Die Zentrale in der Kanonenhalle
Bei dieser Expansion an Engels Seite: die Berliner Volksbank. „Ich fühle mich sehr persönlich beraten“, sagt Teja Engel, „zwischen uns passt kein Blatt.“ Außer natürlich, man lädt ihn als Volksbank-Mitglied zu einem Union-Spiel ein (Spiel des falschen Berliner Fußballvereins) – für einen lebenslangen Hertha-Fan, der auf seinem ersten Klassenfoto ein Hertha-Trikot trug, eine echte Herausforderung.
Unzertrennlich sind Teja Engel und die Berliner Volksbank seit der Finanzierung der Kanonenhalle auf dem Borsiggelände. Die Halle wurde 1916 gebaut, um Munition zu produzieren. Nach dem Zweiten Weltkrieg stand sie lange leer. 2008 kauft Engel die Ruine – und richtete sie denkmalgerecht wieder her. „Als Kind habe ich da selbst noch die Scheiben eingeworfen“, erzählt er. „Ein paar Jahrzehnte später durfte ich dafür bezahlen, dass wieder Glas in die Fenster kommt.“ Er kaufte auch alte Zielgesteine von anderen Fabriken aus der Kaiserzeit, um damit Teile der Gemäuer im Original-Look neu aufzubauen.
Öffentlich gefördert wurde die Renovierung nicht. Aber finanziert: durch die Berliner Volksbank. Engel brauchte einen Millionenbetrag, damit die Kanonenhalle wieder in alter Pracht erstrahlen kann. Später kam noch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach hinzu, die 70 Prozent der benötigten Energie liefert.
Unternehmerische Energie hat Nostalgic-Art eh im Übermaß. Dass die Nachfrage nach Geschenk- und Dekorationsartikeln im Retro-Stil zurückgehen könnte, glaubt Firmenchef Teja Engel nicht: „Was wir anbieten, ist allseits beliebt und nicht zu teuer – das verleitet zu Impulskäufen.“ Schon jetzt passen die Produkte nicht mehr in die Kanonenhalle, 2000 Paletten sind in einem Lagerraum im Brandenburgischen untergebracht. Die Zeichen stehen weiter auf Expansion.
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