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Frau arbeitet an Laptop und Tablet mit Rechnungen und Online-Banking-Daten
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21.05.2026 | Lesezeit: 4 Minuten

Zahlungsverkehr: Diese Tipps machen  Online-Banking noch effizienter

Die Abläufe im Banking werden immer digitaler, daher ist das Online-Banking für standardisierte Prozesse längst selbstverständlich. Wie Unternehmen im digitalen Zahlungsverkehr ihre Effizienz steigern, haben Spezialisten der Berliner Volksbank in einem Online-Seminar vermittelt. 

Das Wichtigste in Kürze

  • Effizienter Zahlungsverkehr: Die Prozesse im Zahlungsverkehr sind in vielen deutschen Unternehmen verbesserungsfähig – und das manchmal ohne großen Aufwand. 
  • Hilfreiche Webseiten: Der Online-Auftritt der Berliner Volksbank gibt Firmenkunden viele Ansatzpunkte, um Abläufe im Zahlungsverkehr zu optimieren.
  • Beispiel Vertretungsregelungen: Wer welche Freigaben erteilen darf, ist in vielen Unternehmen ein sensibles Thema. Beratung hilft, die optimale Lösung zu finden.

Rechnungen gehen raus, Zahlungen kommen rein; Buchungen werden geprüft und zugeordnet, vor der Freigabe stehen Rückfragen: Mit dem Zahlungsverkehr müssen Unternehmen sich tagtäglich beschäftigen. Doch reibungslos läuft der selten. Tools „konkurrieren“ miteinander, Informationen werden nicht gebündelt, alles zieht sich. Geht das nicht schneller und einfacher?

Natürlich!, lautet die Antwort der Berliner Volksbank. In einem Online-Seminar haben die Zahlungsverkehrsspezialisten Sebastian Lehmann und Daniel Konrad einiges an Tipps präsentiert, wie Unternehmen mit dem Online-Banking der Berliner Volksbank ihre Abläufe optimieren und so effizienter werden. 

„Jedes Unternehmen muss für sich herausfinden, welche Möglichkeiten des Electronic Bankings es nutzen will – es passt nicht alles für jeden“, betont Sebastian Lehmann. Manchmal genügt es, einfach einige Einstellungen in den Konten fürs Online-Banking zu verändern. Gelegentlich wird es komplexer. „Dann hilft Beratung“, sagt Lehmann, „um gemeinsam die optimale Lösung zu finden.“

Wer darf Freigaben erteilen?

Zum Beispiel, wenn es darum geht, wer Freigaben für Zahlungsvorgänge erteilen darf. „Vertretungsregelungen beschäftigen uns fast täglich“ sagt Daniel Konrad. Ein sensibles Thema: Oft habe nur der Chef die Vollmacht. „Was aber, wenn der krank ist oder Urlaub hat?“, fragt der Zahlungsverkehrsspezialist. Konrad empfiehlt, die Freigabe für Aufträge an mehrere Personen aufzuteilen, „sonst können im schlimmsten Fall weder Löhne noch Gehälter ausgezahlt werden“. Wer was freigeben darf und dabei wie viel (oder wenig) Einblick in die finanzielle Lage des Unternehmens erhält, „ist individuell steuerbar“. Dafür brauche es allerdings die persönliche Beratung, damit alles wunschgemäß ausgestaltet wird.

Firmen- oder Basislastschriften?

Anfangs etwas aufwändiger ist es beispielsweise auch, Lastschrifteneinzüge mit Stammkunden zu vereinbaren. Das sei „wie ein Dauerauftrag, nur in die andere Richtung“, sagt Konrad. Vorher muss beim Kunden das Mandat dafür eingeholt werden. Und es braucht eine Gläubiger-ID fürs Unternehmen, die bei der Deutschen Bundesbank beantragt werden muss. „Das klingt allerdings aufwändiger, als es ist“, sagt Konrad. Auch ein Lastschriftrahmen ist zunächst am Konto einzurichten. Wer bei Lastschriften unliebsame Überraschungen vermeiden will, so sein Tipp, sollte im B2B-Bereich auf Firmenlastschriften setzen: Anders als bei der Basislastschrift kann der Betrag nicht acht Wochen lang zurückgebucht werden.

