Rückläufige Euroraum-Industrieproduktion
Die Industriebetriebe des Euroraums mussten im August bei der Produktion erneut einen Rückschlag hinnehmen. Gemäß den aktuellen amtlichen Daten sank die Industrieproduktion gegenüber Juli preis-, kalender- und saisonbereinigt um 0,5 %, nachdem sie bereits in den beiden Vormonaten leicht gesunken war.
Innerhalb der Industrie zeigten sich allerdings unterschiedliche Entwicklungen. Während die Produktion bei den Verbrauchs- (-2,7 %) und Vorleistungsgüter-Herstellern (-0,8 %) sowie im Energiesektor (-0,6 %) sank, legte sie bei den Herstellern von Investitions- (+0,4 %) und Gebrauchsgütern (+0,2 %) abermals etwas zu. Ein Grund für die Produktionsrückgänge ist in der langen und heftigen Hitzephase in weiten Teilen Europas zu sehen. Diese führte zu schwachen Ernten und über niedrige Fluss-Pegelstände zu Beeinträchtigungen in der Binnenschifffahrt.
Unter anderem wegen der sich abzeichnenden Normalisierung der Binnenschifffahrt dürfe die Industrieproduktion zum Jahresende wieder auf Wachstum einschwenken. Darauf deutet auch der weiter steigende Orderindikator hin.