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Weißer Hund trägt einen grauen Mantel mit hohem Kragen vor hellem Hintergrund.
© Cloud7, Marcel Schwickerath

06.10.2026 | Lesezeit: 5 Minuten

Nichts für die Katz, aber alles für den Hund

Wie wäre es mit dem Hundemantel Alaska? Dazu passend die Hundetasche Montreal? Die Brandenburger Firma Cloud7 entwickelt und vertreibt alles, was zum Alltag des gehobenen Hundes gehört. Und Bankberater Dave Conradi lernt, dass Hunde Teil der Kundschaft sind.

Das Wichtigste in Kürze

  • Cloud7 entwickelt und vertreibt hochwertige Produkte für Hunde – von Mänteln und Decken bis zu Betten, Näpfen und Spielzeug. 
  • Gründerin Petra Jungebluth hat aus einer ungewöhnlichen Geschäftsidee ein international tätiges Unternehmen mit Sitz in Brandenburg aufgebaut. 
  • Cloud7 will seine Internationalisierung weiter vorantreiben und setzt dabei auf langfristige Partnerschaften – auch mit der Berliner Volksbank.

Otto springt auf. Hat er etwas gehört? Matti rennt los, Otto hinterher. Freddy blinzelt, huscht dann nach vorn und bellt, als hätte er nicht gerade geträumt, sondern wäre der aufmerksamste Wachhund der Welt. Die Tür öffnet sich, ein Besucher kommt. Es ist Marcel, der Fotograf. Drei Augenpaare registrieren jede seiner Bewegungen. Gibt es Leckerlis? Die Rollen sind verteilt: Freddy, der bellende Alphahund, Matti, der Achtsame. Und Otto, ganz in Weiß, der Hund mit den Idealmaßen für eine Modelkarriere.

Cloud7: Hundemode und Zubehör aus Brandenburg 

Es klingt wie ein Hundemärchen. Tatsächlich ist es eine Geschichte von menschlicher Ausdauer, Kreativität und einer zunächst seltsam anmutenden Idee. Es ist die Geschichte von Petra Jungebluth und ihrem Unternehmen Cloud7. Und von Otto, der als Erster testet, was sich Frauchen ausgedacht hat und weltweit verkaufen will: Otto im Mantel, Otto auf dem neuen Hundebett, mit Decke, am Futternapf. Manchmal dürfen auch Freddy und Matti die neue Kollektion vorführen. Doch Otto ist der Star, der nicht ahnt, dass die Begehrlichkeiten für ein erfülltes Hundeleben ganz in seiner Nähe warten: gut verpackt in den Lagerhallen in Königs Wusterhausen.

Wieder klingelt es. Dave Conradi braucht ein paar Sekunden. Er arbeitet als Kundenberater für die Berliner Volksbank. Hunde gehören selten zu seinen Kunden. Aber er weiß, dass man in Brandenburg mit ungewöhnlichen Geschäftsideen rechnen muss. Er glaubt fest daran, dass die Hunde nicht beißen. Als Freddy auf ihn zuschießt, gerät sein Glaube ins Wanken. Er möge Hunde, sagt er schnell. Otto, Freddy und Matti beachten ihn nicht mehr.

Wir sind für Sie vor Ort!

Die Berliner Volksbank ist in Brandenburg tief verwurzelt. Unsere Berater*innen in Brandenburg sind Ihr verlässlicher Strategie-Partner und begleiten Sie mit ihrem Knowhow und Branchenwissen. 

Wie Cloud7 die Bedürfnisse von Hunden in Produkte übersetzt

Was Hunde brauchen, bestimmen Menschen. Aber die müssen Hunde gut beobachten, um deren Bedürfnisse zu erkennen. Petra Jungebluth wundert sich oft, was Frauchen und Herrchen ihren Lieblingen zumuten: unbequeme Hundebetten, falsches Hundegeschirr, hässliche Decken. Sie denkt lieber nach und testet, was den eigenen Hunden gefällt. Das landet dann in der Kollektion, die von Mänteln und Decken bis zu Hundenäpfen aus Edelstahl und Hundespielzeug reicht. »Wir sind echte Pioniere in all unseren Sparten«, sagt Petra Jungebluth. Inzwischen wissen ihre Kunden, dass die Produkte nachhaltig und sicher sind. Wobei sie das Wort »Kunden« nicht besonders mag: "Wir sagen immer, wir haben keine Kunden, wir haben Fans, weil wir versuchen, die Sprache der Leute zu sprechen, die den Hund zur Passion haben und ihn lieben. Und ich möchte gern, dass es zu Hause schön aussieht, ohne den Hund zu vermenschlichen."

