Letzte Frage an Sie beide: Welche Maßnahme würde die Innovationskraft Brandenburgs in den nächsten zehn Jahren spürbar erhöhen?
Stephan Knabe: Innovationen gehen dorthin, wo sie das Geld finden, um sich zu entwickeln. Insofern wäre ein Wachstumsfonds wichtig, den man auch auf Landesebene in Zusammenarbeit mit Banken und Kapitalgebern realisieren könnte.
Agnes von Matuschka: Sichtbarer zu machen, wie viele innovative KMU es in Potsdam und der gesamten Hauptstadtregion im Deep-Tech-Bereich bereits gibt, wäre ein erster Schritt. Neben einer Spätphasenfinanzierung finde ich außerdem eine Intensivierung der Frühphasenfinanzierung essenziell. Man sagt ja, eines von zehn Start-ups wird erfolgreich skalieren. Wenn nur zehn gefördert werden, bleibt also eins. Bei 100 bleiben zehn. Jedes Unternehmen, das sich hier ansiedelt, fördert zugleich das Ökosystem und die Entstehung von Arbeitskräften in Brandenburg.