Preiserhöhungen beim PrivatGiro

10.02.2017

Das private Girokonto ist so etwas wie das Herzstück der persönlichen Finanzen. Dort gehen Gelder ein, Lastschriften werden gebucht, Daueraufträge laufen lautlos im Hintergrund und vieles mehr. Wenn am Girokonto Änderungen vorgenommen werden oder gar Preise erhöht werden, sind die meisten Kontoinhaber nicht gerade begeistert. Verständlich, finden wir! - Warum nur macht die Bank das? Ist das wirklich notwendig?

Die Niedrigzinsphase dauert und dauert

Vor einigen Jahren war es noch möglich: Banken konnten die Kosten für die Kontoführung mit Erträgen aus Kundenguthaben ausgleichen. Das geht jetzt nicht mehr, und daran gibt es einfach nichts zu rütteln: Alle Banken müssen auf die anhaltende Niedrigzinsphase reagieren. - Was genau steckt dahinter? Jede Bank ist gesetzlich dazu verpflichtet, überschüssige Gelder, die nicht in Form von Krediten abgerufen werden, bei der Europäischen Zentralbank (EZB) anzulegen. Die EZB erhebt mittlerweile einen negativen Einlagenzinssatz. Jede Bank muss nun für die bei der EZB hinterlegten Guthaben etwas bezahlen, statt wie früher Zinsen dafür zu bekommen. Wie reagiert die Berliner Volksbank darauf? Sie nimmt Veränderungen an den Kontomodellen vor. Aus gutem Grund setzen wir genau da an. Es ist die angemessenste Möglichkeit, auf die aktuelle Finanzsituation zu reagieren. Die Kosten für die Führung eines Kontos können wir schon seit längerer Zeit nicht mehr mit Erträgen ausgleichen. Wir alle müssen uns daran gewöhnen, dass die Kontoführung eine Leistung ist, die einen Preis hat. Und von einem Service, der etwas kostet, darf man zu Recht auch etwas erwarten.

Eine Genossenschaftsbank hat eine höhere Verantwortung

Eine genossenschaftlich organisierte Bank ist ihren Mitgliedern und nicht anonymen Kapitalgebern (Aktionären) oder gar dem Staat gegenüber (Sparkassen) verpflichtet. Würde eine Genossenschaftsbank Verluste machen, müssten das die Mitglieder ausbaden. Das kommt für uns auf gar keinen Fall infrage! Deshalb suchen wir stets in allen Situationen nach der allgemein bestverträglichen Lösung für unsere Mitglieder und Kunden.

Und als nächstes?

Das Girokonto ist ein Produkt, das sich wie jedes andere Produkt auch für das Unternehmen rechnen muss. Für manche von unseren Kunden bedeutet dies z. B. eine Preiserhöhung um monatlich 2,90 Euro. Für andere wiederum, die in ein anderes Kontomodell wechseln oder Mitglied bei uns werden, bedeutet das eine Erhöhung um nur 90 Cent pro Monat.

Auch die Leistungen rund ums Konto verursachen jeder Bank Kosten: Ausdrucke am Kontoauszugsdrucker sind natürlich kostenintensiver als ein elektronischer Kontoauszug. Das Gerät, die Wartung, das Papier, der Toner, ja selbst der Platz, an dem ein Kontoauszugsdrucker aufgestellt ist – all das bedeutet Ausgaben. Daher kosten bei uns Ausdrucke am Drucker z. B. im Kontomodell Aktiv 0,50 Euro. Auch die Services, die über die Kasse in einer Geschäftsstelle angeboten werden, bedeuten einen hohen Kostenaufwand: Personal, Sicherheit, Öffnungszeiten, Miete usw. – da ist es nur logisch, dass wir z. B. Auszahlungen an der Kasse bepreisen müssen.  

Es gibt auch ein kostenfreies Konto

Kostenlos ist das Konto für junge Leute von 0 bis 30 – ein echter Grund zur Freude. Alle Services rund um das Junge Konto sind gratis (Ausnahme: wenn Kontoauszüge per Post gewünscht werden); es wird überhaupt keine Kontoführungsgebühr fällig und es sind keine Nachweise wie Studienbescheinigungen mehr nötig. Damit entlasten wir alle jungen Menschen und ermöglichen ihnen einen wirklich einfachen Start ins Leben, in die Ausbildung und in den Beruf. Auch die große weite Welt kommt nicht zu kurz: Ab 13 Jahren erhält jeder Kontoinhaber eine aufladbare Kreditkarte, mit der er im Ausland kostenfrei Geld abheben kann. Obendrauf gibt es Rabatte bei Reisebuchungen und Reiseversicherungen, die wirklich Sinn machen.

