Siegerehrung bei „Sterne des Sports“ in Bronze in Potsdam

Medizin nach Noten

25.09.2013 - Der achte Wettbewerb um die „Sterne des Sports“ von 30 Brandenburger Sportvereinen endete mit dem ersten Sieg in der Kategorie Gesundheitssport. Mit Spannung erwarteten Sportler, Trainer und die Repräsentanten der sechs nominierten Vereine im Potsdamer Kutschstall die Siegerehrung. Der SV Glienicke e.V. aus dem Landkreis Oberhavel gewann mit seinem Projekt „Drums Alive“ den Großen „Stern des Sports“ in Bronze und qualifiziert sich damit für die Teilnahme am Wettbewerb um den Großen „Stern des Sports“ in Silber.

Für Karl-Heinz Hegenbart, Vizepräsident des Landessportbundes Brandenburg, „ist es auch beim achten Wettbewerb hochspannend, mit welchen Ideen und Projekten die Vereine vor allem neue Mitglieder gewinnen wollen. Auch in diesem Jahr fiel die Entscheidung nicht leicht.“ Die Berliner Volksbank richtete den Wettbewerb gemeinsam mit dem Landessportbund Brandenburg aus und Tanja Müller-Ziegler, Vorstandsmitglied der Berliner Volksbank, zeigte sich hochzufrieden: „Nicht nur die Teilnehmerzahl stieg in diesem Jahr an, auch die Vielfalt an Ideen der eingereichten Projekte ist beeindruckend.“ Sebastian Brendel, Olympiagold-Gewinner im 1er Kanadier in London 2012 und „Sternpate 2013“, betonte, dass „alle Vereine den Preis verdient haben. Ich komme selbst aus einem Brandenburger Sportverein und weiß, wie wichtig diese nicht nur für den Sport, sondern auch in ihrer gesellschaftlichen Funktion sind.“

SV Glienicke e.V. mit seinem innovativen Sportangebot „Drums Alive“

Der SV Glienicke e.V. ist der zweitgrößte Sportverein im Landkreis Oberhavel mit über 100jähriger Tradition und über 880 Mitgliedern. Der Sieger des diesjährigen Wettbewerbs erweitert mit seinem innovativen Sportangebot „Drums Alive“ sein Angebot in der Abteilung Gesundheitssport. Bei „Drums Alive“ wird durch rhythmisches Trommeln auf Pezzibällen Ausdauer, Kraft und die Koordination geschult. Neben Stressabbau und gesteigerter physischer und mentaler Fitness wird vor allem das Gemeinschaftsgefühl gefördert. Heute nehmen 25 Senioren des Vereins am wöchentlichen Training teil und vor allem die öffentlichen Auftritte, z.B. beim KSB Sportlerball in Henningsdorf, spornen an. Mit dem Preisgeld von 1.500 Euro möchte die Abteilung Gesundheitssport ein neues Projekt gemeinsam mit der Behindertenwerkstatt Nordbahn e.V. in Schönfließ aufbauen.

Platz 2 der „Sterne des Sports“ in Bronze bleibt in Potsdam: Der Kinder- und Jugendcircus Montelino Potsdam e. V. wurde für seine integrative Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen oder Migrationshintergrund ausgezeichnet. Seit 2012 kooperiert Montelino mit der Weidenhof-Grundschule. Dort kommen die Mitmachaktionen der Montelino-Kids am Trapez besonders gut an. Der Verein kennt keine Nachwuchssorgen: Mit 16 Mitgliedern gestartet, sind heute fast 300 junge Menschen im Verein aktiv, Tendenz steigend. Neben der harten Trainingsarbeit steht 2017 der Umzug des Zirkuszelts aus dem Volkspark an. Bis dahin wollen die Vereinsmitglieder ihr Zirkusdorf aufbauen. Dies soll vor allem ein Ort sein, an dem die Kinder ihre Ideen und Projekte selbst einbringen und umsetzen können. Ein Eiscafe steht dabei ganz oben auf der Liste; die 1.000 Euro Preisgeld sind das „Startkapital“.

