4.126 neue Mitglieder

Mit 64 Millionen zusätzlichem Eigenkapital und weiteren 40 Millionen Substanz weiter gestärkt

24.04.2013 - Die Berliner Volksbank hat das Geschäftsjahr 2012 erfolgreich abgeschlossen. "Wir konnten das Geschäft mit unseren Kunden weiter ausbauen", berichtet Dr. Holger Hatje, Vorstandsvorsitzender der Berliner Volksbank, und ergänzt: "Dabei haben wir unsere strengen Qualitätsansprüche fest im Blick. Das erneut gestiegene hochwertige Kreditvolumen versetzt uns in die komfortable Lage, stille Reserven in Höhe von 24,6 Millionen Euro als Vorsorge für die Zukunft zu bilden. Dass sich die Berliner und Brandenburger bei uns sicher fühlen, belegt das um 356 Millionen gestiegene Einlagenvolumen."

Dr. Holger Hatje bei der Bilanzpressekonferenz

106.333 Mitglieder, davon 4.126 neue, vertrauen nachhaltig in das genossenschaftliche Geschäftsmodell der Bank und stellen 63,9 Millionen Euro frisches Eigenkapital zur Verfügung. "Wir werden die Mitgliedschaft noch stärker in den Mittelpunkt der Kundenbeziehung stellen. Nach den neu gestalteten Geschäftskonten wird es weitere Angebote nur für Mitglieder geben", so Dr. Hatje.

Den Mitgliedern und Eigentümern der Bank sollen im Mai 12,4 Millionen Euro als Dividende ausgeschüttet werden. "Bei einem anhaltend niedrigen Zinsniveau am Kapitalmarkt können wir nicht garantieren, auch künftig eine Dividende in Höhe 4 Prozent zu zahlen", prognostiziert Dr. Hatje.

Um Kundenwünschen besser, schneller und unkomplizierter gerecht zu werden, investiert die Bank weiter in neue Technik und verbesserte Geschäftsprozesse. 2012 wurden neun Standorte räumlich vereint oder geschlossen sowie Öffnungszeiten einzelner Filialen angepasst. "Der Bankalltag hat sich stark verändert", erklärt Dr. Hatje die notwendigen Veränderungen und ergänzt: "Zum einen hat sich das Tätigkeitsfeld der Berater, zum anderen die Nachfrage nach Bankdienstleistungen gewandelt. Heute sehen sich Kunde und Berater seltener, aber wenn man sich trifft, dann intensiver." Änderungen im Filialnetz sind auch für das laufende Jahr geplant, die sozialverträglich umgesetzt werden sollen. Dafür hat die Bank vorsorglich weitere Rückstellungen in Höhe von 15,4 Millionen Euro gebildet.

Geschäftsentwicklung 2012

Das Zinsergebnis stabil zu halten war 2012 eine besondere Herausforderung für die gesamte Branche und die Berliner Volksbank. Trotz des niedrigen Zinsniveaus und des erhöhten Margendrucks ist es der Bank erneut gelungen, auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken zu können.

Durch ein um 2,7 Prozent verringertes Zinsergebnis reduzierte sich der Rohüberschuss der Bank auf 329,8 Mio. Euro.

Der Provisionsüberschuss der Bank beträgt 90,9 Mio. Euro und konnte im Vergleich zum Vorjahreswert von 91,2 Mio. Euro nahezu gehalten werden. Die Vermittlung von Produkten der genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken war erneut ein wesentlicher Erfolgsfaktor.

Der Verwaltungsaufwand der Bank inklusive Abschreibungen erhöhte sich um 33,2 Mio. Euro auf 293,5 Mio. Euro. Diese Steigerung ist auf Sondereffekte im Personalaufwand zurückzuführen. Neben Rückstellungen für sozialverträgliche Maßnahmen zur nachhaltigen Kostenreduzierung, wurden die aus der Vergangenheit vor Änderung durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) bestehenden Deckungslücken für die betriebliche Altersvorsorge geschlossen. Ohne Sondereffekte bewegt sich der Personalaufwand nahezu auf Vorjahresniveau.

Im Ergebnis reduzierte sich das operative Ergebnis der Bank auf 36,3 Mio. Euro. Ohne die Sondereffekte im Personalaufwand wäre nahezu das Vorjahresergebnis erreicht worden, wie die kaum veränderte Aufwands-Ertrags-Relation (CIR) in Höhe von 78,5 Prozent (Vorjahr 77,7) zeigt.

In Anspruch genommene Kundenkredite stiegen um 4,6 Prozent auf 6,2 Mrd. Euro. Dass die Bank bei der Kreditvergabe konsequent die Qualität vor die Quantität stellt, schlägt sich seit Jahren in einem geringen Bedarf an Netto-Risikovorsorge nieder. Dem geringen Aufwand vom Vorjahr in Höhe von 3,2 Mio. Euro steht 2012 eine Nettoauflösung in Höhe von 5,9 Mio. Euro gegenüber. Ein weiterer Grund für diese Entwicklung ist eine stärker als der Bundesdurchschnitt gewachsene Berliner Wirtschaft. Im Ergebnis konnte die Bank vorsorglich gebildete Einzel- und Pauschalwertberichtigungen auflösen.

Auch die Kundeneinlagen konnten um 4,4 Prozent auf 8,4 Mrd. Euro gesteigert werden. Diese erhöhten sich wie im Vorjahr vor allem bei den täglich fälligen Einlagen, während sich die Spareinlagen mit vereinbarter Laufzeit verringerten.

Das Eigenkapital der Bank konnte maßgeblich durch die Zeichnung weiterer Genossenschaftsanteile und neu gewonnener Mitglieder um insgesamt 68,7 Mio. Euro gestärkt werden.

Neben einer Erhöhung des Kernkapitals konnte die Substanz der Bank durch Zuführung zu den Vorsorgereserven nach § 340f HGB um 24,6 Mio. Euro weiter gestärkt werden.

Vom Bilanzgewinn (15,6 Mio. Euro gegenüber 13,5 Mio. Euro im Vorjahr) werden 12,4 Mio. Euro der Vertreterversammlung als Dividende und 3,2 Mio. Euro als Zuführung zu den Rücklagen vorgeschlagen.

Ausblick

In das Geschäftsjahr 2013 ist die Berliner Volksbank erfreulich gut gestartet. Vor allem im Kreditgeschäft ist die Nachfrage enorm hoch und die Berliner Volksbank steht der regionalen Wirtschaft nachhaltig als solider Finanzierungspartner zur Seite und trägt ihren Teil für neue Arbeitsplätze in Berlin und Brandenburg bei.

Die Berliner Volksbank betreut 610.000 Privat- und Firmenkunden in 120 Standorten und beschäftigt 2.142 Mitarbeiter, darunter 81 Auszubildende.