Siegerehrung bei "Sterne des Sports" in Silber in Berlin

Wir sitzen alle im selben Boot

18.10.2013 - Um die "Sterne des Sports" in Silber bewarben sich in diesem Jahr 45 Berliner Vereine. Der Wettbewerb wurde zum achten Mal von der Berliner Volksbank und dem Landessportbund Berlin ausgerufen. In diesem Jahr siegte ein traditioneller Segelverein aus Spandau in der Kategorie Familie.

Am 17. Oktober trafen sich die Sportler, Trainer und Repräsentanten der sechs nominierten Vereine in der Zentrale der Berliner Volksbank mit den Vertretern der Bank, des Landessportbundes, darunter Präsident Klaus Böger und den Sternpaten Christian Schulz und Thomas Schellenberg zur Siegerehrung. Der Spandauer Wander-Segler-Verein 1922 gewann mit seinem Projekt "Wir bauen ein Boot" den Großen "Stern des Sports" in Silber und qualifiziert sich damit für den Großen "Stern des Sports" in Gold, der auf Bundesebene gekürt wird.

Tanja Müller-Ziegler, Vorständin der Berliner Volksbank, hob besonders "die integrative und teamfördernde Arbeit der vielen ehrenamtlichen Trainer, Betreuer und Vereinsmitglieder" hervor. "Ihren Beitrag zum gesellschaftspolitischen Leben in dieser Stadt, in den 2.000 Sportvereinen Berlins, wollen wir mit den ausgewählten Vereinen beispielhaft würdigen."

Gabriele Wrede, Vizepräsidentin des Landessportbund Berlin, wies auf die Qualität der Bewerbungen hin und hob hervor, "dass es vor allem für die kleineren Vereine wichtig ist, auch über Bewerbungen bei Wettbewerben wie diesen auf sich aufmerksam machen zu können, auch wenn dies wiederum sehr viel ehrenamtliche Arbeit mit sich bringt."

Unsere Sieger - Wander-Segler-Verein 1922 aus Spandau

Die Sieger - Wandler-Segler-Verein 1922

Der Wander-Segler-Verein 1922 aus Spandau ist ein zahlenmäßig kleiner Verein mit 80 Mitgliedern. Umso beachtlicher ist das Siegerprojekt: An 18 Wochenenden bauten 20 Kinder und Jugendliche des Vereins mithilfe älterer Vereinsmitglieder einen Robinson Kutter aus Holz, der inzwischen auch für das Training genutzt wird.

Der familienfreundliche Verein legt großen Wert auf generationenübergreifendes Vereinsleben und das spielerische Heranführen von Kindern an den Segelsport. Mit dem Preisgeld von 4.000 Euro möchte der Verein die Winteraktion 2013/2014 finanzieren. Dann arbeiten junge und erfahrene Segler wiederum gemeinsam mit Stichsäge und Leim für den Erhalt ihrer Vereinsboote.

Platz 2 der „Sterne des Sports“ geht nach Treptow-Köpenick an den PSV Olympia Berlin e. V.

Platz 2 - PSV Olympia Berlin e.V.

Er bewarb sich in der Kategorie Gesundheit und Prävention mit dem Projekt "Judo als Gesundheitssport". Der Verein PSV Olympia Berlin e. V. wurde 1990 gegründet und zählt heute über 2.300 Mitglieder. Die "stärkste" Abteilung ist Judo mit über 1.100 Mitgliedern. Allein in dieser Sparte sind 46 Trainer im Einsatz.

Der Verein wirbt für die breite Anerkennung von Judo als Gesundheitssport. Sein bislang wichtigster Erfolg: 2012 wurde das judospezifische "JaGs©" mit dem Qualitätssiegel des Deutschen Olympischen Sportbundes "Sport pro Gesundheit" ausgezeichnet. "JaGs©" will vor allem Neu- und Wiedereinsteiger für den Judosport gewinnen und der sprichwörtlichen "Couchpotato" eine spannende und gesunde Alternative bieten. Inzwischen gibt es vier Trainingsgruppen, in denen Männer und Frauen zusammen trainieren.

Über den dritten Platz freuen sich die Initiatoren des Vereins Seitenwechsel aus Friedrichshain-Kreuzberg

Platz 3 - Verein Seitenwechsel

1988 gegründet, schafft der Verein "Seitenwechsel" heute für über 700 Sportbegeisterte in 20 Sportgruppen die Voraussetzungen, um ihre Vorstellungen von Bewegung und Sport verwirklichen zu können. Der Verein bewarb sich mit dem Projekt „Sport(+)Träume für Mädchen in der Grundschule“.

Hier agiert eine neue Sportagentin als Tandempartnerin für Lehrerkräfte und Trainer der Schulsport AGs an den Grundschulen. So werden Mädchen mit Migrationshintergrund, die sonst schwer Zugang zum Sport außerhalb des Unterrichts bekommen, auch auf außerschulische Sportmöglichkeiten aufmerksam.

Einer der drei vierten Plätze geht an den FSV Fortuna Pankow

Platz 4 - FSV Fortuna

Gemeinsam mit SV Empor Berlin entstand das Projekt "Bewegen Begeistert". Mit vereinter Kraft betreuen die Vereine viele Kita- und Schularbeitsgemeinschaften und führen Feriencamps und Turniere durch.

Das Highlight des FSV Fortuna Pankow in 2013 war die Fußball-Kita-WM. Sie fand bereits zum vierten Mal statt und acht Kitas gingen an den Start.

Über einen vierten Platz freuten sich auch die Vertreter des FSV Hansa 07 aus Friedrichshain-Kreuzberg

Platz 4 - FSV Hansa 07

Die Vereinsmitglieder gingen mit dem Projekt "Champions ohne Grenzen" ins Rennen. Gemeinsam mit der Initiative WEIL FUSSBALL VERBINDET e.V. bauten sie ein Fußballteam aus Asylbewerbern auf, die kostenlos trainieren können. Einige von ihnen spielen bereits in den regulären Mannschaften des Vereins und nehmen an Turnieren und Wettkämpfen teil.

Auch die Rudergemeinschaft Rotation Berlin errang den vierten Platz

Platz 4 - Rudergemeinschaft Rotation Berln

Die Teilnehmer der Rudergemeinschaft Rotation Berlin gingen mit dem Projekt "Kids@RG Rotation-Wir bewegen was!" an den Start. Seit drei Jahren bietet der Verein ein vierstufiges Ausbildungssystem an und kooperiert inzwischen mit sieben Grundschulen. Ab der dritten Klasse erlernen Kinder im Sportunterricht das Rudern über Ruderergometer kennen und begeistern sich so für Sport und das Rudern speziell.

Der Wettbewerb „Sterne des Sports“ zeichnet innovative und kreative Maßnahmen und Programme aus, mit denen Sportvereine beispielsweise Kinder und Jugendliche motivieren, Senioren aktivieren, behinderte Menschen integrieren oder in sozialen Brennpunkten ausgleichend und leistungsfördernd wirken. Der bundesweit größte Breitensportwettbewerb wird vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und dem Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) initiiert.