Mathias Paulokat
Pressesprecher
Marke und Unternehmenskommunikation
Bundesallee 206
10717 Berlin
28.05.2026
„Wurzeln in der Region, Flügel für die Zukunft.“ Und 80 Jahre Berliner Volksbank. Unter diesem thematischen Schwerpunkt ließe sich die Vertreterversammlung 2026 der Berliner Volksbank für das abgelaufene Geschäftsjahr am 28. Mai 2026 im Berliner Kongress-Centrum bcc am Alexanderplatz zusammenfassen. Erneut blickte die in Berlin und Brandenburg ansässige Genossenschaftsbank auf ein sehr gutes Geschäftsergebnis. Es ist nach 2023 und 2024 das drittstärkste Ergebnis in der Unternehmensgeschichte. Mit diesem habe die Bank bewiesen, dass sie ein hohes Leistungsniveau nicht nur erreichen, sondern auch unter anspruchsvollen Bedingungen halten könne. Und mit mittlerweile über 20 Mrd. Euro Bilanzsumme steht die Berliner Volksbank derzeit der Größe nach an der Spitze der über 600 Volks- und Raiffeisenbanken in Deutschland.
Carsten Jung, Vorstandsvorsitzender der Berliner Volksbank, ging gleich zu Beginn seiner Rede auf das Jubiläumsmotto ein: „Wurzeln in der Region, Flügel für die Zukunft.“ Das steht für unsere tiefe Verwurzelung in unserer Region und zugleich für den Blick nach vorn – für neue Ideen, gemeinschaftliches Engagement und Menschen, die Verantwortung übernehmen.“ Im Fokus stehe eine klare Zweckorientierung von Anfang an: die wirtschaftliche Förderung ihrer Mitglieder durch gemeinschaftliches Handeln. „Seitdem haben sich Berlin und Brandenburg immer wieder neu erfunden: Teilung und Wiedervereinigung, tiefgreifender Strukturwandel, neue Branchen, neue Dynamiken, neue soziale Herausforderungen. Und mit der Region hat sich auch die Berliner Volksbank verändert.“ Veränderungsfähigkeit, ein hoher Grad an Vernetzung, regionales Engagement und konsequenter Gestaltungswille sind die Elemente, welche die Berliner Volksbank heute ausmachen.
Die jährliche ordentliche Vertreterversammlung der Berliner Volksbank steht für genossenschaftliche Teilhabe und ist zudem formelles Beschlussorgan. Die gewählten 453 Vertreterinnen und Vertreter, repräsentieren die über 230.000 Mitglieder der Bank für Berlin und Brandenburg. 238 Vertreterinnen und Vertreter fanden den Weg zur diesjährigen Vertreterversammlung. Tobias Weber, Aufsichtsratsvorsitzender der Bank, freute sich über die Teilnahme und führte durch die Veranstaltung. Er dankte ausdrücklich Vorstand wie Belegschaft für den großen Einsatz, den Vertreterinnen und Vertretern für das gewährte Vertrauen und dem Aufsichtsrat für die konstruktive Zusammenarbeit.
Im Fokus der diesjährigen Vertreterversammlung standen einmal mehr die Zahlen, Daten und Fakten des vergangenen Geschäftsjahres 2025 mit dem daraus resultieren Geschäftsergebnis. Carsten Jung, Vorstandsvorsitzender Berliner Volksbank, stellte den Jahres- und Konzernabschuss 2025 vor. Der Jahresabschluss der Berliner Volksbank erhielt den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk der Abschlussprüfung, letztmalig vertreten durch Marco Schulz, Vorstandsmitglied des Genoverbands e.V. Der aufgestellte Jahresabschluss wurde durch die Vertreterversammlung ohne Gegenstimmen oder Enthaltungen festgestellt. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet. Der Aufsichtsrat wurde gleichfalls ohne Gegenstimmen entlastet. Weiterhin wurden die vorgeschlagene Änderungen wie beispielsweise zur Satzung und zur Wahlordnung einstimmig beschlossen.
