10 Tipps für mehr Energieeffizienz
Zehn Bereiche haben wir herausgegriffen, in denen sich Investitionen fast immer innerhalb weniger Jahren amortisieren:
1. Gebäude sanieren
Zugegeben, ein erwartbarer erster Punkt , gleichwohl bleibt er zentral. Wer Wände oder Dach dämmt, zudem Fenster, Türen und die Heizung austauscht und nicht zuletzt Sonnenkollektoren auf dem Dach montiert, spart bis zu 60 Prozent an Energiekosten.
2. IT updaten
Ohne Informationstechnologien geht heute wenig, allerdings ist die IT ein echter Stromfresser. Wer mit überdimensionierten IT-Systemen arbeitet oder energie-intensive Computer nutzt, merkt das an der Stromrechnung: Bis zu 70 Prozent lassen sich einsparen.
3. Prozesswärmebedarf senken
In der Chemie-, Lebensmittel- oder Papierindustrie und in vielen anderen Branchen verbraucht Prozesswärme am meisten Energie. Bis zu 30 Prozent an Energiekosten lassen sich einsparen, wenn die Abwärme der Prozesswärme genutzt oder zurückgewonnen wird.
4. Druckluftsystem überprüfen
Wer drehzahlgeregelte Kompressoren und eine zentrale Steuerung nutzt, kann den (mitunter unnötig hohen) Systemdruck an den tatsächlichen Bedarf anpassen. Abwärme kann über Wärmerückgewinnung genutzt werden. Das Einsparpotenzial liegt bei bis zu 50 Prozent der Energiekosten.
5. Kältetechnik optimieren
Kälteanlagen arbeiten oft ineffizient, weil die Komponenten nicht aufeinander abgestimmt sind. Auch hier gilt: Wo Kälte erzeugt wird, entsteht Abwärme, die sich oft gut nutzen lässt. Das Einsparpotenzial liegt auch beim Einsatz effizienterer Kältetechnik bei 30 Prozent.
6. Lüftungstechnik überprüfen
Lüftungssysteme verursachen oft hohe Kosten, vor allem bei veralteter Technik. Moderne Anlagen mit drehzahlgeregelten Ventilatoren und motorischen Volumenstromreglern passen sich flexibel dem Bedarf an. Auch hier kann die Abwärme zurückgewonnen werden. Einsparpotenzial: bis zu 25 Prozent.
7. Motoren austauschen
Der Austausch von altgedienten Elektromotoren gegen energieeffizientere Modelle lohnt sich insbesondere in Kombination mit Frequenzumrichtern und intelligenter Steuerung. Auch bei Elektromotoren lassen sich die Energiekosten um bis zu 30 Prozent senken.
8. Pumpen modernisieren
Überdimensionierte Pumpensysteme oder unnötig mitlaufende Bypässe bieten ein großes Einsparpotenzial. Hocheffizienzpumpen mit Drehzahlregelung passen Leistung und Fördermenge an den tatsächlichen Bedarf an – und sparen bis zu 30 Prozent an Energiekosten.
9. Beleuchtung anpassen
Die Kosten für Beleuchtung sind zwar nicht immens, wohl aber die Einsparmöglichkeiten. Wer auf LED-Leuchten umsteigt sowie Präsenzmelder und Lichtsensoren nutzt, kann die Kosten mehr als halbieren – nicht zuletzt aufgrund des sinkenden Wartungsaufwands.
10. Energiemanagement einführen
Ein Energiemanagementsystem erfasst alle für den Energieverbrauch relevante Daten und wertet sie aus. Das erlaubt es, Schwachpunkte und daraus entstehenden Handlungsbedarf schnell zu erkennen und umzusetzen. Zugleich legt das Energiemanagementsystem die Basis für kontinuierliche Verbesserungen.