Die exzellente Ausbildung bei der Berliner Volksbank – mit Auszeichnung

24.09.2015

Seit 1947 stellen wir in der Region jedes Jahr neue Ausbildungsplätze bereit und haben seither rund 3 000 Bankkaufleute ausgebildet. Aktuell wurden wir von der IHK Berlin für unsere "Exzellente Ausbildungsqualität" ausgezeichnet. Das haben wir uns zum Anlass genommen, mit zweien dieser 3 000 zu sprechen: Im Interview mit einem Vorstand und einer Auszubildenden im zweiten Ausbildungsjahr zum Thema Ausbildung bei der Berliner Volksbank.

Andreas Mertke, 1957 in Berlin geboren und Vorstand der Berliner Volksbank, betreut das Ressort Personal. Das Spannende: Herr Mertke hat seine Ausbildung zum Bankkaufmann von 1978 bis 1980 selbst bei der Berliner Volksbank gemacht und ist der Bank treu geblieben. Ein Grund für Social Media Manager Stefan Rombach, sich mit ihm zum Thema Ausbildung bei der Berliner Volksbank zusammenzusetzen.

Der Mitarbeiterausweis von Andreas Mertke aus dem Jahr 1979 als er seine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Berliner Volksbank gemacht hat.
Der Mitarbeiterausweis von Andreas Mertke aus dem Jahr 1979 als er seine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Berliner Volksbank gemacht hat.

Herr Mertke, Sie haben von 1978 bis 1980 Ihre Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Berliner Volksbank gemacht. Was können Sie jungen Leuten, die sich bei uns bewerben wollen oder gerade in der Ausbildung sind, für Tipps geben?

Also denen, die sich bewerben wollen, möchte ich gerne einen Tipp mitgeben: Bevor sie die Bewerbung abschicken, sollten sie sich im Klaren darüber sein, ob sie tatsächlich Spaß daran haben, mit Menschen umzugehen und zu arbeiten. Das ist auch der Kernpunkt unserer Arbeit – der positive Umgang mit Menschen.

Wenn man es dann geschafft und den Ausbildungsvertrag mit der Bank unterschrieben hat, gilt zu allererst, Loyalität gegenüber dem Arbeitgeber zu zeigen. Weiterhin sind Fleiß, Durchhaltevermögen, Einsatzbereitschaft und die Bereitschaft, Veränderungsprozesse mitzugehen, wichtig.

Gibt es etwas, zu dem Sie sagen, dass es schön gewesen wäre, wenn es das während Ihrer Zeit als Auszubildender schon gegeben hätte?

Es gibt in der Tat zwei Dinge, die mir sofort eingefallen sind. Ich hätte mich damals gefreut, wenn wir das duale Studium schon angeboten bekommen hätten. Weil es mir persönlich einfach die Möglichkeit gegeben hätte, dann auch mit dem Hochschulabschluss schneller fertig zu sein.

Das zweite Thema ist die Technik. Wir haben die Ausbildungsnachweise noch mit dem Füllfederhalter ausgefüllt. Und jede Hausarbeit ging so oft durch die Schreibmaschine, bis alle Blätter Tipp-Ex-frei vorlagen. Das ist heute schon ein erheblicher Komfort.

Was denken Sie, hat sich am meisten geändert? Und vielleicht können Sie auch vermuten, was sich in den nächsten Jahren in Bezug auf die Ausbildung noch ändern wird?

Also die wesentliche Änderung besteht darin, dass die Technik ganz viele Handgriffe übernommen hat, die früher von Menschen ausgeführt werden mussten. Insofern ist die Ausbildung zum Bankkaufmann zu meiner Lehrzeit eher die Ausbildung zu einer Sachbearbeitungsexpertise gewesen. Wohingegen wir heute tatsächlich die Expertise in der ganzheitlichen Beratung ausbilden. Und das wird die noch ausstehende und ganz wesentliche Veränderung sein. All die Tätigkeiten mit denen wir Daten von einem Menschen, der sie uns erzählt hat, hin zu einem Gerät transportieren, werden in der Zukunft wegfallen. Jeder von uns bringt zunehmend die Bereitschaft auf, Daten, die für einen Vorgang notwendig sind, selber in irgendeinem System zu erfassen.

Das kann man leicht nachvollziehen. Man muss nur mal sehen, wie es heute läuft, wenn einmal im Jahr das Ablesen des Stromzählers ansteht. Ich würde sagen, 80 Prozent der Menschen tragen den Zählerstand online auf der Erfassungsmaske der Netzgesellschaft selbst ein. Die nächste Stufe ist wahrscheinlich eine, bei der man den Zählerstand abfotografiert und irgendwohin schickt.

Das ist natürlich in unserer Branche überhaupt nicht anders. Die Aufgaben werden sich immer mehr hin zu der Schnittstelle Mensch zu Mensch verlagern, also zur Beratung. Das bedeutet für uns, mit Intelligenz das übersetzen zu können, was der Kunde uns im Gespräch erzählt. Wenn wir gut zugehört haben, können wir all das transferieren, um es dann in die richtigen Produkte und Anlagestrategien umzusetzen. So wird der Kunde über alle Lebensphasen hinweg von uns als Bank vernünftig betreut.

