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Ein Mädchen hält einen Gewinnscheck über 1500 Euro hoch und ein anderes Mädchen den Stern des Sports in Bronze
Gewinner*innen des Großen Stern des Sports in Bronze für Brandenburg 2026 von der Judoschule Falkensee e. V., Foto: Marcel Schwickerath

Jugendliche trainieren Erwachsene: Judoschule Falkensee gewinnt Großen Stern des Sports in Bronze

Judoschule Falkensee wird für Nachwuchsprojekt „Vom Funken zur Flamme“ ausgezeichnet

22.09.2026

  • Jugendliche übernehmen Verantwortung als Trainerinnen und Trainer
  • Sechs Brandenburger Sportvereine für gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet
  • Chance auf den Silbernen Stern des Sports bei der Landesauswahl

Judoschule Falkensee wird für Nachwuchsprojekt „Vom Funken zur Flamme“ ausgezeichnet

In der Judoschule Falkensee trainieren Jugendliche Erwachsene. Was ungewöhnlich klingt, ist Teil eines Vereinskonzepts, das junge Menschen früh in Verantwortung bringt. Mit dem Projekt „Vom Funken zur Flamme – Jugendliche trainieren Erwachsene“ hat die Judoschule Falkensee e. V. einen Weg gefunden, Nachwuchs für das Ehrenamt zu gewinnen und das Vereinsleben aktiv weiterzuentwickeln. Für dieses Engagement wurde der Verein mit dem Großen Stern des Sports in Bronze ausgezeichnet, der höchsten Ehrung auf lokaler Ebene des Wettbewerbs im Marktgebiet der Berliner Volksbank. Das Preisgeld beträgt 1.500 Euro.

Jugendliche werden zu Trainern

Vor drei Jahren startete die Judoschule Falkensee ein Experiment: Weil es zunächst niemanden gab, der die neue Sportart Floorball anleiten konnte, entwickelte der Verein ein eigenes Ausbildungskonzept für Kinder und Jugendliche. Die Nachwuchssportlerinnen und Nachwuchssportler lernen dabei, Trainingseinheiten zu planen und Gruppen anzuleiten. Ergänzt wird das Programm durch eine Schiedsrichterprüfung und einen Erste-Hilfe-Kurs. Anschließend übernehmen die Jugendlichen eigenständig Verantwortung für das Training von Erwachsenen.

Aus einer pragmatischen Lösung für den Trainingsbetrieb entstand ein Modell, das junge Menschen früh an Verantwortung heranführt und das Miteinander verschiedener Generationen im Verein fördert. Gleichzeitig konnte mit Floorball eine neue Sportart im Vereinsangebot etabliert werden. 

Yvonne Nowakowski, Vorstandsvorsitzende der Judoschule Falkensee, sagt: „Am Anfang war es für viele Erwachsene ungewohnt, von Jugendlichen trainiert zu werden. Heute ist das selbstverständlich. Die jungen Trainerinnen und Trainer haben gezeigt, wie viel Verantwortung sie übernehmen können. Das hat unseren Verein geprägt und die Floorball-Abteilung überhaupt erst möglich gemacht.“

Dennis Dambowy, Leiter des BeratungsCenter Potsdam der Berliner Volksbank, sagt: „Die Judoschule Falkensee zeigt, wie Vereine junge Menschen früh an Verantwortung heranführen können. Die Jugendlichen gestalten das Vereinsleben aktiv mit und übernehmen Aufgaben, die sonst oft Erwachsenen vorbehalten sind. Als Berliner Volksbank fördern wir mit den ,Sternen des Sports‘ Vereine, die neue Wege gehen und gesellschaftliches Engagement vor Ort stärken.“

Von Digitalisierung bis Inklusion: Sechs Vereine ausgezeichnet

Die Preisverleihung fand in der Gewölbehalle im Kutschstall in Potsdam statt. Insgesamt wurden sechs Brandenburger Vereine für ihr gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet. Die Projekte reichen von digitalem Vereinsmanagement über Gesundheitsförderung und Inklusion bis hin zur Stärkung von Mädchen und Frauen im Sport. Mit dem Wettbewerb „Sterne des Sports“ zeichnen die Berliner Volksbank und der Landessportbund Brandenburg Vereine aus, die gesellschaftliche Herausforderungen aufgreifen und das Miteinander vor Ort fördern. Die Berliner Volksbank vergab Preisgelder in Höhe von insgesamt 4.700 Euro.

