Der deutliche Sieg der Demokraten bei den Midterms ist zugleich eine schallende Ohrfeige für den US-Präsidenten. Obwohl er in einer ersten Reaktion unerwartet versöhnlich reagierte, dürfte die Zusammenarbeit zwischen Weißem Haus und Kongress schwierig werden. Die anfangs deutliche Marktreaktion, vor allem bei den Aktienindizes, hat sich inzwischen weitgehend gelegt.
Schon in den vergangenen Wochen hatte sich abgezeichnet, dass die Demokraten eine klare Mehrheit im Repräsentantenhaus erringen würden. Auch die Umfragen zum Senat hatten sich zu ihren Gunsten entwickelt. Das Ausmaß des Wahlsiegs in der Nacht auf Mittwoch hat jedoch alle Prognosen übertroffen. Bereits früh stand fest, dass die Demokraten beide Kammern gewonnen haben. Die Wählerinnen und Wähler haben sich damit klar für die Demokraten und gegen die Republikaner entschieden, vor allem aber wohl gegen Präsident Trump. Nun beginnt der Präsidentschaftswahlkampf, und beide Parteien müssen ihren Wählern zeigen, dass sie Ergebnisse liefern können.