllten "Antrag auf Altersvorsorgezulage" innerhalb einer Frist von zwei Jahren bei Ihrem Riester-Anbieter einreichen. Damit bevollmächtigen Sie ihn, die Fördergelder jährlich für Sie bei der "Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen" (ZfA) zu beantragen. Die Vollmacht gilt bis auf Widerruf und muss bei Änderung der persönlichen Lebensumstände angepasst werden.
Ihr Riester-Anbieter leitet Ihre Daten an die Zulagenstelle (ZfA) weiter, die die Höhe der Zulagen ermittelt. Diese werden anschließend Ihrem Vertrag gutgeschrieben.

Was hat es mit der Steuerersparnis auf sich?

Sie können die Aufwendungen für die Riester-Vorsorge (Eigenbeitrag plus Zulagen) bis 2.100 Euro pro Jahr in Ihrer Einkommensteuererklärung als Sonderausgaben geltend machen. Das Finanzamt prüft im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung, ob der steuerliche Vorteil oder die Zulage für Sie die günstigere Variante ist. Ist die Steuerersparnis höher als die Zulage, wird der Differenzbetrag gutgeschrieben. So sparen Sie eventuell zusätzlich Steuern.

Muss ich bei Wohn-Riester Steuern zahlen?

Bei Wohn-Riester sind die geförderten Altersvorsorge-Beiträge durch die gewählten Zulagen und eine eventuelle Steuerersparnis in der Spar- und Darlehensphase steuerfrei gestellt. Als Besteuerungsgrundlage wird ein Wohnförderkonto gebildet. Dieses wird jährlich um eine "fiktive Wertsteigerung" von 2 Prozent bis zu Beginn der Auszahlphase erhöht. Der Saldo ist dann Grundlage für die nachgelagerte Besteuerung mit dem persönlichen Steuersatz und dient so der Gleichstellung von Geld- und Wohn-Riester-Verträgen.

Nachgelagerte Besteuerung bei Wohn-Riester heißt: Bereits heute profitieren und erst später Steuern zahlen. Wohneigentum ist die einzige Altersvorsorge, die bereits vor Rentenantritt erlebbar ist. Jede andere Rentenform, wie zum Beispiel die gesetzliche Rente oder Riester-Geldrente, sind erst bei Rentenantritt nutzbar.