Wir wurden von der IHK Berlin als erste Bank in Berlin für exzellente Ausbildung ausgezeichnet. Was macht für Sie die Ausbildung in unserem Hause so exzellent?

Ich denke, es ist die Grundeinstellung, mit der wir den jungen Menschen, die hier die Ausbildung bei uns beginnen, entgegentreten. Da steckt natürlich die große Erwartung dahinter, tatsächlich den potentiellen Nachwuchs für  zukünftige Führungsaufgaben zu finden.

Wir haben eine sehr menschennahe Ausbildung organisiert. Unsere Ausbilder arbeiten in der Tat sehr dicht an den Auszubildenden, betreuen sie weit über das fachliche hinaus. Im Zweifel auch mal in persönlichen Dingen. Und so kommt es vor, dass Auszubildende auch ein Stück Lebensberatung erhalten.

Wir  bilden mit dem Ziel aus, jungen Menschen die Grundfähigkeit zu vermitteln, aus eigener Kraft erfolgreich zu sein. Und das ist, denke ich, der wesentliche Punkt: Wir wollen keine Sachbearbeitungsmaschinen und wir wollen keine „Produktverklopper“. Wir wollen Menschen, die mit ihrer intellektuellen Kraft in einem möglichst hohen Maße eine selbstständige Arbeit leisten – im Sinne dessen, was wir uns als Unternehmen zum Ziel gesetzt haben.

Die Berliner Volksbank wurde als erste Bank in Berlin von der IHK Berlin für ihre “Exzellente Ausbildungsqualität” ausgezeichnet
Die Berliner Volksbank wurde als erste Bank in Berlin von der IHK Berlin für ihre “Exzellente Ausbildungsqualität” ausgezeichnet

Als Auszubildender verdient man ja in der Regel zum ersten Mal sein eigenes Geld. Können Sie sich daran erinnern, was Sie sich davon geleistet haben?

Ich kann mich sehr gut daran erinnern. Ich habe mir einen Parker-Füllfederhalter gekauft. Ich fand, dass die Ausbildungsnachweise wahrscheinlich mit Füllfederhalter geschrieben viel schöner aussehen. Während meiner ganzen Schulzeit wollte ich gerne einen haben. Aber der war sozusagen jenseits meiner finanziellen Möglichkeiten. Mit der ersten Ausbildungsvergütung ging das dann.

Haben Sie den Füllfederhalter noch?

Den hab ich noch.

Herr Mertke, vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, um das Interview zu führen.

In der Berliner Volksbank gibt es keine Berührungsängste zwischen Vorstand und Auszubildenden – bei uns lernt die ältere Generation sogar gerne von der jüngeren. Hier zeigt die Auszubildende Nathalie Koch unserem Vorstand Andreas Mertke, wie man ein gutes Selfie macht.
In der Berliner Volksbank gibt es keine Berührungsängste zwischen Vorstand und Auszubildenden – bei uns lernt die ältere Generation sogar gerne von der jüngeren. Hier zeigt die Auszubildende Nathalie Koch unserem Vorstand Andreas Mertke, wie man ein gutes Selfie macht.

Nathalie Koch ist 20 Jahre alt und macht mit ihrer Zwillingsschwester Nadine seit August 2014 eine Ausbildung zur Bankkauffrau bei der Berliner Volksbank. Ihr Schwerpunkt ist Immobilienmanagement. Sie hat sich ebenfalls etwas Zeit für unseren Social Media Manager Stefan Rombach genommen und ihm ein paar Fragen zur Ausbildung bei der Berliner Volksbank beantwortet.

Nathalie, deine Bewerbung ist ja noch nicht allzu lange her. Kannst du anderen jungen Leuten, die sich bei uns bewerben wollen oder denjenigen, die gerade im August ihre Ausbildung angefangen haben, ein paar Tipps geben?

In der Bewerbung ist es gut, sehr aufgeschlossen zu sein und nicht zu streng zu schreiben. Und wenn man hier anfängt, sollte man einfach lernfreudig und freundlich sein und immer offen auf die Kollegen zugehen. Dann klappt das alles eigentlich schon.

Aber man sollte immer darauf achten, sich in gewissen Momenten auch zurückzuhalten und zum Beispiel nicht gleich das „Du“ anbieten. Besser ist es, alles auf sich zukommen lassen und immer seine Hilfe anzubieten.

Hast du Tipps für das Vorstellungsgespräch?

Es ist gut, ehrlich und freundlich zu sein. Zu viel Privates sollte man nicht von sich erzählen. Auf jeden Fall sollte man seine Stärken zeigen, aber auch nicht zu überzeugt von sich selbst sein. Es ist positiv, wenn man seine Schwächen kennt, also zum Beispiel, dass man manchmal zu zielstrebig und zu motiviert ist. Wenn man das mit einem Lächeln erklärt, mögen die, die einem gegenüber sitzen, das ganz gerne.

