Lieferketten sind immer nur so stabil wie ihr schwächstes Glied. Wo die Kette letztlich reißt, überrascht Unternehmen häufig, weil sie auf die Verlässlichkeit der globalen Handelsströme setzen. Doch daran hapert es mitunter, aus unterschiedlichen Gründen. Stürme halten Schiffe im Hafen, Konflikte gefährden den Nachschub an Rohstoffen, Zölle werden erhöht – oder es bricht eine weltweite Pandemie aus. Mit Corona war nun wirklich nicht zu rechnen, aber seitdem wissen Unternehmen – expect the unexpected –, dass sie auch das Unerwartete einplanen müssen.
Um vorbereitet zu sein, fragen sich Unternehmen, mit welchen Lieferanten und anderen Geschäftspartnern sie künftig zusammenarbeiten wollen. Damit Konflikte, Zölle oder Wetterkapriolen ihnen möglichst wenig anhaben können. Das Ergebnis dieses Denkprozesses: Lieferketten werden derzeit neu miteinander verknüpft – einige Glieder werden aussortiert, andere neu aufgenommen.