Bereits in ihrem Berichtstermin Ende März 2026 hat die Berliner Volksbank ausführlich über das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 informiert. Die Berliner Volksbank ist erneut gewachsen, weiterhin profitabel und solide kapitalisiert: Das Teilbetriebsergebnis liegt mit 237,7 Mio. Euro erneut auf hohem Niveau. Der Jahresüberschuss liegt bei 40,0 Mio. Euro. Die Bilanzsumme der Bank belief sich zum 31. Dezember 2025 auf 20,1 Mrd. Euro. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein deutlicher Zuwachs von +8,7 Prozent bzw. 1,6 Mrd. Euro.
Im Kreditgeschäft hat die Berliner Volksbank 4,4 Mrd. Euro Neugeschäft (brutto) ausgereicht. In der Bilanz schlägt sich daraus ein Nettowachstum der Forderungen an Kunden von +0,9 Mrd. Euro nieder – ein Plus von +7,0 % gegenüber dem Vorjahr. Carsten Jung sagte: „Das ist angesichts der schon im Jahr 2025 stagnierenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ein sehr beachtlicher Wert. Wachstumstreiber waren insbesondere Kredite an Firmenkunden und gewerbliche Immobilienkunden. Zugleich haben wir den Leistungsausbau in grünen Energien vorangetrieben. Genau das, was unsere Region braucht: Finanzierung, die Zukunft ermöglicht.“ Das bilanzielle Kreditvolumen belief sich per Jahresende auf rund 14 Mrd. Euro. Im gesamten Kreditvolumen - also Kundenkredite und Bürgschaften - entfallen etwa 58 % auf die Grundstücks- und Wohnungswirtschaft. Ein Großteil unseres Kreditgeschäfts ist dabei grundpfandrechtlich besichert.
Auf der Passivseite verzeichnet die Berliner Volksbank eine deutliche Zunahme der Kundeneinlagen (also täglich fällige Einlagen wie Girokonten oder Tagesgelder bzw. befristete Einlagen wie Fest- oder Kündigungsgelder): Im Geschäftsjahr 2025 sind die Kundeneinlagen netto um rund 1,2 Mrd. Euro gewachsen. Das entspricht einem Plus von 7,6 %. Der Bestand beläuft sich damit auf 16,7 Mrd. Euro. Carsten Jung sagte dazu: „Dieses Wachstum ist mehr als eine Frage der Konditionen. Es ist vor allem ein Ausdruck von Vertrauen. Wir genießen dieses Vertrauen, weil Menschen wissen: Ihr Geld ist bei uns verantwortungsvoll angelegt – und sie können sich darauf verlassen, dass es im Zweifel auch wieder ausgezahlt wird. Genau dafür stehen wir.“ Auch Wertpapiere und Fonds haben im Geschäftsjahr 2025 zugelegt: Die Bestände der Kundschaft stiegen um beachtliche 544,6 Mio. Euro bzw. +9,0 %. „Unsere Kundinnen und Kunden sichern sich damit gegen Inflation ab und bauen Vermögen auf – das wiederum stärkt auch die Ertragsbasis der Bank nachhaltig“, resümierte Jung.
Die Kernkapitalquote beträgt im Berichtsjahr 15,2 % und liegt damit deutlich über den aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen. Der Rückgang zum Vorjahr um -1,2 Prozent erklärt sich durch zwei Faktoren: gestiegene Eigenmittelanforderungen und das über den Erwartungen liegende Wachstum im Kreditgeschäft. Unser Eigenkapital liegt erstmals über 2 Mrd. Euro inkl. Einlagen in den Fonds für allgemeine Bankrisiken. Insgesamt konnte die Bank ihre Eigenkapitalbasis im Jahr 2025 um 117,4 Mio. Euro erhöhen. Diese Substanz macht die Berliner Volksbank wetterfest, auch mit Blick auf demografische Entwicklungen und zukünftige regulatorische Anforderungen. Die Cost-Income-Ratio (CIR; betrieblich) liegt unverändert auf sehr wettbewerbsfähigem Niveau und im Berichtsjahr konkret bei 54,0 %. „Für eine Regionalbank mit Filialen und Beratungscentern in der Stadt und im ländlichen Raum ist das eine bemerkenswerte Leistung und weiterhin ein Ausweis dafür, dass wir effizient und profitabel wirtschaften“, so Carsten Jung.
