Wer erhält eine Schufa-Auskunft?

31.01.2011

Im ersten Teil "Was weiß die Schufa über Sie?" haben Sie erfahren, was die Schufa über Sie weiß und woher diese Informationen kommen. Natürlich ist keinem wohl bei dem Gedanken, dass jemand Daten einsehen könnte, der dazu nicht befugt ist. Diese Gefahr besteht jedoch nicht.

Vertragspartner erhalten nur Auskunft, wenn ein berechtigtes Interesse zugrunde liegt. Die Schufa informiert in diesem Fall über positive und negative Merkmale. Informationen über Kundenbeziehungen zu anderen Vertragspartnern (z. B. Kreditinstitute, Leasingunternehmen, Telekommunikationsanbieter, Versand- und Handelshäuser sowie Energieversorger) werden nicht weitergegeben. Nur in bestimmten Fällen ist die Schufa verpflichtet Auskunft zu erteilen. Dies kann z. B. bei Anfragen der Staatsanwaltschaft.

Unternehmen möchten Sie als Kunden gewinnen

Verständlicherweise möchten sich die Unternehmen aber auch vor möglichen Zahlungsausfällen absichern. Sie wiederum möchten schnell Ihre bestellte Ware erhalten. Beides wird ermöglicht durch das Scoring-Verfahren. Beim Scoring wird anhand von gesammelten Erfahrungen eine möglichst zuverlässige und objektive Prognose für die Zukunft erstellt.

Sie können Ihre bei der Schufa gespeicherten Daten jederzeit einsehen.

Score-Werte, die zu Verbrauchern berechnet werden, basieren auf den zur Person bei der SCHUFA gespeicherten Daten und die Sie in Ihrer Eigenauskunft sehen. Zu den gespeicherten Informationen zählen z. B. die Anzahl und Art der Kreditaktivitäten, etwaige Zahlungsausfälle oder Informationen darüber, seit wann Sie schon Erfahrungen im Umgang mit Kreditgeschäften gesammelt haben. In SCHUFA-Scores gehen standardmäßig keine Daten dazu ein, ob es sich um eine "gute" oder "weniger gute" Wohngegend handelt.

Privatleute erhalten Auskunft über Firmen

Die Schufa bietet Privatleuten auch die Möglichkeit, Schufa-Auskünfte über Firmen einzuholen. Das ist z. B. sinnvoll für Bauherren, die sich vorher über die Bonität von Handwerkern und andere mit dem Bau beauftragte Unternehmen informieren möchten. Nach einer kostenpflichtigen Registrierung erhält man über 12 Monate lang über ein Ampelsystem Signale zur Zahlungsfähigkeit

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