„Wer nicht digitalisiert, verliert.“ Doch wer digitalisieren will, muss investieren. Daran hakt es. Zwei Drittel der vom Digitalverband Bitkom befragten Unternehmen räumen selbstkritisch ein, in Sachen „Digitalisierung“ seien sie Nachzügler – nehmen diese Analyse allerdings als Arbeitsauftrag. „Die Unternehmen haben die Zeichen der Zeit erkannt“, sagt Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst, „sie sehen die Bedeutung der Digitalisierung und wollen mehr investieren.“
Die Zeit ist reif. Lange, vielleicht zu lange haben sich deutsche Unternehmen mit Investitionen zurückgehalten. Noch 2019 lag die Nettoinvestitionsquote bei 3 Prozent – mittlerweile ist sie auf 0,3 Prozent gesunken. Viele Unternehmen befürchten, dass sich Investitionen nicht rechnen werden: Nur ein Viertel der Unternehmen im produzierenden Gewerbe und ein Sechstel der Firmen im Dienstleistungsbereich planen laut LBBW Mittelstandsradar aktuell Erweiterungsinvestitionen. 48 Prozent beziehungsweise 21 Prozent fassen hingegen nur Ersatzinvestitionen ins Auge. Einen Grund dafür scheinen die Finanzierungskonditionen zu liefern. In einer KfW-Umfrage berichten 38 Prozent der befragten Mittelständler, es sei schwieriger geworden, an Kredite zu kommen.
Entgegen dieser Entwicklung hat die Berliner Volksbank 2025 sogar mehr Kredite vergeben als im Vorjahr. „Das zeigt unsere Stärke in der Beratung und im Vertrieb und unsere Rolle als verlässlicher Partner für unsere Kunden”, ist Vorstandsvorsitzender Carsten Jung überzeugt. Kredite bedeuten Investitionen und diese fördern die Metropolregion Berlin-Brandenburg.
Und sie helfen, den tiefgreifenden Strukturwandel zu meistern – nicht zuletzt durch digitale Prozesse in Unternehmen. Das beginnt ganz einfach: etwa indem Bestellungen und Rechnungen digital erfasst, bearbeitet und archiviert werden. Oder indem die Fuhrpark- oder Lagerverwaltung automatisiert wird. Jetzt, da mit KI (Künstliche Intelligenz) die nächste Stufe der Digitalisierung eingeläutet wird, werden Chatbots für die Kundenkommunikation immer selbstverständlicher.