Wir bleiben in der Fläche

Auf den ersten Blick scheint das Gegenteil der Fall zu sein: Geschäftsstellen werden zusammengelegt, Öffnungszeiten ändern sich. Dennoch werden wir für Sie schon Ende 2017 mit mehr Standorten in der Fläche vertreten sein als bisher – Tendenz steigend! Unser neues Filialkonzept sieht zahlreiche SB-Standorte vor und bündelt die beratungsintensiven Leistungen in personell stark besetzten Geschäftsstellen. Parallel dazu bauen wir für Sie die telefonischen und digitalen Services aus. Das alles entspricht dem veränderten Nutzerverhalten unserer Mitglieder und Kunden, das wir seit längerem aufmerksam beobachten und analysiert haben. So wünschen sich z. B. die meisten Mitglieder und Kunden umfangreiche Möglichkeiten im digitalen Banking, damit sie auf den Gang zur Filiale verzichten können. Schon jetzt steht 500 digitalen Banking-Aktivitäten 1 Besuch in der Filiale gegenüber. Merken Sie, wohin die Reise geht?

Alles digital oder was?

Falls Sie ab und zu U-Bahn fahren: Mindestens jeder zweite Fahrgast schaut auf sein Smartphone oder tippt etwas hinein. Viele Dinge werden mittlerweile vom Smartphone, Tablet oder Laptop aus erledigt: Bestellungen, Einkäufe, Abos verwalten, Briefe (E-Mails) schreiben, Informationen einholen usw. Das gilt auch für alle Aktionen rund ums Bankkonto. Immer mehr Kunden nutzen die Möglichkeiten außerhalb der Filiale, um ihre Bankgeschäfte zu erledigen. Das kann eine Überweisung von zuhause aus sein oder der schnelle Überblick über Kontobewegungen via App oder auch die Nutzung unseres Telefonservices, über den sich auch fast alle kontobezogenen Dinge erledigen lassen. Warum tun das mittlerweile so viele? Weil es leicht ist, sehr schnell geht, rund um die Uhr verfügbar ist, sicher ist und sogar Spaß macht. Unsere Mitglieder und Kunden behalten einen viel besseren Überblick über die eigenen Finanzen und können ihre Kontobewegungen besser steuern. Wir können passend zu dieser Vorliebe fürs Digitale ein günstiges Kontomodell anbieten: das PrivatGiro Direkt. Bei diesem Konto ist es übrigens ganz egal, ob der Inhaber einen monatlichen Geldeingang von 1.250 Euro hat oder nicht.

Apropos Sicherheit

Da liegen wir ganz vorn. Das Handelsblatt hat getestet, wie sicher das Online-Banking der verschiedenen Geldinstitute ist. Die Berliner Volksbank ist auf den vorderen Plätzen gelandet. Denn wir nutzen stets die neueste Technik, entwickeln uns ständig weiter und investieren in die sichersten Anwendungen. Und wir lassen niemanden beim Online-Banking allein: Wir geben ausführliche Sicherheitshinweise und Hilfestellungen (beispielweise in Form von Service-Videos), damit Internetbetrüger bei Ihnen keine Chance haben.

Zusammen ist man weniger allein

Die Gründer der Volksbanken Raiffeisenbanken Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze-Delitzsch haben es so formuliert: "Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele." Das ist auch heute so. Deshalb werden wir nicht müde, für die Mitgliedschaft bei der Berliner Volksbank zu werben. Jedes Genossenschaftsmitglied ist ein Teil der eigenen Bank. Hoch attraktiv ist außerdem die jährliche Dividende für jedes Mitglied. Werden Sie Anteilseigner bei Ihrer eigenen Bank! Sie haben durch gewählte Vertreter ein Mitspracherecht bei Ihrer Bank. Fragen Sie einmal einen der 531 Vertreter der Berliner Volksbank! Und dann vielleicht später: Willkommen im Club!