Schlanker grauer Hund trägt einen gestrickten Pullover vor hellem Hintergrund.
© Cloud7

Vom Hundemantel bis zum orthopädischen Hundebett

Petra Jungebluth zeigt Dave Conradi Entwürfe einer neuen Kollektion für Hunde. Die Zielgruppe wuselt zwischen seinen Beinen herum. Das Angebot von Cloud7 reicht von Frisbeescheiben bis hin zu Betten, die auch orthopädischen Ansprüchen genügen – was vor allem ältere Hunde zu schätzen wissen. Spezialisiert ist Cloud7 auf Mäntel, sagt Petra Jungebluth: "25 verschiedene Größen für einen Style. Ich kenne kein anderes Unternehmen, das diesen Aufwand betreibt. Das macht uns zu absoluten Spezialisten."

Vom Küchentisch zur internationalen Premium-Marke

Dass ihre Brandenburger Firma einen neuen Markt erschließt, musste sie erst begreifen. Sie ahnte nicht, wie schnell die Firma wächst – und die Verantwortung für Mitarbeiter und immer hochwertigere Produkte. Weil es immer komplexer wird, hat sie sich Verstärkung geholt: Dr. Alicia Lörsch ist mittlerweile alleinige Geschäftsführerin des Unternehmens. Petra Jungebluth selbst kümmert sich um Innovationen und Produktentwicklung.

Die Unternehmerin hinter Cloud7

Ihr Vater war Fernfahrer. Also beschloss sie, dass sie nicht nur den schnellen Erfolg, sondern auch die lange Strecke meistern können will. Petra Jungebluth stammt aus Bocholt im Münsterland in Nordrhein-Westfalen, lebte einige Jahre in Amsterdam und Berlin – und wohnt heute mit ihrem Mann und drei Hunden in einem Brandenburger Dorf. Sie war Brand Managerin bei Tommy Hilfiger. Der Markt für Menschenmode scheint seit Langem gesättigt. Der für Hunde dagegen war noch gar nicht entstanden. Sind Hundespielzeug und -kleidung markentauglich? Wie setzt man eine kleine Idee vom Küchentisch so um, dass daraus ein Unternehmen wird, das Kunden fast in aller Welt findet? Und wie investiert man so, dass die Risiken nicht zu viele schlaflose Nächte verursachen?

Zwei Personen stehen mit mehreren Hunden in einem Lager zwischen Regalen und Versandkartons.
Dr. Alicia Lörsch (l.) und Petra Jungebluth im Cloud7-Lager. Fast immer dabei: die Hunde. | © Marcel Schwickerath

Mit regionaler Nähe und der Berliner Volksbank auf Wachstumskurs

Die Fragen nach Nähe, Regionalität und gemeinsamen Zielen, die sich Petra Jungebluth bei Produzenten und Partnern immer gestellt hatte, richtet sie auch an ihre Bank. Bei der Berliner Volksbank weiß sie jemanden an ihrer Seite, der aus derselben Gegend stammt wie ihre Firma. Der Firmenkundenbetreuer kann schnell vorbeikommen. Sein Büro liegt in Königs Wusterhausen. Der Kontakt läuft ohne Umweg über eine Hotline oder eine Zentrale. Die

Berliner Volksbank, so sagt Dave Conradi, wolle vor Ort erreichbar sein – und das gelte eben auch für Brandenburg. Aktuell reichen die Themen aber noch viel weiter: Cloud7 plant eine verstärkte Internationalisierung des Geschäfts. Die Grundlagen dafür sind gelegt: Von Oslo bis Tokio gibt es schon jetzt 350 B2B- und Tausende Endkunden. Gemeinsam mit Dave Conradi will das Unternehmen die Internationalisierung gezielt und konsequent weiter vorantreiben.

Berliner Volksbank und Cloud7 haben eines gemeinsam: Sie setzen auf Nachhaltigkeit. Das zahlt sich langfristig aus, ökologisch und ökonomisch. Für Petra Jungebluth bedeutet das vor allem: langfristige Pläne und verlässliche Partnerschaften.

Hundeglück als Wachstumsfaktor

Cloud7 wächst: Von 22 auf 32 Beschäftigte, ein enormer Zuwachs für einen kleinen Betrieb. Geschäftsführerin Alicia Lörsch sagt, die Zustände seien paradiesisch. Statt sich um Akquise zu kümmern, müsse man lediglich die Anfragen der Wiederverkäufer abarbeiten. Der Markt für Hunde-Chic wächst. Wenn die Produkte wirklich nachhaltig und hochwertig sind, scheint es kein Halten für Frauchen und Herrchen zu geben. Ein bisschen liegt das an Otto, dem Model, das sich immer wieder als Trendsetter ablichten lässt. Wenn Otto wüsste, dass er Anspruch auf deutlich mehr Leckerlis hätte … Eigentlich.

Portraitbild Thomas Klug

Ihr Autor

Thomas Klug

Thomas Klug ist immer auf der Suche nach Geschichte und Geschichten, meist für den Hörfunk, manchmal aber auch für Zeitungen, Zeitschriften und für die Berliner Volksbank.

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