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4 Frauen stehen auf der Bühne und halten Gewinnschecks hoch und einen Blumenstrauß in den Händen
Ewa Andrzejuk-Nölte, Berliner Volksbank, (links) bei der Preisübergabe an CatMedica, Fotografin: Elvina Kulinicenko

16.09.2026 | Lesezeit: 7 Minuten

Bühne frei für Gründerinnen: Das war das Bundesfinale des Female Founders Contest 2026 in Potsdam

Beim größten deutschen Pitch-Wettbewerb für weiblich geführte Startups ging es um Sichtbarkeit, Kapital und den nächsten großen Schritt. Die Berliner Volksbank war als Hauptsponsorin mit dabei.

Das Wichtigste in Kürze

  • Bundesfinale erstmals in Potsdam: Zwölf Gründerinnen aus ganz Deutschland traten in der Waschhaus Arena um Sichtbarkeit, Investitionen und Preisgelder gegeneinander an.
  • Berlin und Brandenburg stark vertreten: Mit Maria-Liisa Bruckert (IQONIC.AI) und Selina Greuel (Insellar) schafften es zwei Gründerinnen aus der Region unter die zwölf Finalistinnen.
  • Berliner Volksbank als Hauptsponsorin: Die Bank saß in der Jury, überreichte den Preis – und begleitet Gründerinnen auch abseits des Wettbewerbs, etwa über ihr GründerCenter und das Netzwerkformat SALON F.

Zwölf Gründerinnen, eine Bühne, ein Ziel: In der Waschhaus Arena Potsdam ging es darum, welches Startup die Jury am meisten überzeugt. Vor Investorinnen und Investoren, Fachjury und über 300 Gästen aus Wirtschaft und Politik präsentierten die Finalistinnen ihre Geschäftsideen und kämpften um wertvolle Kontakte und Preisgelder.

Die Finalistinnen aus ganz Deutschland traten bei Deutschlands größtem Pitch-Wettbewerb für weiblich geführte Startups gegeneinander an. Vor Investorinnen und Investoren, Fachjury und über 300 Gästen aus Wirtschaft und Politik präsentierten sie ihre Geschäftsideen und kämpften um Sichtbarkeit, wertvolle Kontakte und Preisgelder. Die Berliner Volksbank war als Hauptsponsorin mit dabei.

Was der Female Founders Contest erreichen will

Der Female Founders Contest hat sich aus der Idee des Female StartAperitivo entwickelt, das 2021 vom Hamburg Investors Network als lokales Format in Hamburg initiiert wurde. Daraus ist eine bundesweite Bewegung entstanden. Mit dem Female Founders Contest wird das Konzept weiter skaliert und das Thema Female Entrepreneurship vorangetrieben. Seit 2025 hat der Business Angels Club Berlin-Brandenburg e.V. (BACB) die Gesamtorganisation des deutschlandweiten Pitch-Wettbewerbs übernommen. Die Mission ist dabei gleich geblieben: Gründerinnen die Bühne, das Netzwerk und den Zugang zu Kapital verschaffen, den sie verdienen, aber oft nicht bekommen. 

In zwölf regionalen Halbfinals von März bis August 2026 traten mehr als 500 Bewerberinnen gegeneinander an, ihre Landessiegerinnen qualifizierten sich für das Bundesfinale in Potsdam. 

Der Preis ist dabei weit mehr als eine Trophäe: Neben Preisgeldern, Coachings und Mentorings bot die Bühne vor allem die Chance, direkt mit Investorinnen und Investoren ins Gespräch zu kommen. Das sind Kontakte, die für die Zukunft der Unternehmen entscheidend sein können.

Die Nominierten aus Berlin und Brandenburg

Gleich zwei Start-ups aus der Hauptstadtregion hatten es beim diesjährigen Bundesfinale unter die zwölf besten Gründerinnen Deutschlands geschafft:

Für Brandenburg ging Maria-Liisa Bruckert mit IQONIC.AI an den Start. Ihr Start-up, mittlerweile in Berlin ansässig, hat tiefe Wurzeln in der Lausitz – genau wie Bruckert selbst, die aus Spremberg stammt und an der BTU Cottbus-Senftenberg studiert hat. Mit IQONIC.AI hat sie eine KI entwickelt, die Haut und Haare analysiert und die sie Beauty-Marken anbietet. 

Zuletzt hat sie die Technologie auch für ganz andere Zwecke nutzbar gemacht: Seit Anfang 2026 arbeitet IQONIC.AI im Rahmen des Start-up Lausitz Accelerators in Cottbus an einem Modellprojekt, das mit KI-Diagnostik dem Ärztemangel in strukturschwachen Regionen entgegenwirken soll. Beim Halbfinale im fx.Center Babelsberg überzeugte sie die Jury und nahm neben dem Ticket nach Potsdam auch 1.000 Euro Preisgeld mit.