Der dritte Platz geht nach Rüdersdorf. Der Rüdersdorfer Ruderverein Kalkberge e.V. ist einer von 18 Bewerbern in der Kategorie Kinder- und Jugendarbeit. Das Siegerprojekt ist der „Schul-Ergometer-Cup“. Er findet seit 2009 jährlich statt und seit 2010 nimmt der Verein an der bundesweiten Aktion „ Rudersport & Schule – gemeinsam noch stärker“ teil. Inzwischen nehmen neun Schulen an dem Cup teil, bei dem sich die Schüler/innen der 3. bis 7. Klassen im Sportunterricht am Ruderergometer messen lassen. Beim Finale sind in diesem Jahr 200 Schüler/innen dabei. Der Erfolg für den Verein: zehn neue Sportler konnten dauerhaft für den Rudersport und damit für den Verein gewonnen werden.

Einer der drei vierten Plätze geht an den 1. FV Stahl Finow e.V. für das Comeback der Eberswalder Warriors. 2009 musste der American Football-Ligabetrieb wegen unzureichender Mannschaftsstärke eingestellt werden. Neue Projekte, wie der Aufbau der B-Jugend „Young Warriors“ und der Cheerleader-Gruppe „Cheeky bees“ führten zum erfolgreichen Neustart. Ebenfalls Platz 4 gewann Aktiv Sport e.V. für Generationen mit dem Projekt „Parakanu“. Mit Hilfe eines neuen, innovativen Sitzes können derzeit fünf Behindertensportler im Kanu trainieren. Ihr Ziel: Die Teilnahme an den Parolympics 2016 in Rio de Janiero. Dafür werden zwei junge Trainer speziell an den Sport mit Handicap herangeführt und ausgebildet. Auch Eintracht Glindow e.V. erreichte den vierten Platz. Hier war die Neustrukturierung des Kinder- und Jugendbereiches das Gewinnerprojekt. Das ehrenamtliche Engagement aller Beteiligten stach besonders heraus: Kinder, Jugendliche, Eltern, Trainer und Freunde des Vereins bauten den neuen Beachvolleyballplatz komplett ehrenamtlich in Eigenleistung.

Der Wettbewerb „Sterne des Sports“ zeichnet innovative und kreative Maßnahmen und Programme aus, mit denen Sportvereine beispielsweise Kinder und Jugendliche motivieren, Senioren aktivieren, behinderte Menschen integrieren oder in sozialen Brennpunkten ausgleichend und leistungsfördernd wirken. Der bundesweit größte Breitensportwettbewerb wird vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und dem Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) initiiert.

Alle Preisträger in der Übersicht

1. Platz

SV Glienicke e.V.

Bei „Drums Alive“ vom SV Glienicke trommeln Senioren auf Pezzibällen. Die „schlagkräftige“ Bewegungsalternative stärkt sowohl die Ausdauer sowie die physische und mentale Fitness.

www.sv-glienicke.de

2. Platz

Potsdamer Kinder- und Jugendcircus Montelino

Schöne, bunte Zirkuswelt. Der Potsdamer Kinder- und Jugendcircus Montelino vereint bei Tanz und Akrobatik fast 300 junge Menschen mit und ohne Behinderung.

www.circus-montelino.de

3. Platz

Rüdersdorfer Ruderverein Kalkberge e.V.

Rudern kann man auch im Klassenzimmer, dachten sich die Rüdersdorfer. Beim Schul-Ergometer-Cup messen sich Schüler aus Rüdersdorf, Woltersdorf, Schöneiche, Eggersdorf und Hennickendorf miteinander.

www.ruedersdorfer-ruderverein.de

4. Platz

1. FV Stahl Finow e.V.

Die Eberswalder Warriors sagen den Spielekonsolen den Kampf an: reale Freundschaften knüpfen, gemeinsam Neues erleben und sich gegenseitig unterstützen.

www.eberswalder-warriors.de

4. Platz

Aktiv Sport e.V. für Generationen

Rio de Janeiro 2016 ruft nach den Kanuten vom Stahnsdorfer Verein Aktiv eV und kein Rollstuhl wird sie aufhalten. Beim Parakanu trainieren Sportler mit und ohne Handicap gemeinsam und bereiten sich auf die Brasilianischen Paralympics vor.

www.aktiv-ev.de

4. Platz

Eintracht Glindow e.V.

Vom Land Brandenburg wurde der Verein Eintracht Glindow als „Kinderfreundlichster Verein“ ausgezeichnet. Ob Fußball oder Volleyball, in jedem Fall eine runde Sache und verdienter Gewinner eines „Stern des Sports“ in Bronze.

www.fsv-eintracht-glindow.de