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Online-Banking effizienter nutzen

Um ihren Firmenkunden den Zahlungsverkehr zu erleichtern, entwickelt die Berliner Volksbank ihren Online-Auftritt stetig weiter. Es sind sämtliche Umsätze bis zu zwei Jahre gespeichert. Elektronische Kontoauszüge lassen sich für bis zu 10 Jahre abrufen. Die Suche, etwa nach einer bestimmten Rechnung, lässt sich über Filter – zum Beispiel für einen bestimmten Betrag, Verwendungszweck, Zeitraum und/oder Dokumententyp vereinfachen. Über den Button „Datenverarbeitung“ lassen sich Sammelbuchungen im XML-Format (SEPA-XML) ausführen, oft für den Lastschrifteinzug oder für Lohn- und Gehaltsüberweisungen genutzt. Und ein Export der Umsätze für die Buchhaltungssoftware ist unter anderem im Format CAMT.052 und CAMT.053 (aktuell nach vorheriger Freischaltung) möglich. 

Ebenso einfach: Service-Aufträge beauftragen über den Reiter „Services & Mehrwerte“ und dort unter „Weitere Services“. Wer etwa Lastschrifteinzüge sperren oder entsperren will, kann das direkt online abwickeln. Auch wer beispielsweise sein Kreditkartenlimit erhöhen will, kann dies online erledigen. „Ob das okay ist, wird allerdings manuell nachbearbeitet“, sagt Konrad. 

QR-Code für die Rechnung

Eine weitere Anregung der Zahlungsverkehrsspezialisten der Berliner Volksbank: den GiroCode besser nutzen. Damit können QR-Codes auf Rechnungen oder Rechnungsvorlagen platziert werden, im Allgemeinen erkennen Banking Apps dann per Fotoüberweisung IBAN und Firmennamen. Der Tipp: Aus der Buchhaltungssoftware heraus lässt sich häufig auch ein QR-Code mit weitergehenden Informationen erstellen.

Liquidität auf einen Blick

Die Berliner Volksbank entwickelt die Online-Seiten für ihre Firmenkunden ständig weiter, um Banking so einfach und dabei so sicher wie möglich zu gestalten. Neu im Angebot: eine über KI-Algorithmen erstellte Liquiditätsprognose. „So behalten Unternehmen ihre Liquidität besser im Blick“, sagt Daniel Konrad. Derzeit ist die Prognose eher ein Gimmick, aber: „Wir arbeiten dran, dass sie besser und genauer wird.“ Damit die Firmenkunden der Berliner Volksbank noch weniger Stress mit ihrem Zahlungsverkehr haben.

Online-Seminar vom 19.05.2026

Zahlungsverkehr im Unternehmen effizient gestalten.

  • Praktische Zahlungsverkehrslösungen im Überblick: Onlinebanking und Electronic Banking, Payment im Handel und im E‑Commerce sowie Bargeldlogistik
  • Konkrete Tipps für Ihr Onlinebanking im Alltag: Umsätze, Aufträge, Kommunikation
  • Abläufe vereinfachen: Rechnungen, Sammelbuchungen und Vollmachten

Seminarunterlagen

Zahlungsverkehr im Unternehmen effizient gestalten. • Länge: 59:59 • Veröffentlicht: 19.05.2026

Profilbild Michael Prellberg

Ihr Autor

Michael Prellberg | Journalist

Michael Prellberg war Redakteur bei der Berliner Zeitung, der FTD und beim Unternehmermagazin impulse. Er arbeitet als freier Journalist, Redakteur und Kommunikationsberater. Seine Texte erscheinen u.a. in Capital, im Manager Magazin und in der ZEIT.

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