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Gruppenfoto von Preisträgern und Nominierten auf der Bühne einer Preisverleihung.
© Leo Seidel

16.10.2026 | Lesezeit: 4 Minuten

Warum sich die Teilnahme am Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg lohnt

Eine gute Idee braucht einen guten Plan

Vorlagen aus dem Internet und KI liefern in Minuten einen Businessplan-Entwurf. Aber reicht das, um ein Unternehmen zu gründen? Der Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg bietet, was ein Papier nicht kann: Feedback, Kontakte und Coaching. Anmelden lohnt sich und ist kostenlos.  

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Businessplan ist mehr als ein fertiges Dokument: Der BPW hilft, die eigene Geschäftsidee zu prüfen und weiterzuentwickeln. 
  • Feedback, Seminare und ein starkes Netzwerk unterstützen Gründende auf dem Weg zum eigenen Unternehmen. 
  • Die Teilnahme ist kostenlos, der Einstieg in jeder der drei Phasen möglich – in Phase 1 gibt es bis zu 10.000 Euro Preisgeld.

Wie erstelle ich einen Businessplan? 

Wer die Frage im Netz stellt, findet zahlreiche Vorlagen.  Und KI tut ein Übriges. Wer eine Gründungsidee hat, kann mit ihrer Hilfe in kurzer Zeit einen ersten Entwurf für einen Businessplan zu Papier bringen. Aber das ist noch kein tragfähiges und überzeugendes Konzept. Entscheidend ist, die eigenen Annahmen zu hinterfragen und zu prüfen  – am besten, bevor wichtige Entscheidungen getroffen werden. 

Experten merken zudem recht schnell, ob ihnen ein reines KI-Produkt zu Dokumentationszwecken vorgelegt wird oder nicht.  „Ein Businessplan ist nicht das Ergebnis von ein paar Klicks, sondern der Prozess, aus einer Idee ein tragfähiges Geschäftsmodell zu entwickeln,” erläutert Ewa Andrzejuk-Nölte, Leiterin Gründungs- und Nachfolgefinanzierung Brandenburg bei der Berliner Volksbank. „Der größte Mehrwert des BPW liegt deshalb nicht im Dokument selbst, sondern im ehrlichen Feedback und dem Austausch mit erfahrenen Experten. Spätestens im Gespräch mit Banken, Investoren oder Fördermittelgebern zeigt sich, ob hinter dem Businessplan ein durchdachtes Konzept steht. Der BPW hilft Gründenden dabei, ihre Idee zu schärfen, Schwachstellen frühzeitig zu erkennen und überzeugend auf den Markt vorzubereiten."

Auch Dr. Maren Brede, Gründerin der Bäckerei BREDE, startete mit einer Internet-Recherche. „Ich habe gegooglet, worauf es in einem Businessplan ankommt, so bin ich auf den Businessplan-Wettbewerb gestoßen", sagt sie. Sie sah darin die Chance, nützliches Feedback und professionellen Input zu bekommen. Und sie fand: „Manchmal ist ein bisschen Druck, zu fixen Terminen ein Kapitel abzugeben, ganz hilfreich.“ Sie meldete sich also an und – Spoiler – gewann 2025 den Hauptpreis in der dritten Phase. 

Aus Sicht der Expertin Andrzejuk-Nölte verbindet der Businessplan von Maren Brede alles miteinander: „Präzise und strukturiert geschrieben, aber auch lebendig und gut verständlich. Sie sieht ihren Plan als Leitfaden, gerade zu Beginn der Gründung. Er gibt Halt um sich nicht zu verzetteln."

Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg: Was ist der BPW? 

Der Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg (BPW) ist eine regionale Existenzgründungsinitiative, die es seit über 30 Jahren gibt. Er richtet sich an all jene in Berlin und Brandenburg, die ein Unternehmen gründen wollen, und ist für Teilnehmende kostenlos. Das Angebot hat drei Säulen: Die Akademie mit Seminaren und Workshops, der Wettbewerb mit Jurybewertung und das Netzwerk aus Beratenden, Banken und Fachleuten. 

Wollen Sie gründen? Oder ein Unternehmen übernehmen?

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Was macht den Businessplan-Wettbewerb so wertvoll? 