Platz 2: Den Kleinen Stern des Sports in Bronze und ein Preisgeld von 1.000 Euro erhielt der Traditionelles Karate Strausberg e. V. für das Projekt „Digitales Dojo – Karate trifft 21. Jahrhundert“. Der Verein entwickelte eine digitale Infrastruktur mit Mitglieder-App und Verwaltungssystem, die die Vereinsorganisation erleichtert und das Ehrenamt entlastet.

Platz 3: Die SG Rot-Weiß Neuenhagen e. V. wurde für ihr Projekt „PingPongParkinson in Neuenhagen“ ausgezeichnet. Das Angebot verbindet Sport und soziale Teilhabe für Menschen mit Parkinson und ist inzwischen fester Bestandteil des Vereinslebens. Dafür gab es den Kleinen Stern des Sports in Bronze und 700 Euro Preisgeld. 

Förderpreise: Jeweils 500 Euro erhielten die DLRG Ortsgruppe Oranienburg e. V. für ihr Projekt „Vom Schwimmer zur Einsatzkraft – Ehrenamt, das Leben rettet“, der Universitätssportverein Potsdam e. V. für „Ring frei! für Mädchen- & Frauenboxen beim USV Potsdam“ sowie die Potsdamer Sport Union 04 / Special Hockey für ihr inklusives Angebot „Specialhockey Potsdam – inklusives Hockeyspielen für Menschen mit und ohne geistige Behinderung“

Eine Gruppe von Menschen stehen im Halbkreis und einige halten Gewinnschecks
Preisträger*innen der Sterne des Sports in Bronze für Brandenburg 2026 sowie Vertreter*innen des Landessportbundes Brandenburg und der Berliner Volksbank, Foto: Marcel Schwickerath

Der Wettbewerb „Sterne des Sports“

Seit 2004 schreiben die Volksbanken Raiffeisenbanken gemeinsam mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) den Wettbewerb „Sterne des Sports“ aus. Ausgezeichnet werden Sportvereine, die sich in gesellschaftlich relevanten Bereichen engagieren, etwa in der Jugendarbeit, Gesundheitsförderung, Integration, Inklusion oder Vereinsentwicklung. Im Mittelpunkt stehen nicht sportliche Erfolge, sondern Projekte mit Wirkung für die Gesellschaft.

Mit dem Gewinn des Großen Sterns des Sports in Bronze qualifiziert sich die Judoschule Falkensee e. V. für die nächste Wettbewerbsstufe um den Silbernen Stern des Sports im Land Brandenburg. Diese Preisverleihung findet am 12. Oktober 2026 in der Staatskanzlei Potsdam statt. 

Über die Berliner Volksbank

Die Berliner Volksbank eG ist seit ihrer Gründung am 16. Januar 1946 in Berlin als eingetragene Genossenschaft ein Kreditinstitut im Sinne des Kreditwesengesetzes (KWG) und feiert im Jahr 2026 ihr 80. Jubiläum. Der Geschäftsbetrieb umfasst Bankgeschäfte und Finanzdienstleistungen auf Grundlage der Erlaubnis nach § 32 KWG. Das Geschäftsmodell unserer Bank gründet auf dem Anspruch an eine ganzheitliche Beratung unserer Kunden sowie der wirtschaftlichen Förderung unserer Mitglieder und ist durch das Regionalprinzip geprägt. Als Genossenschaftsbank wurde die Berliner Volksbank von Unternehmern für Unternehmer gegründet. Unser Handeln ist unternehmerisch geprägt. Dabei gilt unser Leistungsangebot sowohl für unsere gewerblichen und freiberuflichen Kunden als auch für unsere privaten Kunden. Die persönliche wie digitale Erreichbarkeit für unsere Kunden gewährleisten wir durch unser Standortnetz und direkte Kommunikationswege. Als Genossenschaftsbank sieht es die Berliner Volksbank eG als ihre Kernaufgabe an, die wirtschaftliche Entwicklung ihrer Mitglieder und Kunden zu fördern. Dabei spielt der nachhaltige Ausbau der Mitglieder-Bank-Beziehung weiterhin eine zentrale Rolle.