Wir haben Herrn Mertke dieselben Fragen gestellt. Er hat ja von 1978 bis 1980 auch seine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Berliner Volksbank gemacht und ist jetzt im Vorstand. Das ist schon etwas länger her. Was hat sich von damals zu heute geändert?

Ich könnte mir vorstellen, dass die Ausbildung strukturierter und abwechslungsreicher geworden ist. Zum Beispiel wechseln wir öfter die Filialen. Ich weiß nicht, ob es früher schon üblich war, verschiedene Standorte zu besuchen.

Oder die Qualifizierungsphasen, die wir haben, so wie zum Beispiel Baufinanzierung und Geldanlage. Zu diesen Themen besuchen wir viele Seminare und haben dadurch den engen Kontakt zu den Verbundpartnern, wie zu Union Investment und zu der Bausparkasse.

Vielleicht lernt man auch ein bisschen mehr als früher, weil es zum Beispiel durch Online-Banking und Co. viel mehr Möglichkeiten gibt. Ich denke, die Ausbildung ist einfach umfangreicher geworden als es früher war.

Und denkst du, dass es auch im technischen Bereich viele Veränderungen gab?

Ja, denn es wird heutzutage einfach alles nur noch über den Computer gemacht. Formulare werden sogar über dieses PenPad unterschrieben. Und ich kann mir vorstellen, dass wir die Beratung irgendwann einmal mit den Kunden am Computer führen. Die sitzen dann bei sich zuhause oder vielleicht im Büro und müssen für einige Themen gar nicht mehr zu uns kommen. Da wird sich bestimmt noch einiges ändern.

Im August 2014 haben Nathalie Koch (9. v. l.) und Ihre Zwillingsschwester Nadine (8. v. r.) die Ausbildung zur Bankkauffrau bei der Berliner Volksbank begonnen.
Im August 2014 haben Nathalie Koch (9. v. l.) und Ihre Zwillingsschwester Nadine (8. v. r.) die Ausbildung zur Bankkauffrau bei der Berliner Volksbank begonnen.

Was wird sich in Zukunft bei der Ausbildung ändern? Du bist ja jetzt schon über ein Jahr dabei.

Vielleicht, dass man noch mehr von der Bank sieht und man noch mehr in andere Bereiche kommt, die man bisher gar nicht wirklich kennenlernt – zum Beispiel das AuslandsCenter. Auch PrivateBanking ist derzeit kein Ausbildungsbereich. Aber die, die sich sehr gerne mit Geldanlage beschäftigen, würden bestimmt auch in diese Bereiche reinschnuppern. Vielleicht gibt es die Möglichkeit noch, bevor wir die Ausbildung abschließen.

Wie du ja sicherlich weißt, wurden wir von der IHK Berlin als erste Bank in Berlin für exzellente Ausbildung ausgezeichnet und haben da auch ein richtiges Siegel bekommen. Was macht für dich die Ausbildung bei uns so gut und so interessant?

Auf jeden Fall, dass sie so klar strukturiert ist und ich ganz genau weiß, wann ich was lerne und wie ich mich vorbereiten kann.

Die Ausbilderinnen, Frau Hach und Frau Fleck, arbeiten sehr gut mit den Standorten zusammen, sodass einfach alles miteinander übereinstimmt. Wir kommen zum Beispiel nicht in einen Standort, an dem die Kollegen gar nichts von uns wissen oder keine Lust auf Auszubildende haben. Es harmoniert wirklich alles miteinander. Und wenn man einmal ein Problem hat, kann man zum Standort und zu seiner Ausbilderin gehen. Die sind jederzeit für uns da.

Gut finde ich auch, dass es Seminare gibt, bevor man in die Phasen mit Anlage und Bausparen oder eben Baufinanzierung kommt. Dadurch werden wir immer sehr gut vorbereitet. Auch in der Schule wird von der Ausbildungsabteilung darauf geachtet, dass wir gut sind, schon bevor wir die Prüfungen haben, damit wir nicht in ein Loch fallen. Es greift irgendwie alles ineinander.

Wie sind eure Ausbildungsphasen geplant?

Am Anfang sind wir fast ein Jahr im Privatkunden-  und Servicebereich. Dann kommt es darauf an, welche Zusatzqualifizierung man wählt. Wir im Immobilienmanagement wechseln dann für ein gutes halbes Jahr in die Baufinanzierung und danach geht es in die Anlage.

Als Auszubildender verdient man ja in der Regel zum ersten Mal sein eigenes Geld. Kannst du dich daran erinnern, was du dir davon geleistet hast?

Als Mädchen natürlich schöne Schuhe und schöne Taschen. Dinge, die man sich vorher nicht leistet, die einfach mal ein bisschen teurer sind. Also ja, Schuhe und Taschen.

Ich finde, dass man hier als Auszubildende sehr gut verdient, im Gegensatz zu anderen Ausbildungsberufen.

Nathalie, schön, dass du mir die vielen Fragen beantwortet hast – danke dir!