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Person telefoniert nachdenklich im Wohnzimmer und hält eine Brille in der Hand.

Wenn der Anruf zur Falle wird

Schützen Sie sich vor Phishing und Vishing

Betrugsversuche werden immer raffinierter. Kriminelle nutzen E-Mails, Nachrichten und zunehmend auch Telefonanrufe, um an persönliche Daten, Zugangsdaten oder Freigaben für Bankgeschäfte zu gelangen. Dabei geben sie sich häufig als Mitarbeitende einer Bank aus und wirken auf den ersten Blick erstaunlich glaubwürdig.

Erfahren Sie, wie die Betrugsmaschen funktionieren, woran Sie verdächtige Kontaktaufnahmen erkennen und wie Sie im Ernstfall richtig reagieren.

Phishing hat viele Gesichter

Aktuell beobachten wir eine Zunahme von Betrugsversuchen, bei denen Kriminelle versuchen, an persönliche Daten, Zugangsdaten oder Freigaben für Bankgeschäfte zu gelangen.

Dafür nutzen sie unterschiedliche Wege: klassische Phishing-E-Mails, SMS oder andere Nachrichten, gefälschte Internetseiten oder persönliche Daten, die zuvor bei kompromittierten Online-Diensten erbeutet wurden.

Zunehmend findet der Betrugsversuch jedoch direkt am Telefon statt. Diese Form des Phishings wird Vishing genannt – eine Kombination aus „Voice“ und „Phishing“.

Vishing: Wenn vermeintliche Bankmitarbeitende anrufen

Bei dieser Betrugsmasche geben sich Täterinnen und Täter am Telefon beispielsweise als Mitarbeitende der Berliner Volksbank aus. Unter verschiedenen Vorwänden versuchen sie, Vertrauen aufzubauen und gleichzeitig Handlungsdruck zu erzeugen.

Häufig geht es angeblich um eine verdächtige Überweisung, eine Fehlbuchung, einen Betrugsverdacht oder ein technisches Problem. Das vermeintliche Ziel des Anrufs: Ihr Konto oder Ihr Guthaben schützen.

Das tatsächliche Ziel: Sie sollen Zugangsdaten oder TANs preisgeben, Aufträge freigeben oder selbst Überweisungen durchführen.

Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.

Ein angeblich dringender Handlungsbedarf ist ein typisches Mittel, um Ihnen möglichst wenig Zeit zum Nachdenken zu lassen.

Die angezeigte Telefonnummer kann gefälscht sein

Besonders tückisch: Auf dem Display kann eine Ihnen bekannte oder vermeintlich vertrauenswürdige Telefonnummer erscheinen – beispielsweise die Telefonnummer Ihrer Bank oder sogar die Nummer der Sperrhotline 116 116.

Möglich wird das durch sogenanntes Caller-ID-Spoofing. Dabei manipulieren Kriminelle die übermittelte Rufnummer, sodass auf Ihrem Telefon eine andere Nummer angezeigt wird als die, von der tatsächlich angerufen wird.

Eine bekannte Telefonnummer im Display ist deshalb kein Beweis dafür, dass tatsächlich Ihre Bank anruft.

Wenn die Betrüger bereits mehr über Sie wissen

Manchmal verfügen die Täterinnen und Täter bereits über persönliche Informationen oder sogar Zugangsdaten zum Online-Banking. Diese können beispielsweise bei einer früheren Phishing-Attacke oder über kompromittierte Online-Dienste erbeutet worden sein.

Während des Telefonats können die Kriminellen versuchen, über einen bereits kompromittierten Online-Banking-Zugang Transaktionen durchzuführen. Anschließend werden Betroffene beispielsweise aufgefordert, eine TAN oder einen Freischaltcode telefonisch mitzuteilen oder einen Auftrag in der VR SecureGo plus App zu bestätigen.

Auch Aufforderungen zur Änderung der PIN, zur Digitalisierung einer girocard, zur Bestätigung einer Adressänderung oder zu vermeintlichen Sicherheitsmaßnahmen können Teil des Betrugs sein.

Dass die Anrufenden möglicherweise persönliche Daten oder Informationen über Ihr Konto kennen, macht den Anruf nicht automatisch vertrauenswürdig.

Diese Informationen geben Sie niemals weiter

Geben Sie niemals

  • Zugangsdaten,
  • Passwörter,
  • TANs oder
  • Freischaltcodes

telefonisch, per E-Mail oder per Nachricht weiter.

Bestätigen Sie außerdem keine Vorgänge in Ihrer VR SecureGo plus App, die Sie nicht selbst veranlasst haben oder eindeutig zuordnen können.

Bitte beachten Sie insbesondere:

Die Berliner Volksbank wird Sie niemals telefonisch dazu auffordern, Überweisungen zur Sicherung Ihres Guthabens vorzunehmen, Kartenzahlungen zu bestätigen oder vertrauliche Zugangsdaten am Telefon, per E-Mail oder per Nachricht mitzuteilen.

Informieren Sie über diese Grundregeln bitte auch Personen, die für Ihre Konten bevollmächtigt sind.

Verdächtiger Anruf? So reagieren Sie richtig

Kommt Ihnen ein Anruf ungewöhnlich vor, beenden Sie das Gespräch. Lassen Sie sich weder unter Druck setzen noch zu einer schnellen Entscheidung drängen.

Rufen Sie die Berliner Volksbank anschließend selbst über eine Ihnen bekannte offizielle Telefonnummer an. Nutzen Sie dafür nicht eine Telefonnummer, die Ihnen während des verdächtigen Gesprächs genannt oder per Nachricht zugesandt wurde.

Prüfen Sie außerdem regelmäßig Ihre Konten und Umsätze. Sollten Ihnen ungewöhnliche oder unbekannte Buchungen auffallen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf und nennen Sie das Stichwort „Konto“. Unser Sprachportal verbindet Sie dann mit unserem Expertenteam.

Bereits Daten oder TAN weitergegeben? Handeln Sie sofort

Haben Sie Zugangsdaten, eine TAN oder einen Freischaltcode weitergegeben oder einen unbekannten Vorgang bestätigt, sollten Sie unverzüglich handeln.

Nutzen Sie den Link Karte und Online-Banking sperrenoder den Sperr-Notruf 116 116 , um Ihren Online-Banking-Zugang und Ihre Karten vorsorglich zu sperren.

Informieren Sie anschließend die Berliner Volksbank und erstatten Sie zusätzlich Anzeige bei der Polizei.

Warten Sie nicht erst darauf, dass eine verdächtige Buchung auf Ihrem Konto erscheint. Je schneller Sie reagieren, desto besser können weitere missbräuchliche Vorgänge verhindert werden.

Im Zweifel gilt: Auflegen und selbst zurückrufen

Ein unerwarteter Anruf, eine ungewöhnliche Nachricht oder eine angeblich dringende Sicherheitsmaßnahme darf Sie misstrauisch machen.

Wenn Sie einen Anruf, eine E-Mail oder eine Nachricht nicht eindeutig zuordnen können, wenden Sie sich direkt an uns. Ein zusätzlicher Anruf zur Überprüfung ist immer besser, als vertrauliche Daten oder eine Freigabe an Betrügerinnen oder Betrüger weiterzugeben.