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Eine Frau schüttelt einem Mann vor einer Weltkarte die Hand
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12.03.2026 | Lesezeit: 4 Minuten

Währungsmanagement:  Stabil bleiben, wenn Wechselkurse schwanken

Turbulente Zeiten machen das internationale Geschäft komplexer. Schwankende Wechselkurse können Zahlungen verteuern oder Einnahmen schmälern. Umso wichtiger ist ein strukturiertes Währungsmanagement. Erfahren Sie, wie Unternehmen diesen Risiken begegnen können.

Firmenkunden - Internationalisierung - Artikel

Das Wichtigste in Kürze

  • Solide Basis schaffen: Ein Fremdwährungskonto ist der erste Schritt für ein professionelles Währungsmanagement.
  • Kosten vermeiden: Durch gezielte Steuerung im Auslandszahlungsverkehr lassen sich unnötige Währungsumrechnungen reduzieren.
  • Risiken beherrschen: Schwankende Wechselkurse können durch geeignete Absicherungsstrategien begrenzt werden.

Vorhersehbar an der Weltpolitik ist nur eines: dass sie nicht vorhersehbar ist. Der Zickzackkurs von US-Präsident Donald Trump etwa beschäftigt auch die international aktiven deutschen Unternehmen, die keine direkten Geschäftsbeziehungen zu den USA führen. Trotzdem wirkt sich die amerikanische Politik auf ihr Auslandsgeschäft aus. Der Grund: der US-Dollar als weltweite Leitwährung. 

Leitzins und Lieferketten als globale Einflussfaktoren

Ändert sich der amerikanische Leitzins oder die wirtschaftspolitische Ausrichtung, wirkt sich dies unmittelbar auf Wechselkurse und damit auf Erträge, Finanzierungskosten sowie Import- und Exportbedingungen deutscher Unternehmen aus.

Auch wenn die USA mit hohen Zöllen gerade die heimische Wirtschaft zu stärken trachten, schläft der internationale Handel keineswegs ein. Lieferketten bleiben eng miteinander verknüpft, auch wenn Handelskonflikte zeitweise für Unsicherheit sorgen. 

Neue Märkte bieten Chancen, aber auch Währungsrisiken

Viele Unternehmen richten ihren Blick verstärkt auf neue Märkte – zum Beispiel auf Südostasien. Singapur entwickelt sich zunehmend zu einem wichtigen regionalen Geschäftsstandort, während Vietnam für viele europäische Unternehmen eine zentrale Produktionsbasis wird.

Neue Märkte bieten Chancen, bringen aber auch Währungsrisiken mit sich. Jede Zahlung in einer Fremdwährung kann aufgrund schwankender Kurse zu ungeplanten Mehrkosten oder geringeren Einnahmen führen. 

Online-Seminar: Nahost-Eskalation – Einordnung für Märkte und Wirtschaft

Der Konflikt im Nahen Osten spitzt sich zu – mit Folgen für Energiepreise, Lieferketten, Inflation, Zinsen und Risikoprämien. Die Finanzmärkte reagieren. Unternehmen müssen Entscheidungen treffen. 

Im Online-Seminar mit Dr. Jan Holthusen, Research-Leiter der DZ-Bank 

  • ordnen wir die Entwicklung ein und 
  • geben einen Ausblick darauf, was die Lage für die Märkte bedeutet – in Deutschland, Europa und weltweit. 

Das Fremdwährungskonto schafft Handlungsspielräume

Ein strukturiertes Währungsmanagement hilft Unternehmen, diese Risiken zu reduzieren und ihre Liquidität zu sichern. Ein Fremdwährungskonto ermöglicht es Unternehmen, Zahlungen in der jeweiligen Währung direkt zu empfangen oder zu tätigen – ohne sofortige Umrechnung in Euro. Das spart Kosten und schafft Handlungsspielräume. Besonders häufig genutzt werden Konten in:

  • US‑Dollar 
  • britischen Pfund 
  • polnischen Zloty 

Auch weniger geläufige Währungen wie VAE‑Dirham können sinnvoll sein, wenn regelmäßig Zahlungen in diesen Währungen erfolgen. Über das Devisengeschäft der Berliner Volksbank können solche Währungen zum aktuellen Kassakurs einfach getauscht werden.

Mehr Planungssicherheit im Auslandsgeschäft

Neben einem geeigneten Konto benötigen Unternehmen vor allem Planungssicherheit. Damit Wechselkursschwankungen nicht zu plötzlichen Mehrkosten führen, können sich Unternehmen durch Devisentermingeschäfte absichern. Gemeinsam mit den Expertinnen und Experten der DZ BANK entwickelt die Berliner Volksbank individuelle Absicherungsstrategien. Diese helfen, Risiken zu reduzieren und gleichzeitig Chancen bei der Entwicklung der Märkte gezielt zu nutzen. 

Die Berliner Volksbank als Partner im internationalen Geschäft

Über das Währungsmanagement hinaus begleiten unsere Spezialist*innen Sie auch mit ihrer Expertise in

  • Dokumenteninkasso
  • Dokumentenakkreditiven
  • Bankgarantien

Dazu kommt die Abwicklung des internationalen Zahlungsverkehrs über das weltweite Korrespondenzbankennetz der DZ BANK.

Beratung für internationale Kunden

Von unserem Know-how profitieren nicht nur international tätige deutsche Unternehmen. Dank unserer starken regionalen und internationalen Netzwerke sind wir ein kompetenter Partner auch für 

  • ausländische Unternehmen, die in der Region Berlin/Brandenburg aktiv sind. 
  • deutsche Unternehmen mit ausländischer Beteiligung.
  • Niederlassungen und Tochtergesellschaften ausländischer Unternehmen.
  • Joint Ventures.

Jetzt informieren: Internationales Firmenkundengeschäft

Profilbild Sven Eggert

Ihr Autor

Sven Eggert | Spezialist Auslandsgeschäft

Als Spezialist für das Auslandsgeschäft der Berliner Volksbank begleitet Sven Eggert seit 1995 Firmenkunden bei allen Fragen rund um internationale Zahlungen, Export- und Importgeschäfte. Mit langjähriger Erfahrung unterstützt er Unternehmen dabei, ihre weltweiten Aktivitäten sicher und erfolgreich umzusetzen.

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