Mit dem Großstadtsofa on Tour

26.08.2016

"Mitgliedschaft? Was ist das eigentlich?" so lautete 2014 der Aufruf zum XPLAIN-Clip-Wettbewerb der Berliner Volksbank an Studentinnen und Studenten von Hochschulen und Universitäten in Berlin und Brandenburg. Einer der Sieger-Clips "Großstadt-Cocktail" bediente sich der faszinierenden Inspirationsquelle Berlins und zeigte anschaulich die genossenschaftliche Idee "Was einer nicht schafft, das schaffen viele!". Ein Sofa spielte hier eine Nebenrolle. Und diesem Sofa hat die Berliner Volksbank eine neue Funktion verliehen. Es besucht junge, engagierte Projekte, die sich aktiv miteinander und füreinander in Communitys engagieren – ganz im Sinne der genossenschaftlichen Idee "Was einer allein nicht schafft, das schaffen viele" . Das können Selbsthilfe-Initiativen und Patenschaftsprogramme, Netzwerke mit Künstlern, Studenten und Kommunikatoren u. a., besonderes Engagement im Bereich Bildung, Kultur, Ernährung und Sport sowie lokale, nachbarschaftliche Initiativen und Kommunikationszentren in den Kiezen sein. Diese Projekte können sich fürs Großstadtsofa unter junge.berliner-volksbank.de/grossstadtsofa-on-tour bewerben.

Die ausgewählten Projekte erhalten von den über 150.000 Mitgliedern der Berliner Volksbank symbolisch 1 Cent je Mitglied und somit eine finanzielle Unterstützung von insgesamt 1.500 Euro. Die Projekte erhalten Besuch vom „Großstadtsofa“ und  können ihr  Projekt vorstellen. Diese Geschichte wird in einem Film und einer Fotostory erzählt.

Aus den Bewerbungen hat die Berliner Volksbank für 2016 zwei Projekte ausgewählt, die nach ihrer Meinung viel mehr Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit verdienen, um weitere Unterstützer zu gewinnen:

Hock ’n’ Roll in Friedrichshain

Im Juni 2016 besuchte die Berliner Volksbank mit dem Großstadtsofa das Projekt Sporthocker Akrobatik der Brüder Michael und Stephan Landschütz. Was mit einem Party-Spaß begann, haben die beiden zu einer Geschäftsidee weiter entwickelt. Die beiden Industrie-Designer gestalten, produzieren und verkaufen in ihrem Ladengeschäft Sporthocker. Hierfür haben sie bereits einige Auszeichnungen fürs Design erhalten.

Der Sporthocker ist für die Brüder täglicher Begleiter und sie haben unzählige Tricks damit erprobt und erfinden weiterhin immer wieder neue. Mit ihrer Begeisterung für dieses vielfältige Sportgerät wollen sie anstecken und führen jeden Freitagabend in der Georg-Weerth-Schule‎ in Friedrichshain einen zweistündigen Workshop für Jugendliche durch. Bei diesen Workshops wollen sie Balance, Motorik und soziale Kompetenzen fördern. Genauso wichtig ist aber auch die Stärkung von Selbstvertrauen, Gruppengefühl und Teamgeist.

Hier geht es zum Film.

Sporthocker Akrobatik
Sporthocker Akrobatik

Mode upcyclen statt neu kaufen

Die beiden Modebotschafterinnen, Sigrid Münzberg und Katalin Németh haben eine Mission. Das zweite Projekt Sekundär Schick will zu einem bewussten Umgang mit Mode und dem Kauf von Kleidungsstücken anregen. Die beiden Designerinnen nahmen im Juni 2016 auf dem Großstadtsofa Platz um von ihrem Projekt zu erzählen. Beim Upcycling entstehen aus abgelegten Kleidungsstücken neuwertige Produkte. Ganz im Sinne aus alt mach neu hinterfragen die beiden die Notwendigkeit von immer wieder neuen Mode-Konsum. In Workshops zeigen Sigrid Münzberg und Katalin Németh den Teilnehmern wie man abgelegte Kleidungsstücke in neue Lieblingsstücke verwandeln kann. Die alte Jeans wird so ganz schnell mal zu einer Tasche oder einem Beutel. Hierbei entstehen neue Lieblingsstücke, die modische Trends überdauern. Auch der regelmäßig stattfindende Kleidertausch ist eine Alternative, um seinen Kleiderschrank neu zu bestücken statt neu zu kaufen.

Hier geht es zum Film.

Sekundär Schick
Sekundär Schick

Das Großstadtsofa on Tour geht weiter

Das Großstadtsofa möchte weiter interessante Projekte besuchen und diese so bekannt machen. Also bitte weitersagen oder gleich selbst bewerben: junge.berliner-volksbank.de/grossstadtsofa-on-tour

Weitere Informationen

Bildnachweis: © Lidia Tirri