Siegerehrung bei "Sterne des Sports" in Bronze in Potsdam

Sechs Brandenburger Sportvereine wurden mit einem "Stern des Sports" in Bronze ausgezeichnet.

Der erste Preis ging an den Kinder- und Jugendcircus Montelino Potsdam e.V., fünf weitere Sterne würdigten das außergewöhnliche gesellschaftliche Engagement der Vereine etwa bei der Integration behinderter Menschen oder für Kinder und Jugendliche.

03.09.2014 - Der frisch gebackene WM-Goldmedaillengewinner Sebastian Brendel stand Pate bei der feierlichen Sterne-Verleihung im historischen Kutschstall, als die Vereinsvertreter ihre Preise entgegennahmen. Thomas Killius, Bereichsleiter Regionales Kundengeschäft der Berliner Volksbank, Karl-Heinz Hegenbart, Vizepräsident des Landessportbundes Brandenburg, und Birgit Müller, Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung Potsdam, gratulierten diesen Gewinnern:

Der 1. Platz mit 1.500 Euro Preisgeld ging an den Potsdamer Kinder- und Jugendcircus Montelino mit der Initiative "Zirkus – fit fürs Leben". Der Verein qualifiziert sich automatisch für die nächste Wettbewerbsstufe. Zusammen mit den Erstplatzierten der anderen Brandenburger Volksbanken können die Potsdamer nun auf den "Großen Stern des Sports" in Silber hoffen. Diese werden am 8. Oktober im Potsdamer Brandenburgsaal vergeben.

Den 2. Platz mit 1.000 Euro Preisgeld machte AKTIV e.V. – Sport für Generationen (Potsdam-Mittelmark) mit einem Angebot für behinderte und nicht-behinderte Menschen: "Inklusion auf Rollen – Rollkunst trifft auf Rollstuhltanz".

Den 3. Platz und damit 700 Euro für die Vereinskasse erreichte der Potsdamer Laufclub e.V. für seine Maßnahmen zur Förderung des Laufnachwuchses und der Breitensportbewegung.

Weitere Sterne des Sports in Bronze und jeweils 500 Euro gingen an die Vereine RSV Eintracht für die Entwicklung der Judo-Abteilung (Potsdam-Mittelmark), an den Seeburger SV für das TV-Programm "Sehen und gesehen werden" (Havelland) und an den SV Schwarz-Rot Neustadt (Ostprignitz-Ruppin) für seine Kinder- und Jugendförderung.

Die "Sterne des Sports in Bronze" hat die Berliner Volksbank zum neunten Mal ausgelobt und seither 56 Sportvereine in Brandenburg mit einem Stern in Bronze ausgezeichnet.

1.Platz: Kinder- und Jugendcircus Montelino aus Potsdam

Kinder- und Jugendcircus Montelin

Der 15 Jahre junge Verein hat rund 290 Mitglieder, vor allem Kinder und Jugendliche. Er bietet Training an in verschiedenen Zirkusdisziplinen wie etwa Boden- und Luftartistik, Jonglage oder Clownerie. Mit "Zirkus – fit fürs Leben" baut Montelino eine Brücke von den Fähigkeiten, die man beim Zirkus haben muss, zum "richtigen Leben" und vermittelt den jungen Menschen zum Beispiel, wie wichtig es ist, fair miteinander umzugehen, eigene Interessen in die einer Gruppe einzuordnen und selbstbewusst aufzutreten. (www.circus-montelino.de)

Zusatzbild Showeinlage: Karla und Ida trainieren seit vielen Jahren. Die Akrobaten lieben das Zirkuszelt und tauschen es im Winter nur ungern gegen die Halle ein.

