Berliner Volksbank mit Geschäftsergebnis 2016 zufrieden

10.05.2017

  • Wachstum im Kreditgeschäft übertrifft Einlagengeschäft
  • Provisionsgeschäft liegt mit nahezu 99 Millionen Euro weiter auf hohem Niveau
  • Mehr als 171.000 Mitglieder durch rund 15.000 neue Mitglieder
  • Eigenkapital der Berliner Volksbank erneut deutlich gestiegen

Die Berliner Volksbank blickt auf ein insgesamt erfolgreiches Geschäftsjahr 2016. Trotz des anhaltenden Niedrigzinsumfeldes und steigender Regulierungsanforderungen erzielt die Bank im Operativen Geschäft ein zufriedenstellendes Ergebnis. "Im Neugeschäft sind wir bei Krediten stärker gewachsen als im Einlagengeschäft – ein Beweis dafür, wie ernst wir unseren Förderauftrag für die Region nehmen. Außerdem konnten wir nahezu 15.000 weitere Kunden von unserer Mitgliedschaft überzeugen", fasst Dr. Holger Hatje, Vorstandsvorsitzender der Berliner Volksbank, das Geschäftsjahr 2016 zusammen. "Wir sichern den künftigen Erfolg unserer Bank, indem wir unsere Personalplanung auch an das veränderte Kundenverhalten anpassen. Ebenso stellen wir uns der Nachfrage nach digitalen Leistungen durch den weiteren Ausbau des Online-Bankings und des Telefon-Services."

Das bilanzielle Eigenkapital stieg um 144,6 Mio. Euro oder 14,9 Prozent auf 1.117,9 Mio. Euro. Insbesondere durch die Zeichnung weiterer Genossenschaftsanteile und neu gewonnener Mitglieder konnte das Gezeichnete Kapital der Bank um insgesamt 114,0 Mio. Euro erhöht werden. 171.055 Kunden sind bereits Mitglieder der Bank. Darüber hinaus hat die Bank aus dem laufenden Ergebnis insgesamt 27,4 Mio. Euro in den Fonds für allgemeine Bankrisiken zugeführt. Zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2016 lag die Kernkapitalquote bei 13,5 Prozent und damit deutlich über den aktuell geltenden Mindestanforderungen (6,75 Prozent).

Das Kreditgeschäft ist um 9,7 Prozent auf insgesamt 8,3 Mrd. Euro ohne Berücksichtigung der Vorsorgereserven gestiegen. Mit rund 730 Mio. Euro neuem Volumen ist die Bank im Kreditgeschäft stärker gewachsen als im Einlagengeschäft. Wie im Vorjahr entfiel der Großteil des Kreditgeschäfts auf Immobilienfinanzierungen mit dem Schwerpunkt auf wohnwirtschaftlich genutzte Objekte. Insgesamt ist diese positive Entwicklung Ausdruck des soliden und funktionierenden Geschäftsmodells.

Die Kundeneinlagen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 5,5 Prozent oder 558,6 Mio. Euro auf insgesamt 10,6 Mrd. Euro. In Zeiten des anhaltenden Niedrigzinsumfeldes verbleiben Kundengelder überwiegend in täglich fälligen Anlageprodukten mit hoher Flexibilität. Für die Bank steht dieser Anstieg stellvertretend für das Vertrauen der Mitglieder und Kunden in die Stabilität der Bank und das genossenschaftliche Einlagensicherungssystem.

Der Zinsüberschuss verringerte sich um 10,8 Mio. Euro oder 4,1 Prozent. Ausschlaggebend waren insbesondere die weiter sinkenden Erträge bedingt durch das anhaltende Niedrigzinsumfeld. Der Provisionsüberschuss lag mit einem leichten Rückgang um 4,2 Mio. Euro oder 4,1 Prozent auf 98,8 Mio. Euro weiterhin auf hohem Niveau. Der überwiegende Teil der Provisionen entfällt auf den Zahlungsverkehr und die Kontoführung. Der leichte Rückgang im Vergleich zum Vorjahr ist insbesondere auf das geänderte Zahlungsverkehrsverhalten der Kunden hin zum Online-Banking zurückzuführen. Die Hypothekenvermittlungen lagen hingegen erneut über dem Vorjahreswert und auch das Geschäft mit easyCredit entwickelte sich positiv. Der Rohüberschuss verringerte sich aufgrund des rückläufigen Zinsergebnisses aus dem Passivgeschäft leicht um 15,0 Mio. Euro oder 4,1 Prozent.

Da die Kunden das Online-Banking und den Telefon-Service stärker nutzen, sind sozialverträgliche personalwirtschaftliche Maßnahmen erforderlich. Diese spiegeln sich in Einmalkosten für die Bildung von Sozialplanrückstellungen in Höhe von 23,1 Mio. Euro wider. Diese Maßnahmen wirken in der Zukunft kostensenkend. Insgesamt sind die Verwaltungsaufwendungen um 17,1 Mio. Euro oder 6,6 Prozent gestiegen. Ohne Berücksichtigung von Sondereffekten ergäbe sich ein Operatives Ergebnis von 97,4 Mio. Euro, so hingegen verringert es sich insgesamt auf 74,3 Mio. Euro.

Aus dem insgesamt ordentlichen Ergebnis wurden die Reserven der Bank weiter gestärkt. Durch die Zuführung in den Fonds für allgemeine Bankrisiken stiegen die offenen Reserven auf nahezu 153 Mio. Euro. Im Ergebnis liegt der Jahresüberschuss der Berliner Volksbank mit 17,1 Mio. Euro nahezu auf Vorjahresniveau. Davon sollen den Mitgliedern im Juni insgesamt 13,6 Mio. Euro als Dividende in Höhe von 2,5 Prozent ausgeschüttet werden.

Ausblick

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet die Berliner Volksbank mit einem weiter anhaltenden Niedrigzinsumfeld und in dessen Folge mit einem geringeren Zinsüberschuss. "Im laufenden Geschäftsjahr geht es vor allem darum, unsere 2016 eingeleiteten strategischen Maßnahmen fortzuführen und zu intensivieren. Dazu zählen die Weiterentwicklung unseres umfangreichen Standortnetzes, der Ausbau unseres digitalen Leistungsangebotes und eine hohe Kostendisziplin. Und das erwarten auch unsere Mitglieder und Kunden von uns", so Dr. Holger Hatje.