Berlin bereit für die Olympischen Spiele

Berlin-Brandenburger Gespräche der Berliner Volksbank

25.11.2014 - Olympische Spiele in Deutschland müssen nachhaltig sein: Die Menschen erwarten, dass neben dem sportlichen Großereignis auch bleibende Werte geschaffen werden etwa moderne Sportstätten und eine funktionierende Infrastruktur. Berlin ist in der Lage, eine gute und aussichtsreiche Bewerbung abzugeben. Das war das einhellige Fazit der Berlin-Brandenburger Gespräche, die die Berliner Volksbank für rund 500 Gäste im Forum der DZ Bank veranstaltete.

Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, sagte, Berlin und Hamburg hätten sich in der Phase der Vorentscheidung, welche der beiden Städte für Deutschland ins Rennen um den Austragungsort der Olympischen Spiele 2024 gehen wird, professionell, zielstrebig und fair präsentiert. "Große Überzeugungskraft" attestierte er den Argumenten von Berlins Sportsenator Frank Henkel, der auf die in der Hauptstadt bereits gegebene hervorragende Infrastruktur, die vorhandenen Sportstätten und die Sportbegeisterung der Bevölkerung verwies. "Berlin ist eine kritische Stadt" räumte Henkel aber auch ein und kündigte an, die Berlinerinnen und Berliner mehr noch als bisher in das Vorhaben einzubinden. Die Bürger zu fragen, "was sie wollen", empfahl auch Klaus Grewe, Manager bei Jacobs Engineering und einer der Generalplaner der Olympischen Spiele 2012 in London. Es müsse deutlich werden, was nach den Olympischen Spielen "für die Stadt" Bestand haben wird. Das bestätigte Dr. Christoph Schulte-Kaubrügger, Jurist und Präsident des FC Viktoria 1889 Berlin, der sich von dem sportlichen Großereignis Impulse für den Breitensport und die Vereine verspricht. Die Vertreter der großen Hauptstadtklubs Ingo Schiller von Hertha BSC und Bob Hanning von Füchse Berlin sagten, die sechs großen Klubs hätten sich zusammengetan, um für Berlin als Austragungsort für die Olympischen Spiele zu werben.

Bei den Berliner und Brandenburger Sportlern ruft das Projekt "Olympia" Begeisterung hervor: Die Schwimmerin Daniela Schulte, vielfache Weltmeisterin, Goldmedaillengewinnerin und Fahnenträgerin bei den Paralympischen Spielen in London, schilderte die Einmaligkeit des Ereignisses und dessen Strahlkraft auf die Sportler. Sie erhofft sich darüber hinaus mehr Anerkennung für die paralympischen Sportler, daran fehlt es aus ihrer Sicht in Deutschland. Inka Wesely, Abwehrspielerin beim 1. FFC Turbine Potsdam, wünscht sich, bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio dabei zu sein. 2024 in Berlin komme für sie als aktive Sportlerin möglicherweise zu spät, schmunzelte die 23-Jährige.

Mit Blick auf den straffen Zeitplan des DOSB, der am 21. März 2015 im Rahmen einer Mitgliederentscheidung festlegen will, welche deutsche Stadt sich als Austragungsort für die Olympischen Spiele bewirbt, unterstrich Dr. Holger Hatje, Vorstandsvorsitzender der Berliner Volksbank, die Notwendigkeit, die Menschen in der Region breit und umfassend zu informieren und einzubeziehen. Mit den Berlin-Brandenburger Gesprächen habe die Berliner Volksbank einen Beitrag dazu geleistet. Eine Bewerbung Berlins unterstützt das genossenschaftliche Kreditinstitut.

Seit 20 Jahren veranstaltet die Berliner Volksbank Berlin-Brandenburger Gespräche.Die Veranstaltungsreihe ist ein Forum für Kunden, für Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, das sich stets durch aktuelle Themen und hochkarätige Referenten auszeichnete. Von Bundeskanzler a.D. Helmut Schmidt über Frank Schirrmacher bis zu Reinhold Messner reicht die Bandbreite derer, die Einblicke vermittelten, provozierten und für jede Menge Gesprächsstoff sorgten.

Gesprächsrunde Berlin-Brandenburger Gespräche der Berliner Volksbank
v. l. n. r.: Moderator Matthias Opdenhövel, Ingo Schiller, Geschäftsführer Hertha BSC, Bob Hanning, Geschäftsführer Füchse Berlin, Dr. Christoph Schulte-Kaubrügger, Partner bei White & Case Insolvenz GbR und Präsident FC Viktoria 1889 Berlin, Daniela Schulte, mehrfache Paralympics-Goldmedaillengewinnerin, Sportsenator Frank Henkel, Inka Wesely, Spielerin des Fußball-Bundesligisten 1. FFC Turbine Potsdam, Alfons Hörmann, Präsident des DOSB, Klaus Grewe, Senior Programme Manager Jacobs Engineering und Generalplaner der Olympischen Spiele in London 2012, Dr. Holger Hatje, Vorstandsvorsitzender der Berliner Volksbank und Gastgeber der Berlin-Brandenburger Gespräche
Podiumsrunde der Berlin-Brandenburger Gespräche der Berliner Volksbank
v. l. n. r.: Moderator Matthias Opdenhövel erörterte mit Berlins Sportsenator Frank Henkel, Dr. Christoph Schulte-Kaubrügger, Jurist und Präsident des FC Victoria 1889 Berlin, Ingo Schiller, Geschäftsführer Hertha BSC, Projektplaner Klaus Grewe, der u. a. Generalplaner in die Realisierung der Olympischen Spiele in London eingebunden war, und Bob Hanning, Geschäftsführer Füchse Berlin, die Auswirkungen einer Veranstaltung, die wie die Olympischen Spiele weltweit Bedeutung hat und öffentlichkeitswirksam ist, auf Kultur und Wirtschaft einer Region.
Dr. Holger Hatje bei den Berlin-Brandenburger Gesprächen
Als sichtbares Symbol der Unterstützung bezeichnete Dr. Holger Hatje, Vorstandsvorsitzender der Gastgebenden Berliner Volksbank, seine Veranstaltung. "Die Olympischen Spiele sind eine große Chance für Deutschland und wir werden uns für Berlin stark machen.", versicherte Dr. Holger Hatje und appellierte an eine uneingeschränkte Sympathie für Hamburg, sollte das Votum des DOSB im kommenden März nicht wie erhofft ausfallen.