Stellungnahme der Berliner Volksbank

Interessengemeinschaft "Tunnelraub" kündigt Demonstartion vor dem FinanzCenter Steglitz an

06.01.2014 - Am 6. Januar 2014 hat die Interessengemeinschaft Tunnelraub eine Demonstration am 14. Januar 2014 vor dem FinanzCenter der Berliner Volksbank in Steglitz angekündigt.

Die Interessengemeinschaft Tunnelraub fordert Schadenersatz und einen transparenten Informationsfluss. Der Berliner Volksbank wird vorgeworfen, die Geschädigten nicht, widersprüchlich oder falsch über die wesentlichen Details des Einbruchs sowie über die aufgefundenen Wertgegenstände zu informieren. Darüber hinaus wird der Zuordnungsprozess in Frage gestellt und die Sicherungseinrichtungen für den Tresorraum als unzureichend eingestuft.

Die Aussagen der Interessengemeinschaft in der Pressemitteilung vom 6. Januar 2014 sind objektiv falsch. Die Berliner Volksbank nimmt hierzu wie folgt Stellung:

Zum Informationsprozess

  • Alle 294 geschädigten Kunden des Einbruchs hat die Berliner Volksbank sowohl schriftlich als auch mehrfach persönlich über den aktuellen Stand der Dinge und den jeweiligen Einzelfall informiert.
  • Jeder Geschädigte hatte und hat seit dem Einbruch Gelegenheit, seine Aufstellung der eingelagerten Wertgegenstände (Schadensmeldung) anzufertigen und ggf. zu aktualisieren bzw. weiter zu konkretisieren.
  • Auf Basis der Kundengespräche und der zugrunde liegenden Schadensmeldungen konnte die überwiegende Zahl der aufgefundenen Gegenstände den jeweiligen Eigentümern zurückgegeben werden.
  • Die Berliner Volksbank wird in Abstimmung mit ihrem Versicherer eine sachgerechte Lösung für die verbliebenen Wertgegenstände im Interesse der geschädigten Kunden finden.
  • Detaillierte Aussagen und Informationen zum Einbruch in die Schließfachanlage obliegen in erster Linie den Ermittlungsbehörden.

Zum Zuordnungsprozess

  • Die Zuordnung der aufgefundenen Wertgegenstände ist mit größtmöglicher Sorgfalt erfolgt. Eindeutig zuordenbare Wertgegenstände wurden den jeweiligen Eigentümern auf Basis der Schadensmeldung umgehend übergeben.
  • Die verbliebenen Wertgegenstände wurden per Fotokatalog den Kunden zur Einsicht vorgelegt, sofern die Schadensmeldung eine Position aufweist, die im Fotokatalog kategorisiert wurde. Hat ein Kunde beispielsweise einen Ring vermisst, wurden ihm alle Fotos mit den verbliebenen Ringen vorgelegt.
  • Bis zum 1. August konnten 1.749 der 3.229 Fundstücke ihren Eigentümern zurückgegeben werden. Die restlichen Gegenstände hat bisher kein Kunde als sein Eigentum identifizieren können, bzw. sind in den Schadensmeldungen nicht aufgeführt.

Zum Sicherheitsstandard

  • Die baulichen und technischen Sicherungsmaßnahmen für die Schließfachanlage in Steglitz wurden durch den Sachversicherer geprüft und entsprachen in vollem Umfang den Anforderungen.
  • Neben technischen Sicherheitsmaßnahmen verfügt der Tresorraum beispielsweise über 80 cm dicke Stahlbetonwände in alle Richtungen.

Zur Entschädigungsleistung

  • 20 Prozent der geschädigten Kunden (57 von 294) haben Diebstahlschäden an die R+V Versicherung gemeldet (über separate Schließfachversicherung oder Hausratversicherung).
  • Alle Zahlungen wurden noch 2013 reguliert. Die Gesamtsumme der Zahlungen der R+V liegt bei ca. 1,8 Millionen Euro.