Das Preisgeld kann ein Anreiz sein. Noch wichtiger und nachhaltiger ist aber, was die Teilnehmenden auf dem Weg mitnehmen: Feedback, Wissen und Kontakte. 

Für Maren Brede waren die Rückmeldungen zu den einzelnen Kapiteln ihres Businessplans „unbezahlbar“. Sie haben ihr geholfen, die eigene Idee immer wieder zu überprüfen und weiterzuentwickeln. Außerdem habe der BPW ihr gezeigt, „ wie ich mein Herzensprojekt nicht nur emotional, sondern auch strukturiert rational präsentieren kann.“ Beim Pitch-Training lernte Brede, ihre Geschäftsidee deutlich kürzer auf den Punkt zu bringen. „Mein Elevator Pitch wäre sonst viel zu lang gewesen, weil ich mich in Details von Sauerteigtechnologien verheddert hätte“, sagt sie. 

Der BPW vermittelt nicht nur Wissen rund um den Businessplan. In Seminaren und Workshops geht es auch um Themen, die für die spätere Gründung wichtig sind. So nahm sie beispielsweise aus einem Seminar zum Verhandlungsmanagement folgenden Satz mit: „Jede Zahl ist Verhandlungssache.“

Und auch das Netzwerk erwies sich für Brede als konkret hilfreich. Als es später um Finanzierung und den passenden Standort für ihre Bäckerei ging, konnte sie auf Kontakte aus dem BPW zurückgreifen: „Die Kontakte zu Finanzierungspartnern über den BPW waren Gold wert. So musste ich nicht mehr bei Null anfangen mit der Überzeugungsarbeit.“

Wie läuft der Wettbewerb ab und was gibt es zu gewinnen? 

Teilnehmende erarbeiten ihren Businessplan Baustein für Baustein und reichen ihn in bis zu drei Phasen ein. Fachjurys bewerten jedes Konzept und geben detailliertes Feedback. In jeder Phase wird das beste Konzept prämiert, dazu gibt es einen Publikumspreis. Wer noch nicht so weit ist, steigt später ein. Auch zwischen den Phasen ist das möglich. 

Businessplan-Wettbewerb 2027 startet

  • Phase 1 (Abgabe 10.11.2026): 10.000 Euro, Publikumspreis 1.000 Euro 
  • Phase 2 (Abgabe 16.02.2027): 15.000 Euro, Publikumspreis 2.000 Euro 
  • Phase 3 (Abgabe 27.04.2027): 20.000 Euro, Publikumspreis 3.000 Euro 

Anmeldung unter: https://www.b-p-w.de/wettbewerb/

Kontakte knüpfen, Fragen klären 

Die Berliner Volksbank ist seit den Anfangsjahren Premiumpartner des BPW, ihr GründerCenter ist beteiligt. Beim ersten Kontaktabend, den die Bank ausrichtet, treffen Teilnehmende Fachleute wie Rechtsanwält:innen, Steuerberater:innen oder Marketingexpert:innen. Im Mittelpunkt stehen Austausch und Networking. Für die BPW-Teilnehmenden gibt es außerdem Speedcoachings.

Wie melde ich mich zum BPW an? 

Wer eine Geschäftsidee hat und am Businessplanwettbewerb mitmachen möchte, kann auf http://b-p-w.de ein kostenloses Profil anlegen. Nach Registrierung kann er oder sie die Angebote nutzen und ein Geschäftskonzept einreichen. 

Maren Brede rät: „Nehmt mit, was ihr kriegen könnt! Nutzt die Zeit, eure Gründung vorzubereiten. Stellt alle Fragen, die ihr habt.“

Sie selbst hat diese Zeit genutzt. Heute steht die ehemalige Finanzbeamtin morgens um 5:30 Uhr in ihrer Backstube im Prenzlauer Berg. Gemeinsam mit ihrem Team verbindet sie deutsche Brotkultur mit französischer Backkunst.

Aus einer Gründungsidee ist ein Unternehmen geworden.

Profilbild Nadine Engelking

Ihre Autorin

Nadine Engelking | Redakteurin

Nadine Engelking ist Redakteurin, Texterin und Content Creatorin bei der Berliner Volksbank. Sie verantwortete als PR-Beraterin und Autorin diverse Print- und Online-Publikationen mit Schwerpunkt im Corporate Publishing.

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