2.Platz: AKTIV e.V. Sport für Generationen aus Stahnsdorf

AKTIV e.V. - Sport für Generationen

2012 gegründet, hat Aktiv e.V. bereits ein vielfältiges generationsübergreifendes Angebot im Breiten-, Wettkampf-, Gesundheits- und Behindertensport entwickelt. Der Fokus liegt auf Maßnahmen, bei denen behinderte und nicht-behinderte Menschen gemeinsam Sport treiben. Bei "Inklusion auf vier Rollen" trainieren Rollkunstläuferinnen mit Rollstuhltänzern. Die größte Herausforderung sind die unterschiedlichen Geschwindigkeiten und es wird „geschoben und gezogen, bis es passt“. Ziel ist es, das Musical "Starlight Express" aufzuführen. Zu sehen ist die Formation am 15. 11. In Haldensleben als Bonbon einer Rollkunst-Veranstaltung. (www.aktiv-ev.de)

3.Platz: Potsdamer Laufclub

Potsdamer Laufclub

Der Potsdamer Laufclub wurde 1997 gegründet und ist der Verein "für alle Laufbegeisterten in und um Potsdam". Im Mittelpunkt steht der Breitensport. Für verschiedene Zielgruppen bietet der PLC ein attraktives Laufprogramm, etwa die Frauenlaufgruppe oder die Kinder- und Jugendgruppen. Letztere gibt es seit 2007, und sie ist darauf angelegt, dass sich jeder einzelne Läufer eigene Ziele setzt und der Verein ihn darin unterstützt, diese zu realisieren, wozu auch Wettkämpfe, Trainingslager und sogar die schulischen Leistungen gehören. (www.potsdamer-laufclub.de)

4.Platz: RSV Eintracht 1949 aus Stahnsdorf

RSV Eintracht 1949

Der 1949 gegründete Verein hat 2008 die Abteilung Judo in sein Sportangebot aufgenommen. Innerhalb kurzer Zeit kann die Abteilung nicht nur über 200 Mitglieder im Alter von 3 bis 16 Jahren aufweisen, sondern hat sich auch mit ihren sportlichen Ergebnissen bei Wettkämpfen einen Namen gemacht. Der Verein kooperiert mit Schulen und bietet dort Arbeitsgemeinschaften an und mit der Siegprämie kann in diesem Jahr erstmals die "Kreisunionsmeisterschaften" als offizielles Turnier ausgerichtet werden. (www.rsv-eintracht1949.de)

4.Platz: Seeburger SV aus Dallgow

Seeburger SV

Der 1999 gegründete Verein befasste sich mit der Frage, wie das Vereinsleben intensiviert und die Kommunikation verbessert werden könnte. Die originelle Antwort ist „Seeburger SV TV“: junge Mitglieder filmen und moderieren die sportlichen Veranstaltungen und veröffentlichen sie auf YouTube. Durch eine Kooperation mit dem lokalen Kabelfernsehen HavellandTV werden die Berichte auch dort ausgestrahlt. Dadurch stieg der Bekanntheitsgrad des Vereins, der wiederum neue Fans und Ehrenamtliche aus der Region hinzugewinnen konnte.

Besondere Anerkennung kam von Bürgermeister Jürgen Hemberger: "Dass sich die Einwohnerzahl Seeburgs in den letzten 15 Jahren verdreifacht hat, ist ebenfalls dem Vereinsengagement zu verdanken." (www.seeburger-sv99.de)

4.Platz: SV Schwarz-Rot Neustadt aus Dosse

SV Schwarz-Rot Neustadt

Der 1922 gegründete Verein erhielt 1990 seinen heutigen Namen und zählt heute 275 Mitglieder. Er engagiert sich in verschiedenen Disziplinen insbesondere dafür, Kinder und Jugendliche an Sport heranzuführen. Dazu ist der Verein Partner von Kitas und Schulen, die im Rahmen des Aufbaus eines (schulischen) Ganztagsangebots verstärkt sportliche Aktivitäten fördern möchten. Während es in den Sparten Fußball und Tischtennis keine Nachwuchssorgen gibt, geben die Kegler die Hoffnung auf ein wiederbelebendes Interesse an diesem Gesellschaftssport nicht auf.

Bildnachweise: Jürgen Rocholl (FACE)