Preisverleihung Sterne des Sports in Silber

Der Oscar des Breitensports geht nach Mitte

Gewinner des Großen Stern des Sports in Silber – der SV Rot-Weiß Viktoria Mitte 08 e.V.

16.10.2015 - Seit Donnerstagabend ist es amtlich: Der SV Rot-Weiß Viktoria aus Berlin-Mitte ist Gewinner des Großen Stern des Sports in Silber und zählt damit zu den 18 besten Sportvereinen Deutschlands. Die Auszeichnung wurde am 15. Oktober von der Berliner Volksbank und dem Landessportbund Berlin verliehen, im Beisein von Sportsenator Frank Henkel.
Der Siegerverein SV Rot-Weiß-Viktoria (www.viktoriamitte.de)setzt den Sport in einen größeren Zusammenhang und sieht seine Sportstätten als Teil eines Ökosystems. Mit einem Sport-Natur-Lehrpfad am Rand des Sportplatzes, bestehend aus Insektenhotels, Nistkästen für Vögel oder Fledermäuse sowie Hoch- und Strauchbeeten, wird bei Kindern und Jugendlichen ökologisches Interesse geweckt und sie werden motiviert, selbst die Natur zu schützen. Der 1. Platz wurde mit 4.000 Euro versilbert. Am 26. Januar 2016 wartet schon die nächste Preisverleihung: Die Sterne des Sports in Gold, überreicht von der Bundeskanzlerin.

Auf dem Siegertreppchen standen neben dem SV Rot-Weiß Viktoria Mitte 08 e.V. (1.Platz, Mitte) der Wind-Surfing-Verein Berlin e.V. (2.Platz, Steglitz-Zehlendorf) und der Verein Seitenwechsel e.V. – Sportverein für FrauenLesbenTrans*Inter* und Mädchen (3. Platz, Friedrichshain-Kreuzberg). Die Vereine Fußball und Begegnung e.V. aus Friedrichshain-Kreuzberg, der Ruderclub Turbine Grünau e.V. und der Tauchsportklub Adlershof im PSB 24 e.V. teilen sich den vierten Platz. Insgesamt 9.500 Euro Preisgeld hat die Berliner Volksbank vergeben.

Kurzportraits der Gewinner:

Platz 2: Wind-Surfing-Verein Berlin e.V.

Wind-Surfing-Verein Berlin e.V.

Mit voller Kraft hat der Wind in die Segel des nach eigenen Angaben "ältesten Windsurfing-Vereins der Welt", Wind-Surfing-Verein Berlin, gepustet: Innerhalb von drei Jahren wuchs die Zahl der Mitglieder von 260 auf über 400. Der Verein hat daraufhin sein Management neu organisiert und dabei ganz auf ehrenamtliches Engagement gesetzt: So wurden Verwaltungstätigkeiten klar strukturiert, die Zahl der Mitglieder begrenzt und das sportliche Angebot attraktiv und zielgruppengerecht gestaltet. Vereinsfeste und gemeinsame Aktionen wie ein Segelpicknick fördern das Gemeinschaftsgefühl. "Vom Konkurrenzkampf zum Sozialspiel" – diese Leitlinie verfolgt der Wind-Surfing Verein Berlin seit Jahrzehnten und erhält auf diese Weise auch seinen familiären Charakter. (www.windanna.de)

Platz 3: Seitenwechsel – Sportverein für FrauenLesbenTrans*Inter* und Mädchen e.V

Seitenwechsel – Sportverein für FrauenLesbenTrans*Inter* und Mädchen e.V.

Toleranz und Respekt sind Werte, für die sich der Verein Seitenwechsel seit seiner Gründung vor 25 Jahren einsetzt. Vielfalt möglich zu machen, das bedeutet für den fest in die Kreuzberger und Schöneberger Infrastruktur eingebetteten Verein, Frauen, Lesben, Transgender und intersexuellen Menschen einen geschützten Raum zu bieten, in dem sie gemeinsam Sport treiben können. Mit der Öffnung für Transgender und Intersexuelle seit einigen Jahren ist Seitenwechsel Vorreiterin in Sachen Geschlechtervielfalt im Sport. (www.seitenwechsel-berlin.de)

Platz 4: Fußball und Begegnung e.V.

Fußball und Begegnung e.V.

Zum vierten Mal fand im Sommer 2015 das Internationale Frauen-Fußball-Kultur-Festival DISCOVER FOOTBALL in Kreuzberg statt. Unter dem Motto "beyond borders" trafen sich 120 Spielerinnen, Trainerinnen, Schiedsrichterinnen und Frauenfußballaktivistinnen aus über 38 Ländern. Ziel des Festivals ist es, sozial und politisch engagierte Fußballspielerinnen aus vielen verschiedenen Ländern und über sprachliche, kulturelle und politische Unterschiede hinweg zusammenzubringen. Sie stehen gemeinsam für den Frauenfußball und für die Rechte von Frauen ein und bestärken sich gegenseitig in ihrem Engagement. Mit DISCOVER FOOTBALL hat Fußball und Begegnung ein Teamgefühl jenseits nationaler und sprachlicher Grenzen oder Leistungsniveaus geschaffen. (www.discoverfootball.de)

Platz 4: Ruderclub Turbine Grünau e.V.

Ruderclub Turbine Grünau e.V.

Gemeinschaft, Gesundheit und Toleranz sind Werte, die bei der Jugendarbeit des Ruderclubs Turbine Grünau vermittelt werden. Im Vordergrund steht die Begeisterung für den Sport – und erst nachrangig der Leistungsgedanke. Den Grünauern geht es um eine einladende und freundliche Atmosphäre, gerade auch bei den Jüngsten. Mit der Maßnahme "Next Generation Rowing" meisterte der Club 2014 die Herausforderung des Wechsels der Jugendtrainer und erreichte durch Transparenz und viel Kommunikation einen fließenden Übergang zwischen dem alten und dem neuen Team. (www.rctg.de)

Platz 4: Tauchsportklub Adlershof im PSB 24 e.V.

Tauchsportklub Adlershof im PSB 24 e.V.

Beim Tauchsportklub Adlershof im PSB 24 treffen "junge Sprotten" auf "alte Karpfen": Als die heute ältesten Mitglieder des Vereines in den 50er Jahren mit dem Tauchsport begannen, konnten sie vieles, was sie für das Erlebnis unter Wasser brauchten, nicht einfach im Laden kaufen. So entstanden im Eigenbau Utensilien, die heute als Exponate der Tauchtechnik aus dieser Zeit in einem eigens angelegten Sporttaucher-Museum zu besichtigen sind. Derzeit können rund 300 Gegenstände gezeigt werden. Die jüngere Generation erfährt dadurch von der älteren, was mit Ideenreichtum und handwerklichen Geschick möglich ist. Die Ausstellung möchte dazu anspornen, sich mit der Funktionsweise des Tauchsportequipments auseinanderzusetzen und selbst kreativ zu sein. (www.tauchsportklub-adlershof.de)

Copyright: Berliner Volksbank / Stephanie Pilick