Eine Frau steht auf der Bühne uns spricht über ihr Unternehmen
Maria-Liisa Bruckert ging mit IQONIC.AI für Brandenburg an den Start. Fotografin: Elvina Kulinicenko

Für Berlin trat Selina Greuel mit Insellar an. Die Ärztin hat das Neurotech-Start-up im August 2025 zusammen mit dem Neurowissenschaftler Hamed Bahmani gegründet, um therapieresistente Depressionen anders zu behandeln als bisher üblich: Statt Medikamente einzusetzen oder das Gehirn unspezifisch zu stimulieren, will Insellar mit einem Brain-Computer-Interface gezielt die Ausschüttung schützender Hormone anregen. 

Dieser Ansatz könnte eines Tages auch bei Angststörungen helfen. Erst im April holte sich das junge Unternehmen eine Finanzierung von IBB Ventures, um einen funktionsfähigen Prototyp zu bauen. Beim Berliner Halbfinale setzte sich Greuel gegen zehn starke Mitbewerberinnen durch und sicherte sich den Jurypreis.

Beide Gründerinnen standen damit stellvertretend für die Innovationskraft der Region auf der großen Bühne in Potsdam, das 2026 erstmals Gastgeberstadt des Bundesfinales war.

Eine Frau steht auf der Bühne und im Hintergrund ist ein CT Bild von einem Kopf abgebildet
Für Berlin trat Selina Greuel mit Insellar an. Fotografin: Elvina Kulinicenko

Und die Gewinnerin des Bundesfinales 2026 ist …

CatMedica. Das Team aus Mainz um Anne Vallersnes und Yasemin Tanyildizi hatte sich zuvor im Halbfinale Rheinland-Pfalz und Saarland am Gutenberg Digital Hub durchgesetzt. Am Ende überzeugten die Grünerinnen auch die Bundesjury. Ihre Idee: ein Kathetersystem, das bei einem Schlaganfall Blutgerinnsel schneller und schonender aus den Gefäßen holt als bisherige Verfahren und damit im Wettlauf gegen die Zeit den entscheidenden Unterschied machen kann.

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Wie die Berliner Volksbank Gründerinnen unterstützt

Als Hauptsponsorin hat sich die Berliner Volksbank aktiv am Bundesfinale beteiligt. Vertreterinnen und Vertreter der Bank wirkten in der Jury mit und begleiteten die Auszeichnung der Gewinnerinnen auf der Bühne in Potsdam.

„Gründerinnen gründen erfolgreiche Unternehmen und schaffen Arbeitsplätze. Gleichzeitig erhalten sie laut aktuellen Studien nach wie vor deutlich seltener Zugang zu Risikokapital als männliche Gründer”, sagt Ewa Andrzejuk-Nölte, Leiterin Firmenkunden in der Gründungs- und Nachfolgefinanzierung der Berliner Volksbank für Brandenburg. Der Female Founders Contest bringe Gründerinnen gezielt mit Investorinnen und Investoren zusammen und schaffe wichtige Kontakte für die weitere Entwicklung ihrer Unternehmen. „Deshalb unterstützen wir dieses Format aus Überzeugung", sagt Andrzejuk-Nölte.

Das Engagement der Bank endet nicht mit dem Sponsoring des Finaltages. Mit ihrem Gründer Center begleitet die Berliner Volksbank angehende Unternehmerinnen und Unternehmer von der ersten Idee über Wachstumsfinanzierungen bis hin zur Unternehmensnachfolge – gerade in der frühen Phase, in der andere Finanzierungspartner oft noch zögern.

Auch über das Gründungsgeschäft hinaus setzt sich die Berliner Volksbank für den Austausch von Unternehmerinnen in der Region ein, etwa mit dem Netzwerkformat SALON F, das Frauen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft zusammenbringt.

Diese enge Verbindung zur Gründerinnen-Szene spiegelt sich auch in der Partnerschaft mit dem Business Angels Club Berlin-Brandenburg e.V. wider, der den Female Founders Contest deutschlandweit organisiert. Rubina Hubger-Rewari, stellvertretende Vorstandsvorsitzende des BACB e.V., bringt es auf den Punkt: „Die Berliner Volksbank redet nicht nur über mehr Frauen in der Wirtschaft, sie liefert: Gerade unsere Gründerinnen bekommen dort früh echten Support, ganz konkret mit Kreditlinien und Finanzierung vor Ort, wo andere oft noch gezögert haben."

Ein starkes Signal für die Region

Mit IQONIC.AI und Insellar hat die Hauptstadtregion gleich zwei vielversprechende Beispiele dafür geliefert, was Gründerinnen aus Berlin und Brandenburg auf die Beine stellen. Für die Berliner Volksbank ist klar: Der Weg zu mehr Chancengleichheit beim Zugang zu Kapital führt über genau solche Formate, über Sichtbarkeit, Vernetzung und praktische finanzielle Unterstützung. Der Female Founders Contest 2026 war dafür ein eindrucksvolles Beispiel, und die Berliner Volksbank wird Gründerinnen aus der Region auch über den Wettbewerb hinaus weiter zur Seite stehen.

Profilbild Viola Heeger

Ihre Autorin

Viola Heeger | Freie Journalistin

Viola Heeger war Redakteurin beim Tagesspiegel. Sie studierte in Heidelberg und Beijing Sinologie und Volkswirtschaft. Sie ist freie Journalistin mit einem Fokus auf Digitalpolitik und Verwaltungsdigitalisierung.

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