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Der CO₂-Fußabdruck der Berliner Volksbank

Bei der Erfassung unseres CO₂-Fußabdrucks unterscheiden wir zwischen Emissionen aus unserem erweiterten Geschäftsbetrieb und den finanzierten Emissionen.

Unter dem erweiterten Geschäftsbetrieb verstehen wir alle Emissionen, die direkt in unserem Bankalltag entstehen. Zum Beispiel durch Energieverbrauch, eingekaufte Waren und Dienstleistungen, Geschäftsreisen, die Arbeitswege unserer Mitarbeitenden sowie durch Abfälle und den Einsatz von Technik und Infrastruktur.1

Finanzierte Emissionen hingegen entstehen nicht direkt in unserem Bankbetrieb, sondern durch das Geld, das wir vergeben oder investieren. Konkret bedeutet das: Wenn wir beispielsweise Kredite an Unternehmen vergeben, verursachen diese bei ihrer Geschäftstätigkeit ebenfalls Emissionen. Etwa durch Produktion, Energieverbrauch oder Transporte. Da wir diese Aktivitäten mitfinanzieren, werden die dabei entstehenden Emissionen den sogenannten finanzierten Emissionen zugeordnet. Für die Berechnung nutzen wir den internationalen Standard des Partnership for Carbon Accounting Financials (PCAF). Dieser Standard sorgt dafür, dass unsere Daten verlässlich sind und mit anderen Instituten verglichen werden können. Die finanzierten Emissionen machen über 99 % unserer Gesamtemissionen aus2.

Im Folgenden geht es um die Emissionen aus unserem Bankbetrieb, dem erweiterten Geschäftsbetrieb. Für die Erfassung der Daten arbeiten wir mit dem ESG-Datenlieferanten Atlas Metrics zusammen. Die Angabe erfolgt in CO₂-Äquivalenten (CO₂e)3. Unseren CO₂-Fußabdruck erfassen wir seit 2019 und konnten unsere Emissionen seitdem um 29 % reduzieren:

Illustrierte Balkendiagrammgrafik, die die Entwicklung unserer CO2 Emissionen veranschaulicht
Eine detaillierte Entwicklung unserer Emissionen sind im Nichtfinanziellen Bericht im Kapitel ESRS E1-6, Ziffer 44 nachzulesen.

Der CO₂-Fußabdruck wird nach dem Standard des Greenhouse Gas Protocol in drei Bereiche – sogenannte „Scopes“ – unterteilt: 

  • Scope 1 umfasst direkte Emissionen, die an den Standorten eines Unternehmens entstehen, etwa durch den Einsatz von Energieträgern.
  • Scope 2 beinhaltet indirekte Emissionen aus eingekaufter Energie.
  • Scope 3 umfasst alle weiteren indirekten Emissionen entlang der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette.

Mit diesen Maßnahmen haben wir unseren CO₂-Fußabdruck reduziert:

Grüner Strom
  • Seit dem Jahr 2020 bezieht die Berliner Volksbank ausschließlich zertifizierten Ökostrom, der mit dem Label RenewablePLUS (privates Gütesiegel mit TÜV-geprüften Kriterien u.a. zu Herkunftsnachweisen und Investitionen in erneuerbare Energien) zertifiziert ist.

JobRad®
  • Wir fördern den Umstieg aufs Fahrrad auch finanziell. Aktuell nutzen 161 Mitarbeiter das JobRad®-Angebot der Berliner Volksbank.

ÖPNV statt Auto
  • Über 1.300 Beschäftigte nutzen das Deutschland-Ticket Jobticket. Wir unterstützen sie dabei mit einem Zuschuss von 40%.

Elektromobilität
  • Von insgesamt 39 Fahrzeugen in unserem Fuhrpark sind 11 Elektroautos.

Mobiles Arbeiten
  • Unsere Mitarbeiter können bis zu 50% ihrer Arbeitszeit von zu Hause oder von einem Ort ihrer Wahl arbeiten. Das reduziert Pendelwege deutlich. Beim mobilen Arbeiten entstehende Emissionen, verursacht durch Heizung und Strom, fließen in unsere CO₂-Bilanz mit ein.

Einkaufsrichtlinie
  • Wir beziehen bevorzugt Waren und Dienstleistungen von Anbietern aus der Region, die einen Nachhaltigkeitsnachweis vorlegen können.

Energieeffiziente Gebäude
  • Unsere Zentrale in Berlin ist LEED-Gold4 zertifiziert, unsere Repräsentanz in Potsdam trägt das DGNB-Gold-Siegel5. Beide Auszeichnungen belegen unseren Anspruch, Nachhaltigkeit im Bau und Betrieb unserer Immobilien umzusetzen.


1 Unter dem erweiterten Fußabdruck verstehen wir die Emissionen aus den Kategorien: Scope 1, 2, 3.1 (Erworbene Waren und Dienstleistungen), 3.2 (Investitionsgüter), 3.3 (Tätigkeiten im Zusammenhang mit Brennstoffen und Energie (nicht in Scope 1 oder Scope 2 enthalten)), 3.5 (Abfallaufkommen in Betrieben), 3.6 (Geschäftsreisen) sowie (3.7 Pendelnde Mitarbeiter).

2 Nichtfinanzieller Bericht 2025, S. 60; (1.370.207,60t Scope 3.15 Investitionen  / 1.375.674,58t marktbezogene Gesamtemissionen).

3 Die Maßeinheit CO2e steht für CO2-Äquivalent und drückt die Klimawirkung der unterschiedlichen Treibhausgase im Vergleich zu derjenigen von Kohlenstoffdioxid aus (Quelle: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit).

4 LEED steht für Leadership in Energy and Environmental Design und ist ein weltweit anerkanntes Zertifizierungssystem für nachhaltiges Bauen, entwickelt vom U.S. Green Building Council. Eine LEED Gold Zertifizierung zeichnet Gebäude aus, die besonders umweltfreundlich und energieeffizient sind.

5 Das DGNB Gold Siegel ist eine Auszeichnung, die von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) für besonders nachhaltige Gebäude vergeben wird. Es kennzeichnet Gebäude, die in verschiedenen Bereichen wie Ökologie, Ökonomie, Soziokultur, Technik und Prozessqualität hohe Nachhaltigkeitsstandards erfüllen.