Berliner Volksbank mit sehr gutem Geschäftsergebnis 2015

Die Berliner Volksbank blickt auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2015 zurück. Trotz Niedrigzinsphase, zunehmender Regulierung und eines steigenden Wettbewerbs konnte das Geschäftsjahr 2015 mit einem erhöhten Operativen Ergebnis abgeschlossen werden. "Vor allem unsere über 156.000 Mitglieder und die Konzentration auf das regionale Kreditgeschäft sichern das Wachstum der Berliner Volksbank. Das gute Ergebnis versetzt uns in die Lage, die Substanz unserer Bank weiter zu stärken.", fasst Dr. Holger Hatje, Vorstandsvorsitzender der Berliner Volksbank, das abgelaufene Geschäftsjahr zusammen.

Das bilanzielle Eigenkapital erhöhte sich um 21,6 Prozent auf 973,3 Mio. Euro. Dies ist einerseits auf eine Teilumwidmung aus Vorsorgereserven und einer Zuführung aus dem laufenden Ergebnis von insgesamt 125,4 Mio. Euro in den Fonds für allgemeine Bankrisiken zurückzuführen. Andererseits konnte das Eigenkapital der Bank um insgesamt 43,0 Mio. Euro durch die Zeichnung weiterer Genossenschaftsanteile und neu gewonnener Mitglieder erhöht werden. 156.418 Kunden sind bereits Mitglieder der Bank. Die Kernkapitalquote liegt mit 10,8 Prozent deutlich über der aufsichtsrechtlich geforderten Quote von derzeit 6 Prozent. Nach Zustimmung der Vertreterversammlung ergäbe sich derzeit eine Kernkapitalquote von deutlich über 12,0 Prozent.

Das Kreditgeschäft ist um 5,3 Prozent auf insgesamt 7,5 Mrd. Euro ohne Berücksichtigung der Vorsorgereserven gestiegen. Ausgeweitet wurden vor allem die Immobilienfinanzierungen mit Schwerpunkt auf wohnwirtschaftlich genutzte Objekte. Insgesamt werden 48 Prozent des in Anspruch genommenen Kundenkreditvolumens für Investitionen im Grundstücks- und Wohnungswesen genutzt.

Die Kundeneinlagen erhöhten sich deutlich im Vergleich zum Vorjahr um 10,7 Prozent oder 977,5 Mio. Euro auf insgesamt 10,1 Mrd. Euro. Vor dem Hintergrund des anhaltenden Niedrigzinsumfeldes fragen die Kunden neben dem Wertpapiergeschäft vor allem die täglich fälligen Anlageprodukte nach. Diesen Anstieg wertet die Bank als Ausdruck des Vertrauens der Kunden in die Stabilität der Bank und das genossenschaftliche Geschäftsmodell.

Der Zinsüberschuss verringerte sich um 23,1 Mio. Euro oder 8,1 Prozent. Das anhaltende Niedrigzinsumfeld führte zu weiter sinkenden Erträgen. Der Provisionsüberschuss stieg um 3,4 Mio. Euro oder 3,4 Prozent und durchbricht erstmals die 100 Millionen-Euro-Marke. Der überwiegende Teil der Provisionen entfällt weiterhin auf den Zahlungsverkehr und die Kontoführung. Das Vermittlungsergebnis stieg um beachtliche 9,6 Prozent und ist insbesondere auf die Hypothekenvermittlung und die Einführung eines gewerblichen Ratenkredites zurückzuführen. Der Rohüberschuss verringerte sich aufgrund des rückläufigen Zinsergebnisses aus dem Passivgeschäft leicht um 19,6 Mio. Euro oder 5,1 Prozent.

Dieser konnte durch die weitere Senkung der Verwaltungsaufwendungen um 20,1 Mio. Euro oder 7,2 Prozent kompensiert werden. Die Berliner Volksbank erreichte im vergangenen Geschäftsjahr ein um 0,4 Mio. Euro leicht gestiegenes Operatives Ergebnis von 106,3 Mio. Euro.

Erstmals wird in der Bilanz eine offene Reserve über 125,4 Mio. Euro ausgewiesen. Im Ergebnis liegt der Jahresüberschuss der Berliner Volksbank mit 17,3 Mio. Euro leicht über Vorjahresniveau. Davon sollen den Mitgliedern im Juni insgesamt 13,9 Mio. Euro als Dividende in Höhe von 3 Prozent ausgeschüttet werden.

Ausblick

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet die Berliner Volksbank mit Blick auf die anhaltende Niedrigzinsphase mit einem geringeren Zinsüberschuss. Beim Provisionsüberschuss hingegen erwartet die Bank weitere Steigerungen. Insgesamt rechnet das genossenschaftliche Kreditinstitut mit einem leicht sinkenden Operativen Ergebnis. Unabhängig davon sieht Dr. Holger Hatje "die Berliner Volksbank gut gerüstet für die Zukunft. So werden wir als Mitgliederbank die Eigenkapitalbasis der Bank weiter stärken. Trotz steigender regulatorischer Anforderungen werden wir unsere hohe Kostendisziplin beibehalten und mit Blick auf den zunehmenden Wettbewerb innovative Projekte zur Digitalisierung weiter vorantreiben."