Richtigstellung der Berliner Volksbank

Beitrag von Focus "Tunnelraub-Opfer sollen endlich entschädigt werden"

14.07.2014 - Am Sonntag, 13. Juli 2014, schrieb das Nachrichtenmagazin Focus im Zusammenhang mit dem Tunneleinbruch: "Eineinhalb Jahre nach dem spektakulären Tunnelraub in Berlin bahnt sich eine außergerichtliche Einigung zwischen der Bank und den beraubten Schließfach-Kunden an. Nicht versicherten Kunden habe die Bank aus Kulanz eine Entschädigung in Höhe von 30 Prozent des Tresorinhalt-Wertes angeboten."

  • Dazu die Berliner Volksbank: Diese Aussage ist objektiv falsch, denn eine 30-Prozent-Regelung gibt es nicht. Richtig ist, dass die Berliner Volksbank allen betroffenen Schließfachkunden in einem Informationsschreiben vom März 2014 eine Möglichkeit aufgezeigt hat, wie mit dem verbliebenen Bargeld und den handelbaren verwertbaren Edelmetallen verfahren werden könnte. Zudem wurde auch die Prüfung einer Kulanzzahlung angekündigt. Eine Kulanzzahlung wird entgegen der Aussagen in den Medien jedoch nicht pauschal vorgenommen, sondern ist u. a. abhängig von der jeweiligen persönlichen Schadensmeldung und des Schadensnachweises, unter Berücksichtigung von etwaigen Versicherungsleistungen. Jeder individuelle Einzelfall wird anschließend in persönlichen Gesprächen mit den Kunden erörtert. Ziel ist es, vergleichbare Sachverhalte auch gleich zu behandeln und zwar unabhängig, ob die geschädigten Kunden anwaltlich vertreten sind oder nicht. Details zur Höhe einer Kulanzzahlung oder zu etwaigen Prozentzahlen gibt die Berliner Volksbank niemals an die Öffentlichkeit.

Darüber hinaus wird ein Opferanwalt mit seinen Vorwürfen gegenüber der Berliner Volksbank zitiert, die er bereits im Februar 2014 über den Focus verbreitete: Einerseits sollen die Schutzmaßnahmen nicht ausreichend gewesen sein. Andererseits soll über den fehlenden Versicherungsschutz nicht ausreichend aufgeklärt worden sein.

Zu diesen Punkten verweist die Bank auf ihre Stellungnahme vom 17. Februar 2014, die unverändert Bestand hat:

  • Über technische Details ihrer Schließfachanlagen äußert sich die Berliner Volksbank generell nicht. Anzumerken ist jedoch, dass der Tresorraum in jeder Hinsicht den Anforderungen entsprach, die an einen Wertschutzraum mit Schließfächern gestellt werden. Sämtliche Schließfachanlagen sind in besonders geschützten Räumen untergebracht. Die Sicherungsmaßnahmen entsprechen dem allgemein anerkannten Stand der Technik. So verfügt allein der Tresorraum in Steglitz über 80 cm dicke Wände aus Stahlbeton in alle Richtungen. Auf weitere Einzelheiten kann aus versicherungstechnischer Sicht nicht eingegangen werden.
  • Die Berater der Berliner Volksbank weisen jeden Kunden, der einen Schließfachmietvertrag abschließt, ausdrücklich darauf hin, dass der Schließfachinhalt gegen Einbruch, Wasserschäden oder Feuer nicht automatisch versichert ist.