Wie erstelle ich einen Businessplan?
Wer die Frage im Netz stellt, findet zahlreiche Vorlagen. Und KI tut ein Übriges. Wer eine Gründungsidee hat, kann mit ihrer Hilfe in kurzer Zeit einen ersten Entwurf für einen Businessplan zu Papier bringen. Aber das ist noch kein tragfähiges und überzeugendes Konzept. Entscheidend ist, die eigenen Annahmen zu hinterfragen und zu prüfen – am besten, bevor wichtige Entscheidungen getroffen werden.
Experten merken zudem recht schnell, ob ihnen ein reines KI-Produkt zu Dokumentationszwecken vorgelegt wird oder nicht. „Ein Businessplan ist nicht das Ergebnis von ein paar Klicks, sondern der Prozess, aus einer Idee ein tragfähiges Geschäftsmodell zu entwickeln,” erläutert Ewa Andrzejuk-Nölte, Leiterin Gründungs- und Nachfolgefinanzierung Brandenburg bei der Berliner Volksbank. „Der größte Mehrwert des BPW liegt deshalb nicht im Dokument selbst, sondern im ehrlichen Feedback und dem Austausch mit erfahrenen Experten. Spätestens im Gespräch mit Banken, Investoren oder Fördermittelgebern zeigt sich, ob hinter dem Businessplan ein durchdachtes Konzept steht. Der BPW hilft Gründenden dabei, ihre Idee zu schärfen, Schwachstellen frühzeitig zu erkennen und überzeugend auf den Markt vorzubereiten."
Auch Dr. Maren Brede, Gründerin der Bäckerei BREDE, startete mit einer Internet-Recherche. „Ich habe gegooglet, worauf es in einem Businessplan ankommt, so bin ich auf den Businessplan-Wettbewerb gestoßen", sagt sie. Sie sah darin die Chance, nützliches Feedback und professionellen Input zu bekommen. Und sie fand: „Manchmal ist ein bisschen Druck, zu fixen Terminen ein Kapitel abzugeben, ganz hilfreich.“ Sie meldete sich also an und – Spoiler – gewann 2025 den Hauptpreis in der dritten Phase.
Aus Sicht der Expertin Andrzejuk-Nölte verbindet der Businessplan von Maren Brede alles miteinander: „Präzise und strukturiert geschrieben, aber auch lebendig und gut verständlich. Sie sieht ihren Plan als Leitfaden, gerade zu Beginn der Gründung. Er gibt Halt um sich nicht zu verzetteln."