Unter dem Strich belief sich der Bilanzgewinn auf 40,0 Mio. Euro. „Gemeinsam mit dem Aufsichtsrat schlagen wir Ihnen daher vor, ebenso wie in den beiden Vorjahren 3,0 % Dividende und 1,0 % Bonus auszuschütten“, so Carsten Jung. „Mit einem Gesamtbetrag von fast 32 Mio. Euro beteiligen wir damit unsere mittlerweile über 230.000 Mitglieder zum dritten Mal in Folge am starken Ergebnis ihrer Bank. Das ist Verlässlichkeit – und gelebtes Genossenschaftsprinzip. Erbracht wurde dieser Erfolg von 1.983 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Ihrer Berliner Volksbank. Sie sind in Berlin und Brandenburg für Sie, für unsere Kunden, unermüdlich und – wie man sieht – mit Tatkraft im Einsatz!“ Dem Gewinnverwendungsvorschlag wurde einstimmig zugestimmt. Ebenso erfolgte die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat ohne Gegenstimmen. Die Dividende für das Geschäftsjahr 2025 wird am 1. Juni 2026 ausgezahlt. Die Bank würdigt auch in diesem Jahr die Leistung der knapp 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch eine erneute Erfolgsbeteiligung – denn sie haben dieses Ergebnis ermöglicht. Die Vertreterversammlung würdigte den großen Einsatz der Belegschaft mit anhaltendem Applaus.
Seit Jahren beobachtet auch die Berliner Volksbank dieselbe demografische Entwicklung: sowohl Kunden- wie auch Mitgliederstamm als auch Belegschaft wird im Durchschnitt älter. „Wir investieren deshalb bei Mitarbeitern gezielt in Weiterbildung, Talentförderung und Nachwuchsgewinnung. Wir entwickeln Führung weiter und stärken Kompetenzen – weil Zukunftsfähigkeit nicht allein technologisch, sondern vor allem menschlich entschieden wird“, erläuterte Carsten Jung. „Unsere Bemühungen haben Strahlkraft: 2025 dürfen wir uns, vom Tagesspiegel und dem Sozialwissenschaftlichen Institut Schad (SWI HR) wiederholt geprüft, als einer von „Berlins besten Arbeitgebern“ bezeichnen, basierend auf einer umfassenden Analyse von fast 700 Unternehmen in Berlin. Wenn wir - um unsere Zukunftsfähigkeit zu sichern - intensiv auch junge Menschen für die Bank gewinnen wollen, dann nicht ausschließlich als Nachwuchs im Unternehmen, sondern auch als Mitglieder und Kunden.“
Auf der Kundenseite hat die Bank wir 2025 über 41.000 neue Kunden (brutto) gewonnen; netto entspricht das einem Zuwachs von rund 12.800. Damit vertrauen uns insgesamt rund 570.000 Kunden. Unsere Mitgliederzahl ist im selben Zeitraum um 3.070 gestiegen und damit erstmals über der Marke von 230.000 angekommen. Diese Entwicklung zeigt: Wir überzeugen am Markt – und wir binden nachhaltig. Dass uns das sehr gut gelingt, wird belegt durch zahlreiche weitere Auszeichnungen, die uns mit Stolz erfüllen. Zum Beispiel zeichnete das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) das Girokonto blauorange für junge Menschen aus als eines der besten Finanzprodukte des Jahres in Deutschland! Und FOCUS MONEY kürte die Berliner Volksbank zur Top-Mittelstandsbank Deutschlands – mit Bestnoten für Beratung, Produktangebot und Kommunikation. Darüber hinaus zählen wir schon zum zweiten Mal zu den nachhaltigsten Banken Deutschlands.
