Grundsteinlegung der Berliner Volksbank in Potsdam

Moderner Bau mit historisch anmutender Fassade

Jann Jakobs, Dr. Holger Hatje, Henner Rolvien
Jann Jakobs, Oberbürgermeister von Potsdam, gab der Grundsteinrolle eine aktuelle Tageszeitung bei, Dr. Holger Hatje, Vorstandsvorsitzender der Berliner Volksbank, fügte einen Satz Münzen und die Pressemappe hinzu und der Henner Rolvien, bauausführender Architekt, ergänzte die Bauausführungsunterlagen.

14.08.2015 - Mit der Grundsteinlegung am 14. August 2015 ist der Startschuss für den Neubau der Berliner Volksbank in Potsdam gefallen. Äußerlich wird die historisch anmutende Fassade nach den Plänen des Potsdamer Architekturbüros Axthelm Rolvien die Erinnerung an die Alte Post aufleben lassen. Innen überrascht das Haus mit neuer Optik und modernem Service.

Im Herzen Potsdams, an der Yorckstraße / Friedrich-Ebert-Straße, schließt sich eine jahrelange Baulücke. Wo einst Friedrich der Große mit dem Bau der Alten Post die Revolution des Postwesens anstieß und im Jahr 2009 der als Haus des Reisens bekannte Plattenbau abgerissen wurde, entsteht die neue Repräsentanz der Berliner Volksbank. „Wir investieren 6,6 Millionen Euro in den Neubau“, sagt Dr. Holger Hatje, Vorstandsvorsitzender der Genossenschaftsbank, anlässlich der Grundsteinlegung und ergänzt: „Dann steht die Kompetenz unserer Berater endlich an einem Standort gebündelt zur Verfügung“. Die Grundsteinlegung fand im Beisein von Oberbürgermeister Jann Jakobs statt.

Das fünfgeschossige Gebäude bietet 1.600 Quadratmeter Platz, 1.270 nutzt die Bank selbst. Die dritte Etage soll vermietet werden. Vierzig Bankangestellte, die bisher in der Charlottenstraße, der Wilhelm-Staab-Straße und der Brandenburger Straße tätig sind, werden an der neuen Adresse künftig Privat-, Geschäfts- und Firmenkunden bei allen Geldgeschäften begleiten: Anlage, Vorsorge, Finanzierungen, Vermögensaufbau und Existenzgründung. Auch Schließfächer wird es geben. Die Umzugswagen sollen im Oktober 2016 vorfahren.

Bei der Innenausstattung setzt die Bank auf eine Kombination aus modernen Elementen und Funktionalität. Das DNGB-Zertifikat in Silber, das eine ökologisch intelligente und nachhaltige Bauweise attestiert, wird angestrebt. Das heißt für die Nutzer: mehr Komfort am Arbeitsplatz und geringere Nebenkosten. Die Bauleistungen werden dem genossenschaftlichen Förderauftrag entsprechend fast ausschließlich mit regionalen Firmen realisiert. Das Berliner Unternehmen WITTE Projektmanagement hat die Projektsteuerung übernommen.

Grundsteinlegung
Bei fast tropischen Temperaturen verfolgten rund 100 geladene Gäste den feierlichen Akt der Grundsteinlegung.

Drei Jahre suchte die Bank nach geeigneten Räumlichkeiten, um einerseits den vielfältigen und wachsenden Bedürfnissen der Kunden gerecht zu werden. Andererseits soll das Gebäude nach Aussage von Dr. Hatje „auch an die eigene Geschichte erinnern und unsere Verbundenheit mit Brandenburg im Allgemeinen und Potsdam im Speziellen verdeutlichen“. Denn es waren 25 Potsdamer Handwerker, die 1899 das Vorgängerinstitut der Bank gründeten. Ein Schriftzug wird an die frühere Volksbank Potsdam eG erinnern, die 1991 mit der Berliner Volksbank fusionierte.

Die Berliner Volksbank beschäftigt 1.986 Mitarbeiter und ist die einzige Bank, die sich sowohl in Berlin als auch weiten Teilen Brandenburgs engagiert. Mit über 146.000 Mitgliedern, davon rund 1/3 aus Brandenburg, ist jeder vierte Kunde gleichzeitig Miteigentümer einer Bank, deren genossenschaftlicher Auftrag es ist, die regionale Wirtschaft zu stärken. Zusätzlich werden jährlich über 100 Projekte aus den Bereichen Bildung, Kultur, Sport und Gewerblicher Mittelstand unterstützt.

Zahlen, Daten und Fakten

Die Berliner Volksbank errichtet im Herzen Potsdams ein fünfgeschossiges Geschäfts- und Bürohaus, das mit seiner historisch anmutenden Fassade an die Alte Post von 1783 erinnert. Für die Fassaden wird regionaltypischer Sandstein mit einem innenstadttypischen Ton verwendet.

Zur Würdigung der barocken städtebaulichen Grundrissplanung unter Friedrich dem Großen, wurde das Vorrücken des Baukörpers um ca. 50cm genehmigt, neben dem zusätzlichen Vorrücken der untergeordneten Bauteile (Risalite und Lisenen). Damit wird der Neubau wie damals betont und exakt an der Stelle stehen, wo einst die Alte Post das Stadtbild prägte. Die Firsthöhe des neuen Eckgebäudes von 19,30m entspricht ebenfalls der ehemaligen historischen Situation.

Kennwerte des Bauvorhabens:

  • Grundstücksfläche: ca. 630m²
  • Nutzfläche/Geschoss: ca. 260m² – 310m²
  • Gebäudeaußenmaße: ca. 24 x 30 m
  • Gebäudehöhe: ca. 19,30m (Firsthöhe)
  • Raumhöhe: ca. 2,50m – 3,50m
  • Brutto-Grundfläche: ca. 2.500m²
  • Fahrrad-Stellplätze: 24 Stück im Außenbereich
  • Anzahl Geschosse: 5
  • Anzahl Aufzüge: 1
  • Anzahl Treppenhäuser: 2
  • Fassadenfläche gesamt: 1.120m²
  • Sandsteinfläche: ca. 520m²
  • Fenster: ca. 110 Stück
  • Zertifikat: DGNB in Silber

Bildrechte: Berliner Volksbank eG / Janina Wagner