Carsten Jung: Frau Aubel, wenn Sie heute durch Potsdam gehen: Was fällt Ihnen gerade besonders ins Auge?
Noosha Aubel: In meiner neuen Rolle als Oberbürgermeisterin erlebe ich die Stadt noch mal anders als in den Jahren zuvor. Was mich im Moment besonders bewegt, ist die Dynamik in der Gesellschaft, diese Stadt gemeinsam weiterentwickeln zu wollen. Man spürt förmlich, dass hier etwas wächst, nicht nur baulich, sondern auch im Miteinander. Ob in der historischen Mitte, in neuen Quartieren oder an unseren Wissenschaftsstandorten: Es wird gestaltet, diskutiert, ausprobiert. Gleichzeitig sehe ich, wie wichtig den Menschen ihre Lebensqualität ist – die Parks, die Zentren, die Seen, die Nachbarschaften. Diese Balance zwischen Bewahren und Entwickeln ist für mich ein starkes Bild unserer Stadt. Und ich freue mich auch über jeden kleinen Erfolg, der im Leben der Menschen etwas zum Positiven verändert.