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Grafische Darstellung eines Tellers und Besteck

22.01.2026 | Lesezeit: 7 Minuten

In Zahlen: So international sind Berlin und Brandenburg

Anderen Kulturen offen zu begegnen, ist stimulierend. Berlin und Brandenburg profitieren von diesem Austausch, menschlich wie wirtschaftlich. In Zahlen und Grafiken haben wir aufbereitet, wie „globaler Geist“ lokale Stärke fördert. 

Firmenkunden - Internationalisierung - Listicle

Das Wichtigste in Kürze

  • Migration gebraucht: Damit Berlin und Brandenburg wirtschaftlich wachsen können, braucht es Zuwanderung. 
  • Voll versorgt: Die Pflegebranche ist längst auf Arbeitskräfte aus dem Ausland angewiesen.
  • Startup-Metropole: Berlin rangiert in den Top 3 der Startup-Städte Europas. Das zieht Menschen aus aller Welt an. 

Wachstum braucht Migration

In vielen Unternehmen in Berlin und Brandenburg geht es längst nicht mehr nur um Fachkräfte, sondern darum, überhaupt Menschen für die Arbeit zu finden. Der Mangel schränkt die Entwicklung der Firmen massiv ein. Wenn Deutschland wachsen will, brauche es Zuwanderung, hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) errechnet: Um die sogenannte Potenzialrate bis 2029 wieder auf ihren langfristigen Mittelwert von 1,1 Prozent zu heben, müssten 1,5 Millionen Erwerbstätige zuwandern. Wie wichtig ausländische Beschäftigte sind, zeigt das Beispiel Brandenburg: Sie tragen fast 7 Milliarden Euro zur Bruttowertschöpfung bei. Derzeit liegt die Potenzialrate übrigens bei 0,4 Prozent; laut DIW würde sie ohne Migration rasch auf null sinken. 

Verlauf des Produktionspotentials von 2005 bis 2030

Ärzte aus aller Welt

Mehr als 68.000 Ärzte und Ärztinnen aus dem Ausland arbeiten derzeit in Deutschland. Von insgesamt 437.000 berufstätigen Medizinern sind mehr als 15 Prozent aus einem anderen Land nach Deutschland gekommen. Das heißt: jeder sechste Arzt, jede sechste Ärztin wurde außerhalb Deutschlands geboren. Die mit Abstand größte Gruppe kommt übrigens aus Syrien, gefolgt von Rumänien, Österreich und Griechenland.

Magnetische Wirkung

2024 sind 22.629 Frauen und Männer nach Brandenburg gezogen, für 2025 wird ein ähnlicher Wert erwartet. Am Ende der Zwanziger-Jahre, so prognostiziert es das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, wird die Brandenburger Bevölkerung innerhalb von zehn Jahren um rund 230.000 Menschen angewachsen sein. Das Gros der Zuzügler kommt übrigens aus der Nähe: 15.413 Berliner und Berlinerinnen zog es 2024 nach Brandenburg, 11.383 Menschen kamen aus dem Ausland. Berlin wird durch die magnetische Wirkung Brandenburgs übrigens nicht leerer: 27.017 Neu-Berlinerinnen und Neu-Berliner sind im selben Jahr dazu gekommen, die meisten ziehen aus dem Ausland in die Hauptstadt. 

Grafische Darstellung von Zuzügen nach Berlin und Brandenburg in 2024

Wo gedeihen Startups am besten? 

Die drei europäischen Städte mit den besten Öko-Systemen für Startups sind laut einer Datenauswertung von 4,5 Millionen Startups in mehr als 50 Ländern:

Platzierung von europäischen Startups nach Städten: 1. London, 2. Paris, 3. Berlin

Internationale Vielfalt auch kulinarisch

Aufteilung nach internationaler Küche

Reden hilft: Integrationskurse

Deutschlandweit rund 363.000 Menschen begannen im Jahr 2024 einen Integrationskurs. Rund 90 Prozent erreichten das Sprachniveau B1 (fortgeschrittene Sprachkenntnisse) oder A2 (grundlegende Sprachkenntnisse).

Mehr zum Thema Globaler Geist in unserer B* 13

Die Zahlen stammen aus unserem Businessmagazin B*. Die aktuelle Ausgabe befasst sich damit, wie globaler Geist die Region Berlin-Brandenburg stärkt. Lesen Sie die gesamte Ausgabe kostenlos online.

Sie halten den Laden am Laufen

Von allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland haben 5,3 Millionen Frauen und Männer eine ausländische Staatsangehörigkeit. In vielen künstlerischen Berufen ist ihr Anteil besonders hoch, doch zahlenmäßig sind deutlich mehr Menschen mit ausländischem Pass in versorgungsrelevanten Berufen tätig: Allein 160.000 ausländische Berufskraftfahrer sorgen dafür, dass Güter in Deutschland von A nach B kommen – das ist ein Anteil von fast 30 Prozent. Jeweils rund 100.000 ausländische Staatsangehörige sind im Verkauf und in der Lagerwirtschaft tätig, auch in der Gesundheits- und Krankenpflege sind sie unverzichtbar. Und in der Gastronomie hat jede dritte Fachkraft keinen deutschen Pass. 

Anteil an ausländischen Beschäftigten

Berlin, die Musik-Hauptstadt der Welt

Gleich vier Einspielungen vom Berliner Klassiklabel »Deutsche Grammophon« wurden 2025  für die Grammys nominiert – der wichtigsten internationalen Auszeichnung in der Musikindustrie. Drei haben gewonnen. Einer der Preisträger: Pianist Víkingur Ólafsson, der regelmäßig bei den Berliner Philharmonikern zu Gast ist und nach dem Gewinn sagte: »Berlin ist die Musik-Hauptstadt der Welt.«

Multikulti: Nationalitäten in der Hauptstadt

Nahezu alle Nationen sind in der deutschen Hauptstadt vertreten – die meisten Menschen (neben 2,9 Millionen Deutschen) stammen aus der Türkei. In Brandenburg hingegen bilden 34.200 Ukrainerinnen und Ukrainer die größte Gruppe, gefolgt von Menschen mit polnischer und syrischer Staatsangehörigkeit. 

grafische Darstellung des Anteils an ausländischen Einwohnern

Quellen: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung / Institut der deutschen Wirtschaft (IW) / rbb / Land Brandenburg / Business Insider / Gastro-Trendreport DISH / Statistisches Bundesamt / Amt für Statistik Berlin-Brandenburg / Bundesamt für Migration und Flüchtlinge / Ärztestatistik der Bundesärztekammer (Stand: Dezember 2024) / Deutsche Grammophon / Berliner Zeitung 

Recherche und Text: Julia Reichler / Illustration: Flaticon.com, ITM gruppe 
Leichte Abweichungen der Daten aufgrund von Rundungen.

 

Profilbild Maximilian Klein

Ihr Autor

Maximilian Klein

Seine berufliche Reise startete Maximilian Klein mit einer Ausbildung in Marketing und Kommunikation, gefolgt von einem Journalismusstudium. Sein Weg führte ihn zu Tätigkeiten bei renommierten Radiosendern wie Deutschlandradio Kultur und Deutschlandfunk sowie zu Stationen im Ausland, darunter Südafrika, USA, Israel und die Schweiz. Jetzt engagiert er sich bei der Berliner Volksbank im Corporate Publishing und erforscht dabei u. a. das Potenzial generativer KI für innovative Kommunikationsstrategien.

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