Mathias Paulokat
Pressesprecher
Marke und Unternehmenskommunikation
Bundesallee 206
10717 Berlin
13.10.2026
Jugendliche trainieren Erwachsene. Was ungewöhnlich klingt, gehört bei der Judoschule Falkensee längst zum Vereinsalltag. Mit ihrem Projekt „Vom Funken zur Flamme – Jugendliche trainieren Erwachsene“ hat die Judoschule Falkensee e. V. nun den Großen Stern des Sports in Silber im Land Brandenburg gewonnen. Die Auszeichnung ist mit 2.500 € dotiert und qualifiziert den Verein für das Bundesfinale um den Großen Stern des Sports in Gold.
Alles begann mit einem Problem, das viele Sportvereine kennen: Für die neu gegründete Floorball-Abteilung fehlten Trainerinnen und Trainer. Anstatt das Angebot aufzugeben, entwickelte die Judoschule Falkensee gemeinsam mit ihren jungen Mitgliedern eine eigene Kids-Trainer:innen-Ausbildung.
Die Jugendlichen lernen dabei, Trainingseinheiten zu planen, Gruppen anzuleiten und Verantwortung zu übernehmen. Heute trainieren sie eigenständig Erwachsene und gestalten das Vereinsleben aktiv mit.
Yvonne Nowakowski, Vorstandsvorsitzende der Judoschule Falkensee, sagt:
„Unsere Jugendlichen wollten nicht abwarten, bis jemand das Problem löst. Sie wollten selbst Verantwortung übernehmen. Daraus entstand eine eigene Kids-Trainer*innen-Ausbildung, die heute das Herzstück unserer Floorball-Abteilung ist. Sie löst das leider verbreitete Problem Trainermangel nachhaltig, weil junge Menschen nicht erst mit 16 oder 18 Verantwortung übernehmen dürfen, sondern dann, wenn ihre Begeisterung am größten ist.Der Silberne Stern des Sports ist für uns eine Bestätigung, dass junge Menschen mehr leisten können, als viele ihnen zutrauen. Die Auszeichnung gibt uns die Möglichkeit die Idee weiterzutragen.“
Die Preisverleihung fand am 12. Oktober 2026 in der Staatskanzlei in Potsdam statt. Insgesamt wurden sechs Vereine aus Brandenburg für ihre Projekte ausgezeichnet. Die Berliner Volksbank und der Landessportbund Brandenburg würdigten dabei Initiativen aus den Bereichen Nachwuchsarbeit, Inklusion, Nachhaltigkeit und gesellschaftliches Miteinander. Insgesamt wurden Preisgelder in Höhe von 6.500 € vergeben.
Platz 2 und ein Preisgeld von 1.500 € erhielt die Aikido-Gemeinschaft Oder-Spree e. V. für ihr Projekt „Wir hörten auf, Sporthallen zu suchen – Wie aus Hallenmangel ein neues Modell für regionalen Vereinssport entstand“.
Platz 3 und ein Preisgeld von 1.000 € ging an den SV Preußen Elsterwerda e. V. für das Projekt „Unser Verein. Unsere Umwelt. Unsere Verantwortung.“
Jeweils einen Förderpreis in Höhe von 500 € erhielten:
Martina Palte, Vorständin der Berliner Volksbank, hebt hervor: „Die diesjährigen Projekte zeigen, wie vielfältig Sportvereine unser Land mitgestalten. Sie schaffen Begegnungen, fördern Teilhabe und bringen Menschen unterschiedlicher Hintergründe zusammen. Als Berliner Volksbank unterstützen wir die ,Sterne des Sports', weil hier sichtbar wird, welchen Beitrag Vereine jeden Tag für das Zusammenleben in Brandenburg leisten. Unser besonderer Glückwunsch gilt der Judoschule Falkensee, die mit ihrem Projekt zeigt, wie junge Menschen Verantwortung übernehmen und Vereinsleben aktiv prägen können.“
Kristy Augustin, Vizepräsidentin des Landessportbunds Brandenburg, betont: „Alle eingereichten Projekte haben mich als Jurymitglied begeistert. Sie sind ein beeindruckender Beweis dafür, mit welchem Ideenreichtum, Herzblut und absoluter Hingabe sich unsere Ehrenamtlichen für den Brandenburger Sport und seine Aktiven engagieren. Sie zeigen, was möglich ist, wenn Menschen gemeinsam anpacken und ihren Verein, den Sport und auch ein Stück weit die Gesellschaft neu denken. Jede einzelne Initiative verdient daher nicht nur einen funkelnden Stern, sondern auch unser herzlichstes Dankeschön und natürlich den allergrößten Respekt!“
Die „Sterne des Sports“ werden seit 2004 von den Volksbanken Raiffeisenbanken gemeinsam mit dem Deutschen Olympischen Sportbund vergeben. Ausgezeichnet werden Sportvereine, die mit ihren Projekten einen besonderen gesellschaftlichen Beitrag leisten.
Mit dem Landessieg vertritt die Judoschule Falkensee Brandenburg nun beim Bundesfinale um den Großen Stern des Sports in Gold.
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