Mathias Paulokat
Pressesprecher
Marke und Unternehmenskommunikation
Bundesallee 206
10717 Berlin
22.09.2026
In der Judoschule Falkensee trainieren Jugendliche Erwachsene. Was ungewöhnlich klingt, ist Teil eines Vereinskonzepts, das junge Menschen früh in Verantwortung bringt. Mit dem Projekt „Vom Funken zur Flamme – Jugendliche trainieren Erwachsene“ hat die Judoschule Falkensee e. V. einen Weg gefunden, Nachwuchs für das Ehrenamt zu gewinnen und das Vereinsleben aktiv weiterzuentwickeln. Für dieses Engagement wurde der Verein mit dem Großen Stern des Sports in Bronze ausgezeichnet, der höchsten Ehrung auf lokaler Ebene des Wettbewerbs im Marktgebiet der Berliner Volksbank. Das Preisgeld beträgt 1.500 Euro.
Vor drei Jahren startete die Judoschule Falkensee ein Experiment: Weil es zunächst niemanden gab, der die neue Sportart Floorball anleiten konnte, entwickelte der Verein ein eigenes Ausbildungskonzept für Kinder und Jugendliche. Die Nachwuchssportlerinnen und Nachwuchssportler lernen dabei, Trainingseinheiten zu planen und Gruppen anzuleiten. Ergänzt wird das Programm durch eine Schiedsrichterprüfung und einen Erste-Hilfe-Kurs. Anschließend übernehmen die Jugendlichen eigenständig Verantwortung für das Training von Erwachsenen.
Aus einer pragmatischen Lösung für den Trainingsbetrieb entstand ein Modell, das junge Menschen früh an Verantwortung heranführt und das Miteinander verschiedener Generationen im Verein fördert. Gleichzeitig konnte mit Floorball eine neue Sportart im Vereinsangebot etabliert werden.
Yvonne Nowakowski, Vorstandsvorsitzende der Judoschule Falkensee, sagt: „Am Anfang war es für viele Erwachsene ungewohnt, von Jugendlichen trainiert zu werden. Heute ist das selbstverständlich. Die jungen Trainerinnen und Trainer haben gezeigt, wie viel Verantwortung sie übernehmen können. Das hat unseren Verein geprägt und die Floorball-Abteilung überhaupt erst möglich gemacht.“
Dennis Dambowy, Leiter des BeratungsCenter Potsdam der Berliner Volksbank, sagt: „Die Judoschule Falkensee zeigt, wie Vereine junge Menschen früh an Verantwortung heranführen können. Die Jugendlichen gestalten das Vereinsleben aktiv mit und übernehmen Aufgaben, die sonst oft Erwachsenen vorbehalten sind. Als Berliner Volksbank fördern wir mit den ,Sternen des Sports‘ Vereine, die neue Wege gehen und gesellschaftliches Engagement vor Ort stärken.“
Die Preisverleihung fand in der Gewölbehalle im Kutschstall in Potsdam statt. Insgesamt wurden sechs Brandenburger Vereine für ihr gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet. Die Projekte reichen von digitalem Vereinsmanagement über Gesundheitsförderung und Inklusion bis hin zur Stärkung von Mädchen und Frauen im Sport. Mit dem Wettbewerb „Sterne des Sports“ zeichnen die Berliner Volksbank und der Landessportbund Brandenburg Vereine aus, die gesellschaftliche Herausforderungen aufgreifen und das Miteinander vor Ort fördern. Die Berliner Volksbank vergab Preisgelder in Höhe von insgesamt 4.700 Euro.
Platz 2: Den Kleinen Stern des Sports in Bronze und ein Preisgeld von 1.000 Euro erhielt der Traditionelles Karate Strausberg e. V. für das Projekt „Digitales Dojo – Karate trifft 21. Jahrhundert“. Der Verein entwickelte eine digitale Infrastruktur mit Mitglieder-App und Verwaltungssystem, die die Vereinsorganisation erleichtert und das Ehrenamt entlastet.
Platz 3: Die SG Rot-Weiß Neuenhagen e. V. wurde für ihr Projekt „PingPongParkinson in Neuenhagen“ ausgezeichnet. Das Angebot verbindet Sport und soziale Teilhabe für Menschen mit Parkinson und ist inzwischen fester Bestandteil des Vereinslebens. Dafür gab es den Kleinen Stern des Sports in Bronze und 700 Euro Preisgeld.
Förderpreise: Jeweils 500 Euro erhielten die DLRG Ortsgruppe Oranienburg e. V. für ihr Projekt „Vom Schwimmer zur Einsatzkraft – Ehrenamt, das Leben rettet“, der Universitätssportverein Potsdam e. V. für „Ring frei! für Mädchen- & Frauenboxen beim USV Potsdam“ sowie die Potsdamer Sport Union 04 / Special Hockey für ihr inklusives Angebot „Specialhockey Potsdam – inklusives Hockeyspielen für Menschen mit und ohne geistige Behinderung“.
Seit 2004 schreiben die Volksbanken Raiffeisenbanken gemeinsam mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) den Wettbewerb „Sterne des Sports“ aus. Ausgezeichnet werden Sportvereine, die sich in gesellschaftlich relevanten Bereichen engagieren, etwa in der Jugendarbeit, Gesundheitsförderung, Integration, Inklusion oder Vereinsentwicklung. Im Mittelpunkt stehen nicht sportliche Erfolge, sondern Projekte mit Wirkung für die Gesellschaft.
Mit dem Gewinn des Großen Sterns des Sports in Bronze qualifiziert sich die Judoschule Falkensee e. V. für die nächste Wettbewerbsstufe um den Silbernen Stern des Sports im Land Brandenburg. Diese Preisverleihung findet am 12. Oktober 2026 in der Staatskanzlei Potsdam statt.
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