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Ein Mann und eine Frau stehen in einer Werkhalle mit Maschinen im Hintergrund und lächeln in die Kamera
Caroline und Stefan Huch in einer Produktionshalle Huch Behälterbau GmbH in Märkisch Linden bei Neuruppin.

08.01.2026 | Lesezeit: 10 Minuten

Besuch bei Huch Behälterbau: Tradition trifft Moderne

Tradition und Innovation unter einem Dach: Bei Huch Behälterbau entstehen Speicherlösungen, die Geschichte atmen und Zukunft gestalten. Begleitet wird dieser Weg von einer starken Partnerschaft mit der Berliner Volksbank, die den Wandel aktiv unterstützt.

Firmenkunden - Geschäftsstrategie - Referenz

Das Wichtigste in Kürze

  • Familienunternehmen mit Tradition: Huch Behälterbau produziert seit fast 100 Jahren Speicherlösungen, die in aller Welt gebraucht werden.
  • Mutiger Sprung in die Moderne: In Krisenzeiten gestaltet das Unternehmen den Wandel und setzt auf Digitalisierung, neue Technologien und effiziente Prozesse.
  • Starke Partnerschaft: Die Berliner Volksbank begleitet Huch als verlässlicher Partner über Kredite hinaus – mit strategischer Beratung und Unterstützung in herausfordernden Zeiten.

Wenn Sirko Beier in die eine Werkhalle fährt, muss er mit Funkregen rechnen und Maschinenlärm, der jedes Gespräch unterdrückt. Fährt er in die andere Werkhalle, ist es garantiert leise. In beiden Hallen werden Speicher hergestellt. Und beide Hallen gehören zu Huch Behälterbau. Unterschiede gibt es in ihrer Geschichte. Und im Alter der Maschinen darin. Bankberater Sirko Beier kommt öfter zur Huch Behälterbau GmbH in Märkisch Linden bei Neuruppin. Dann gibt es Kaffee, Kekse und einen Firmenrundgang. Die Chefs von Huch und der Bankberater kennen sich schon seit mehreren Jahren. Die Berliner Volksbank ist hier zu Gast wie bei guten Bekannten: Die Stühle sind vielleicht nicht so bequem wie im heimischen Wohnzimmer, dafür gibt es ziemlich große Maschinen, die in keine Wohnung passen und obendrein modern sind. Die zylindrischen Metallbehälter, die hier produziert werden – besser gesagt Speicher für Warmwasser, Heizungsenergie, Brauchwasser, Kaltwasser oder Kombispeicher –, finden Verwendung in Wohnhäusern, Industriehallen, Hotels und Kliniken. Die größten Modelle fassen 25.000 Liter, messen sechs Meter Höhe und 2,40 Meter Durchmesser, maßgefertigt und angepasst an die Anforderungen von Architekten und Heizungsbauern. Fast nie gibt es dieselbe Ausführung zweimal. „Eigentlich ist das Tagesgeschäft. Aber Routine wird’s nie“, sagt Stefan Huch. 

Familienunternehmen mit Wurzeln seit 1928

Huch ist ein Familienbetrieb mit wechselhafter Geschichte, der auf sein 100-jähriges Jubiläum zugeht und damit älter ist als die Berliner Volksbank. Stefan Huch, Geschäftsführer, und seine Cousine Caroline Huch, zuständig für Personal und Marketing, sind im Betrieb aufgewachsen – zwischen Öl, Blech, Eisen und Förderbändern, zwischen Hämmern, Brummen und Funkenregen. Sie wissen, wie man Ölflecken auf die Kleidung bekommen kann. Und dass man manchmal Kernseife braucht, um den Schmutz des Tages zu entfernen. Beide kennen sie jede Maschine, wissen, wie heiß es im Sommer in der Halle wird und wie kalt im Winter und wie es sich anhört, wenn das Fließband plötzlich stehenbleibt. Sie erschrecken nicht, wenn Funken fliegen. Caroline Huch hat sogar ihre Kinder in der Firma gewickelt – nicht in der lauten Werkhalle, sondern in einem der Büros, wo Mitarbeiterinnen ihren Nachwuchs mitbringen. Für Stefan Huch war die Halle kein Spielplatz, sondern Ort für Ferienjobs, um sich neue Turnschuhe zu verdienen. Das sind Jugenderinnerungen. Inzwischen gibt es Huch nicht nur in Brandenburg, sondern auch in China. Der Markt für Speicher ist groß, unübersichtlich und umkämpft. Die Huchs haben gelernt, in alle Himmelsrichtungen zu denken.

Atmosphäre in der Fabrikhalle

In der Halle hängt der Lärm von Maschinen, die alles geben, um Stimmen zu übertönen, ergänzt durch Funkenregen in der Ecke – ein Schweigen, das nur durch Lächeln unterbrochen wird. Stefan Huch steckt die Hände in die Taschen seiner Jeans und freut sich: Der Betrieb läuft, wenn es rumort und Funken sprühen. Am Ende des Fließbands kommen die Speicher hervor, unsichtbare Helfer, die fast überall gebraucht werden. Im hinteren Teil der Halle hängt ein Kalender, wie er für Augen gedacht ist, die mal von Metall und kahlen Wänden Pause brauchen. Caroline Huch zuckt mit den Schultern und lacht gegen den Lärm an. Cousin und Cousine stehen da wie in ihrem Wohnzimmer, tief verwurzelt in dieser Welt aus Stahl und Schweiß. Die Halle wirkt vertraut, lebendig, ein Ort, der Geschichte atmet und doch vorantreibt. 