Im Geschäftsjahr 2025 hat die Berliner Volksbank rund 2,4 Mio. Euro für gesellschaftliches Engagement bereitgestellt. Damit hat die Bank zahlreiche gemeinnützige Projekte und Initiativen zu sozialem Zusammenhalt, Bildung, Jugend- und Kulturarbeit sowie im Sport unterstützt. Allein über das Co-Funding auf unserer Crowdfunding-Plattform „Viele schaffen mehr“ kamen 300.000 Euro zusammen. Genau dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen, Gemeinschaft stärken und Zukunft gestalten. „Stolz bin ich in diesem Zusammenhang auch auf unsere Mitarbeiter. Die packen nämlich auf Social Days selbst fleißig mit an. So kamen 2025 über 4.000 geleistete Arbeitsstunden zusammen bei sozialen Initiativen wie der Arche Kinderstiftung, der Berliner Tafel/"LAIB und SEELE" und „Weihnachten im Schuhkarton“.
In der anschließenden Aussprache wurde deutlich, dass die Bank trotz schwieriger Rahmenbedingungen insgesamt positiv in die Zukunft blickt, den Ausblick aufgrund der erwarteten konjunkturellen Entwicklungen in Berlin und Brandenburg jedoch verhaltener formuliert als im Vorjahr. Angemessene Risikovorsorge sei getroffen. Weiterhin wurden Fragen zur Mitarbeiterförderung, und -fluktuation, zum Prinzip der Institutssicherung und Corporate Governance im Genossenschaftssektor, zu den Satzungsänderungen, zum Einsatz von KI in der Bank, zur Bargeldversorgung und dem Vertriebsnetz der Berliner Volksbank sowie vorherrschenden Megatrends und dem korrespondierenden Strategieprozess der Bank beantwortet. Carsten Jung brachte es zur diesjährigen Vertreterversammlung wie folgt auf den Punkt: „Unsere Verwurzelung gibt uns Halt. Unsere Werte – Zusammenhalt, Verlässlichkeit, Tatkraft – geben uns Flügel.“
Die Berliner Volksbank eG ist seit ihrer Gründung am 16. Januar 1946 in Berlin als eingetragene Genossenschaft ein Kreditinstitut im Sinne des Kreditwesengesetzes (KWG) und feiert im Jahr 2026 ihr 80. Jubiläum. Der Geschäftsbetrieb umfasst Bankgeschäfte und Finanzdienstleistungen auf Grundlage der Erlaubnis nach § 32 KWG. Das Geschäftsmodell unserer Bank gründet auf dem Anspruch an eine ganzheitliche Beratung unserer Kunden sowie der wirtschaftlichen Förderung unserer Mitglieder und ist durch das Regionalprinzip geprägt. Als Genossenschaftsbank wurde die Berliner Volksbank von Unternehmern für Unternehmer gegründet. Unser Handeln ist unternehmerisch geprägt. Dabei gilt unser Leistungsangebot sowohl für unsere gewerblichen und freiberuflichen Kunden als auch für unsere privaten Kunden. Die persönliche wie digitale Erreichbarkeit für unsere Kunden gewährleisten wir durch unser Standortnetz und direkte Kommunikationswege. Als Genossenschaftsbank sieht es die Berliner Volksbank eG als ihre Kernaufgabe an, die wirtschaftliche Entwicklung ihrer Mitglieder und Kunden zu fördern. Dabei spielt der nachhaltige Ausbau der Mitglieder-Bank-Beziehung weiterhin eine zentrale Rolle.