"Sterne des Sports" in Gold

Berliner Wander-Segler-Verein 1922 und SV Glienicke/Nordbahn gehören zu den Oskar-Gewinnern des Breitensports

13.01.2014 - Am 13. Januar gratulierte Vizekanzler Sigmar Gabriel allen 18 Vereinen, die es bis in das Finale geschafft hatten und überreichte den "Großen Stern des Sports" in Gold an den Bundessieger 2013. Unter den nominierten Vereinen waren auch der Wander-Segler-Verein 1922 aus Spandau und der SV Glienicke-Nordbahn. Beide Vereine hatten die ersten Wettbewerbshürden mit dem Bronzenen und Silbernen Stern bei der Berliner Volksbank erfolgreich genommen und erreichten damit das Bundesfinale. Dort teilen sie sich jetzt den vierten Platz, dotiert mit jeweils 1.000 Euro Preisgeld.

Der Spandauer Wander-Segler-Verein 1922 e.V. bewarb sich 2013 mit seinem Projekt "Wir bauen ein Boot". An 18 Wochenenden bauten 20 Kinder und Jugendliche des Vereins mithilfe älterer Vereinsmitglieder einen Robinson Kutter aus Holz, der inzwischen auch für das Training genutzt wird. So setzten sich die Kinder auf eine besondere Art mit ihrem Sportgerät auseinander und lernten von den Erfahrungen der Erwachsenen. Der traditionsreiche Verein erhielt schon 2001 vom Landessportbund die Auszeichnung "Familienfreundlichster Verein" und hat sich als klares Ziel auf die Fahne geschrieben, auch zukünftig durch gezielte Maßnahmen Vereinsmitglieder jeden Alters zusammenzubringen.

Andreas Moser, Vorstand des Wander-Segler-Vereins 1922 (2. v. li.), nahm in Begleitung von Tanja Müller-Ziegler, Vorstand der Berliner Volksbank (3. v. li) freudestrahlend die Auszeichnung von DOSB-Präsident Alfons Hörmann (1. v. li.), Vizekanzler Sigmar Gabriel (2. v. re.) und Uwe Fröhlich, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (1. v. re.) entgegen.

Der SV Glienicke/Nordbahn e.V. beteiligte sich 2013 mit einem Sportangebot für das reifere Alter "Drums Alive" bei den "Sternen des Sports". "Drums Alive" kombiniert durch rhytmisches Trommeln mit Stöcken auf Pezzibälle Ausdauer und Kraft mit Choreographie und Bewegung. Die Sportart ist besonders bei älteren Menschen beliebt und stärkt neben physischer und mentaler Fitness vor allem das Gemeinschaftsgefühl.

Roswitha Horn, Trainerin des SV Glienicke/Nordbahn, freut sich über den "Stern des Sports" in Gold 2013, den Vizekanzler Sigmar Gabriel ihr kurz vorher überreicht hat (v. l. Alfons Hörmann, DOSB-Präsident, Tanja Müller-Ziegler vom Vorstand der Berliner Volksbank, Vizekanzler Sigmar Gabriel, Roswitha Horn, SV Glienicke/Nordbahn und Uwe Fröhlich, BVR-Präsident)

Für Tanja Müller-Ziegler, Vorstandsmitglied der Berliner Volksbank, sind diese Vereine gute Vorbilder zum Nachahmen, die zeigen, mit wie viel Engagement immer wieder neue Ideen und Projekte entwickelt werden, um Menschen jeden Alters in die Gemeinschaft zu integrieren und verschiedene Generationen miteinander zu verbinden.

Der 1. Preis ging nach Mainz an den Verein TSV SCHOTT Mainz e.V. Der Verein entwickelte ein wissenschaftlich fundiertes Bewegungsprogramm für Kinder zwischen drei und acht Jahren und punktete damit bei der Bundesjury. Den zweiten Platz holte sich der Todtglüsinger SV von 1930 e.V. aus Niedersachsen mit seinem Resozialisierungsprojekt für straffällig gewordene Jugendliche. Auch der Turn- und Sportfreunde Xanten 05/22 e.V. engagiert sich seit fast über 25 Jahren für kulturelle und soziale Integration und arbeitet mit einem großen Netzwerk von Schulen, Jugendeinrichtungen und anderen Organisationen erfolgreich zusammen. Damit schaffte es der Verein auf den dritten Platz.

Insgesamt wurden an die „Sterne des Sports“-Finalisten Geldprämien von 30.000 Euro ausgezahlt. Gastgeber für die große Abschlussgala war auch in diesem Jahr die DZ-BANK am Pariser Platz.

Der "Oscar des Breitensports", der vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und dem Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) 2004 gemeinsam ins Leben gerufene Wettbewerb "Sterne des Sports" hat das Ziel, die soziale Arbeit der Sportvereine in Deutschland zu würdigen. Die "Sterne des Sports" gelten als der wichtigste Breitensportpreis Deutschlands.