Wir sind für Sie vor Ort!

Die Berliner Volksbank ist in Brandenburg tief verwurzelt. Unsere Berater*innen in Brandenburg sind Ihr verlässlicher Strategie-Partner und begleiten Sie mit ihrem Knowhow und Branchenwissen. 

Sirko Beier: Der Bankberater vor Ort

Sirko Beier, Kundenberater bei der Berliner Volksbank, betreut Huch seit Jahren und verfolgt die Entwicklungen genau: Ältere Maschinen wurden verkauft, die Montagehalle wurde modernisiert mit neuen Anlagen, die leiser und aufgeräumter wirken. „Roboterschweißanlage“ hat er in seinen Wortschatz aufgenommen – als Bankberater einer Mittelstands-Firma lernt man immer etwas Neues. Beier hat Respekt vor der wechselvollen Firmengeschichte, weiß aber: „Mit Tradition allein kann man keine Firma in die Zukunft führen.“ Deshalb ist er regelmäßig vor Ort, um zu verstehen, was seine Kunden bewegt, Umstrukturierungen zu begleiten und nachhaltige Wege zu ebnen. Seine Präsenz schafft Nähe, die über Zahlen hinausgeht. Die Berliner Volksbank sieht sich da nicht nur als Finanzdienstleister, sondern als strategischer Partner, mit dem man auch über das Marktgeschehen, mögliche Probleme und über Förderanträge sprechen kann. Da geht es nicht nur um Betriebsmittel, Vermögensaufbau und Gewinn-Verlust-Rechnungen. Da geht es um mehr – letztlich um eine sichere und nachhaltige Zukunft für die Huch GmbH und eine langanhaltende Beziehung zur Berliner Volksbank.

Sirko Beier erzählt: „Für uns als Berliner Volksbank ist es da selbstverständlich, im Interesse unserer Kunden auch den Markt zu sondieren, der ja auch im Bereich der Speicherherstellungen viele neue Anforderungen stellt, auf die die Firma Huch reagieren will. Wir helfen bei strategischen Überlegungen. Und wir schauen uns die Märkte an und hören auch die Einschätzungen der Verbandsvertreter in Sachen Herausforderungen der Zukunft “. Verstehen können, was der Bankkunde eigentlich macht – so nennt er das.

Von Krisen zur Digitalisierung

Die letzten Jahre forderten Huch heraus: 2024 brach der Umsatz um bis zu 45 Prozent ein. Da braucht man eine Bank mit Geduld und Vertrauen.  Die Berliner Volksbank hatte beides, während andere nur Sicherheiten forderten. „Die Berliner Volksbank hat uns geglaubt. Das war entscheidend“, sagt Stefan Huch. Diesmal halfen Digitalisierung, schlanke Strukturen und gutes Miteinander. Es klingt wie eine moderne Zauberformel für Management im 21. Jahrhundert. Und die Zauberformel wirkt, wenn man sie richtig umsetzt: Die neue Halle ist ein Sprung in die Moderne, von dem einige Mitarbeiter erst überzeugt werden mussten. Heute läuft alles effizienter, anpassungsfähiger an den Weltmarkt. Die Krise wurde gemeistert, weil Wandel mutig angegangen wurde – mit Technik, die den Lärm zähmt und Prozesse optimiert.

Zukunftssicher durch Partnerschaft

Heute steht Huch für maßgeschneiderte Speicherlösungen in einem Markt, der Individualität, Effizienz und Globalität verlangt. Die Zusammenarbeit mit der Berliner Volksbank geht über Kredite hinaus. Wenn Sirko Beier vorfährt, wissen die Huchs, dass er sich wirklich für das Geschehen in ihrer Firma interessiert. Dann gibt es Kaffee und Kekse – es bedarf in unruhigen Zeiten ja auch der kleinen Beständigkeiten. Und die Huchs wollen mit ihrer Firma ja nicht nur das 100. Jubiläum feiern können. Und manchmal staunen sie selbst, wie sich die Firma verändert hat. Sie blättern dann in ihrer Betriebs-Chronik, schauen sich die alten Fotos an und wundern sich, wie die sprichwörtlichen Dampfmaschinen von Hightech abgelöst wurden. Alles immer für das interne Firmenmotto, das einst Thomas Huch, der Vater von Caroline Huch geprägt hat: „Wir sind der Mercedes unter den Behälterbauern“. Sirko Beier findet es gut, eine Firma mit langer Geschichte zu betreuen. „Startups sind wie kleine Kinder“, sagt er noch. „Eine Traditionsfirma dagegen hat viele Änderungen schon erlebt und weiß, sich am Markt zu behaupten“.

Portraitbild Thomas Klug

Ihr Autor

Thomas Klug

Thomas Klug ist immer auf der Suche nach Geschichte und Geschichten, meist für den Hörfunk, manchmal aber auch für Zeitungen, Zeitschriften und für die Berliner Volksbank.

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